Tierheim Forst: Das ist die Alternative zum Wunsch-Hund unterm Weihnachtsbaum

Nicht geeignet als Geschenk unter dem Weihnachtsbau: Mischling Gismo findet so kurz vor Weihnachten ersatzweise ein Zuhause bei seinem Pfleger Sven Lobedan.
Luise Mösle- Tierheim Forst vermittelt vor Weihnachten nur in Ausnahmefällen, um Tiere zu schützen.
- Weihnachtszeit ungeeignet für tierischen Familienzuwachs, viele Tierheime stoppen Vermittlungen.
- Tierheimleiterin Schulze betont, dass Adoption und Eingewöhnung gut überlegt sein müssen.
- Cottbus bietet Tierpatenschaften als Alternative an, um Tiere als Geschenke zu vermeiden.
- Tierheim Forst: Besuchertag donnerstags, Spenden willkommen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Viele Tierheime geben in der Vorweihnachtszeit vorübergehend keine Tiere mehr ab. Auch das Tierheim in Forst vermittelt so kurz vor den Feiertagen nur in Ausnahmefällen. Warum die Weihnachtszeit nicht der beste Zeitpunkt für tierischen Familienzuwachs ist, erklärt Tierheimleiterin Karen Schulze.
Wie sechs seiner Artgenossen wartet auch der junge Mischlingsrüde Gismo zurzeit auf ein neues Zuhause im Tierheim in Forst. Am allermeisten fehlt ihm hier der Anschluss an eine Familie. Doch die Vorweihnachtszeit ist nicht ideal, um ein neues Zuhause zu finden. Gismo darf dafür die Wochenenden bei seinem Pfleger Sven Lobedan und dessen Hündin verbringen.
Tierheim in Forst vermittelt nur selten über Weihnachten
Der Trubel über die Feiertage eigne sich nicht, um einen Hund in eine neue Familie einzugewöhnen, erklärt Tierheimleiterin Schulze. „Wenn wirklich eine Vermittlung kurz vor Weihnachten ansteht, fragen wir sehr genau nach, ob das passen würde“, erzählt Schulze.
Ausnahmen können beispielsweise gemacht werden, wenn eine Familie die Feiertage ohne Besuch und Fest zu Hause verbringt. In solchen Fällen kann der Weihnachtsurlaub sogar günstig für die Eingewöhnung sein. „Wenn aber Besuch ansteht oder gefeiert werden soll, dann werden Tiere erst im Januar wieder vermittelt“, erklärt Schulze.
Generell, so berichtet Schulze, seien die Interessenten selbst so verantwortungsbewusst, dass sie sich den Zeitpunkt für tierischen Familienzuwachs gut überlegen. Denn die Adoption eines Hundes aus dem Tierheim sei durchaus ein längerer Prozess, schließlich müssen sich alle Beteiligten zunächst einmal kennenlernen.
Das passiert in der Regel im Tierheim. „Interessenten können hier vorbeikommen, später auch mit dem Hund spazieren gehen. Dabei sollte die ganze Familie miteinbezogen werden“, erklärt Schulze. Klappt das, macht der Tierschutzverein eine Vorkontrolle und schaut sich das potenzielle neue Zuhause seiner vierbeinigen Schützlinge an.
Bei Hunden steht dann die Eingewöhnung auf dem Plan. „Manchmal reicht es schon, wenn der Hund ein Wochenende in der neuen Familie verbringt, damit man einschätzen kann, ob das funktioniert“, erzählt Schulze. Manchmal sei aber auch eine längere Eingewöhnungsphase notwendig.
Teilweise mache das Tierheim auch Nachkontrollen, um sicherzustellen, dass ihre Schützlinge gut im neuen Zuhause ankommen. Für die Eingewöhnung eines Hundes in die Familie sei es deshalb durchaus sinnvoll, eine Urlaubszeit einzuplanen, rät die Tierheimleiterin.
Hund und Katze als Geschenk unter dem Weihnachtsbaum?
Das Verbraucherministerium Brandenburg verweist in der Vorweihnachtszeit explizit darauf hin, dass Tiere keine geeigneten Weihnachtsgeschenke sind. „Die Anschaffung eines Haustiers muss reiflich überlegt sein und sollte nie ad hoc geschehen, auch nicht zu Weihnachten“, so die Landestierschutzbeauftragte Anne Zinke. Unüberlegte tierische Weihnachtsgeschenke seien nämlich nicht nur ein Problem für die Tiere selbst, sondern auch für die Tierheime.
In Forst scheinen Tieren, die, als Weihnachtsgeschenk gedacht, nach den Feiertagen abgegeben oder ausgesetzt werden, kein Thema zu sein. „Eigentlich können wir nicht feststellen, dass hier nach Weihnachten oder im Januar vermehrt Tiere ausgesetzt werden“, bestätigt die Tierheimleiterin.
Tierpatenschaft zu Weihnachten schenken
Im Tierheim Cottbus hingegen haben die vergangenen Jahre gezeigt, dass nach dem Weihnachtsfest vermehrt Tiere abgegeben werden, erzählt Sprecherin Johanna Krähe. Deshalb gilt auch hier schon seit einigen Jahren ein Vermittlungsstopp über die Weihnachtszeit.
Damit Kinder mit tierischen Wünschen nicht ganz leer ausgehen, hat sich das Tierheim Cottbus etwas Besonderes überlegt: „In der Vorweihnachtszeit kann man bei uns Tierpatenschaften abschließen, die man zu Weihnachten verschenken kann“, erklärt Krähe. „Wenn jemand sich nach Weihnachten dafür entscheidet, das Patentier oder ein anderes Tier zu adoptieren, dann ist das wunderbar.“
Tierheim Forst
Das Tierheim von Forst wird vom Tierschutzverein Forst geleitet. Zu finden ist es Am Pferdegarten 6. Am Donnerstag ist stets Besuchertag: 8 bis 17 Uhr.
Allerdings ist das Tierheim-Team von Montag bis Freitag (8 bis 17 Uhr) vor Ort.
Abseits der Besuchszeiten wird allerdings um eine Terminabsprache unter der Telefonnummer 03562 983023 gebeten.
Sach- oder Geldspenden seien jedoch jederzeit willkommen, um einen Weiterbetrieb gewährleisten zu können.


