Tierheim in Forst
: Sanfter Hund Dolly sucht Anschluss an Familie mit Kindern

Das Tierheim in Forst vermittelt auch Hunde aus Rumänien. Drei Welpen sollen jetzt vermittelt werden. Darunter ist die sanfte Mischlingshündin Dolly.
Von
Marcel Laggai
Forst
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Hund Dolly

Dolly soll dringend ein neues Zuhause finden. Karen Schulze, Leiterin des Forster Tierheims, drückt die Daumen, dass der Hund rasch familiären Anschluss findet.

Sven Hering/Marcel Laggai/Montage: Sebastian Schubert
  • Das Tierheim Forst sucht ein neues Zuhause für die sanfte Mischlingshündin Dolly.
  • Dolly, ein neun Monate alter Hund aus Rumänien, ist zurückhaltend und schreckhaft.
  • Sie wäre ideal als Zweithund und könnte sich gut in eine Familie mit Kindern integrieren.
  • Interessenten sollten Dolly zunächst bei Spaziergängen kennenlernen.
  • Schutzgebühr für Dolly beträgt 350 Euro; Tiere werden vorab tierärztlich untersucht.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Traurigen Tieraugen ein glückliches Leuchten verleihen. Dieser Aufgabe stellt sich das Tierheim Forst. Die Einrichtung vermittelt dabei nicht nur Fund- und Abgabetiere aus der Region, sondern nimmt auch Hunde aus Rumänien auf. Abhängig von den Kapazitäten.

Die Vierbeiner stammen aus der Tierschutzeinrichtung „Smeura“ in Pitesti – rund 1.100 Kilometer Luftlinie von der Rosenstadt Forst entfernt. Erst kürzlich sind drei Junghunde von dort gekommen, von denen zwei vermutlich bald ein neues Zuhause haben werden. „Bei Aika und Bolle sieht es im Moment ganz gut aus, dass sie in eine neue Familie kommen. Aber für Hündin Dolly suchen wir noch“, sagt Tierheimleiterin Karen Schulze.

Mischling Dolly im Tierheim Forst hat einen sanften Charakter

Bei der Junghündin handelt es sich demnach um einen Mischling. Aufgrund ihres Aussehens geht Karen Schulze davon aus, dass Dolly auch einen Teil Jagdhund in sich trägt. Vom Wesen her sei der erst neun Monate alte Hund aber eher zurückhaltend, versichert die Tierheimleiterin. Während Aika und Bolle am Gatter aufgeregt ihre Streicheleinheiten einfordern, hält sich Dolly zurück. Sie beobachtet die Situation. Manchmal ist sie auch recht schreckhaft. Schnelle Bewegungen lassen sie zusammenzucken und die Flucht ergreifen. Trotzdem, so versichert Karen Schulze, sei Dolly ein ganz warmherziger Charakter. „Man muss mit ihr einfach nur warmwerden“.

Da sich die junge Hündin derzeit das Gehege mit den beiden anderen Hunden aus Rumänien teilt, sind sich die Tierpfleger einig, dass sie sich wunderbar als Zweithund eignen würde. „Und weil Dolly noch so jung ist, könnte sie sich auch gut in eine Familie mit Kindern einleben“, sagt Karen Schulze und streichelt die Fellnase liebevoll.

Wegen des zurückhaltenden Charakters des Tieres empfiehlt die Tierheimleiterin potenziellen Interessenten, erst einmal ein oder zwei Gassi-Runden mit ihr zu drehen. So kann man sich beschnuppern und sehen, ob die Chemie stimmt. Eine Vorgehensweise, die im Tierheim regelmäßig praktiziert wird.

Für die Tierheimleiterin ist das aber nur ein Puzzlestein, um die Tiere dauerhaft in ein neues Zuhause zu vermitteln. „Natürlich schauen wir uns auch die Situation im potenziellen neuen Zuhause an, geben eventuell Tipps, was noch verbessert werden sollte.“

Doch auch dann können die Hunde oder Katzen nicht einfach mitgenommen werden. Denn für jedes Tier muss auch eine Schutzgebühr entrichtet werden. Das decke zwar nur minimal die entstandenen Kosten des Tierheims, helfe aber, die Anschaffung eines Tieres noch einmal genau zu überdenken, sagt Karen Schulze. „Denn wer sich schon vorher überlegt, ob ihm das Tier diese Summe wert ist, wird es wahrscheinlich auch im neuen Zuhause so handhaben.“

Haustiere sind heutzutage nicht günstig

So weist die Leiterin noch einmal deutlich darauf hin, dass ein Hund oder eine Katze durchaus teuer sein können. Damit meint sie weniger das Futter für die Tiere, sondern vielmehr eventuelle tierärztliche Behandlungen. „Denn das kostet heutzutage richtig Geld.“ Doch in welchem Bereich bewegt sich diese Schutzgebühr überhaupt?

Bei Katzen liegt sie nach Angaben der Tierheimleitung bei etwa 150 Euro. Bei Dolly beläuft sich die Gebühr auf knapp 350 Euro. „Dafür werden die Tiere aber auch gründlich durchgecheckt und sind, soweit der Tierarzt das beurteilen kann, auch gesund.“ Der Check umfasst mehrere Dinge, die laut Karen Schulze ohnehin zum guten Ton eines pflichtbewussten Tierhalters gehören sollten.

Schließlich wolle das Tierheim für den künftigen Besitzer eine gute Basis schaffen, damit das Tier in seinem neuen Zuhause möglichst alt werden kann, erklärt Karen Schulze. „Deshalb hoffe ich, dass auch Dolly bald eine neue Familie findet, denn ihre jetzigen Gefährten werden bald nicht mehr da sein.“ Sie ist aber auch recht zuversichtlich, denn ihrer Erfahrung nach ist die junge Hündin in einem guten Alter – für potenzielle Interessenten.

Tierheim Forst

Das Tierheim von Forst wird vom Tierschutzverein Forst geleitet. Zu finden ist es Am Pferdegarten 6. Am Donnerstag ist stets Besuchertag: 8 bis 17 Uhr.

Allerdings ist das Tierheim-Team von Montag bis Freitag (8 bis 17 Uhr) vor Ort.

Abseits der Besuchszeiten wird allerdings um eine Terminabsprache unter der Telefonnummer 03562 983023 gebeten.

Sach- oder Geldspenden seien jedoch jederzeit willkommen, um einen Weiterbetrieb gewährleisten zu können.