Ähnlich wie in Cottbus steigen auch die Corona-Fallzahlen im Landkreis Spree-Neiße weiter an. Alleine von Mittwoch zu Donnerstag (14. auf 15. Oktober) sind acht neue bestätigte Infektionen hinzugekommen. Die Stadt Forst zählte dabei drei neue Fälle, Drebkau und Kolkwitz zwei sowie Welzow einen Fall. Aktuell sind im Landkreis 56 Personen infiziert, 393 befinden sich in Quarantäne, zwei werden im Krankenhaus stationär behandelt. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert, der wichtig ist für die Einstufung einer Region zum Beispiel als Risikogebiet, liegt bei 30,8.

Abstimmung mit Gesundheitsamt

Als Reaktion auf die steigenden Fallzahlen hat der Landkreis das Corona-Mobil wieder in Betrieb genommen. Das erklärt Landrat-Büroleiterin Petra Rademacher. Geschulte Mitarbeiter der Lausitz Klinik Forst, die ebenso wie das Fahrzeug vom Landkreis finanziert werden, nehmen dabei auf Weisung des Gesundheitsamtes bei begründeten Verdachtsfällen Proben. Insbesondere gilt dies für Personen mit mobilen Einschränkungen. Die mobile Abstricheinheit arbeitet ausschließlich auf Weisung des Gesundheitsamtes. Betroffene Bürger müssen sich zur Abstimmung an das Gesundheitsamt wenden (Telefonnummer 03562 98615301).

Abstrichstelle an Forster Lausitz-Klinik geschlossen

Die Abstrichstelle an der Lausitz-Klinik in Forst ist hingegen nicht geöffnet. Darauf weist Klinik-Sprecherin Diana Heyne hin. Abstriche würden die Hausärzte vornehmen. Die Lausitz-Klinik habe zusätzlich eine mobile Einheit, die bei notwendigen Tests in Schulen und Kindergärten zum Einsatz komme.
Der Landkreis Spree-Neiße kündigte am Donnerstagnachmittag weitere Einschränkungen an, sollte die 7-Tage-Inzidenz – also die Zahl der Menschen pro 100 000 Einwohner, die innerhalb einer Kalenderwoche erkranken – die 35 überschreiten. Dazu zählen: Die Bewohnerinnen und Bewohner des Landkreises müssen einen Mund-Nasen-Schutz in Büro- und Verwaltungsgebäuden tragen, wenn sie sich nicht am festen Arbeitsplatz aufhalten und der Mindestabstand von 1,5 Meter nicht eingehalten werden kann.

Das muss bei Feiern beachtet werden

An Feiern in öffentlichen oder angemieteten Räumen können maximal 50 Gäste teilnehmen. Feierlichkeiten in der häuslichen Umgebung wie Wohnung oder Garten dürfen nicht mehr als 25 Gäste beiwohnen. Achtung: Planen die Bewohner des Landkreises eine zulässige private Feierlichkeit, bei der jedoch mehr als sechs Gäste außerhalb des eigenen Haushalts anwesend sind, müssen sie diese mindestens drei Werktage vor Veranstaltungsbeginn dem zuständigen Gesundheitsamt melden. Unter anderem müssen der Veranstaltungsort sowie die geplante Anzahl der Teilnehmenden angegeben werden.
Steigt die 7-Tage-Inzidenz in der Region auf 50 Erkrankte, verschärfen sich die Maßnahmen erneut.

Landrat Altekrüger äußert sich

Landrat Harald Altekrüger zur aktuellen Situation: „Die neuen Regelungen sollen verhindern, dass das regionale Gesundheitssystem überlastet und gleichzeitig sicherstellen, dass die Gesundheitsämter weiterhin alle Kontaktpersonen der Infizierten nachverfolgen können. In dieser Ausnahmezeit müssen wir gemeinschaftlich füreinander einstehen, vor allem für unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger, die ob ihres Alters oder einer Vorerkrankung besonders gefährdet sind. Wir sind überzeugt, dass wir mit vereinter Kraft die Ausbreitung kontrollieren können.“
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