Obst bei Forst: Baumschule Dubrau lockt mit 470 Sorten und Raritäten bei Obsttagen

Simone Radatz ist die Chefin der Baumschule Dubrau, die knapp fünf Kilometer entfernt von Forst (Lausitz) liegt.
Marcel Laggai- Die Baumschule Dubrau bei Forst lädt am 11. und 12. Oktober 2025 zu den Obsttagen ein.
- Besucher können 470 Obstsorten erkunden, probieren und ihre eigenen Äpfel und Birnen bestimmen lassen.
- Alte Apfelsorten stehen im Mittelpunkt – Pomologen beraten vor Ort zur Sortenvielfalt.
- Rahmenprogramm mit Imbiss, regionalen Produkten, Kartoffelverkauf, Pilzberatung und Obstbränden.
- Veranstaltungszeiten: Samstag und Sonntag von 10 bis 17 Uhr.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Apfelvielfalt umfasst weit mehr als die Sorten Boskop, Elstar, Golden Delicious oder Pink Lady. Allein in Deutschland gibt es inzwischen weit mehr als 800 Apfelarten. Allerdings sind es besonders die alten, kaum noch zu findenden Sorten, die den ursprünglichen Geschmack bieten. Beim anstehenden Obsttag der Baumschule Dubrau bei Forst (Lausitz) öffnet sich eben diese Schatzkammer der Apfel-, aber auch Birnenvielfalt.
Rund 470 Sorten warten am kommenden Wochenende (11. und 12. Oktober 2025 – jeweils von 10 bis 17 Uhr) darauf, entdeckt, bestaunt und auch probiert zu werden. Interessierte erhalten dabei nicht nur fachkundige Beratung, sondern können zudem ihre eigenen Äpfel oder Birnen bestimmen lassen. Ganz gleich, ob Rarität oder regionale Spezialität. Doch was gibt es noch?
Alte Obstsorten im Fokus der Baumschule Dubrau bei Forst
„In erster Linie wollen wir den Leuten vor Augen führen, wie viele unterschiedliche Sorten es überhaupt gibt, von denen tatsächlich nur ein Bruchteil in die Supermärkte kommt“, erklärt Simone Radatz. Als Chefin der Dubrauer Baumschule macht sie nämlich regelmäßig die Erfahrung, dass viele Menschen gar nicht mehr um die Sortenvielfalt wissen. Speziell der Erhalt der alten Apfelsorten liegt ihr dabei am Herzen.
Während die neueren Sorten überwiegend recht süß sind, haben die alten Sorten in der Regel noch ihren ursprünglichen, säuerlichen Geschmack beibehalten. Das sei zwar nicht jedermanns Sache, spiegele jedoch das eigentliche Aroma und die feine Säure der Äpfel wider, so Simone Radatz. Davon sollen sich auch die Besucher der Baumschule überzeugen, die sich am Wochenende durch knapp 300 Sorten probieren können.
Die Vorbereitungen dafür laufen bereits seit Wochen, denn die Äpfel mussten zuvor natürlich erst geerntet werden. Für die Chefin der Baumschule und ihr Team ist dieser Aufwand inzwischen aber bekannt, da der Obsttag inzwischen seit mehreren Jahren ein fester Programmpunkt im Herbst ist. Doch auch für die vielen Besucher ist das Obst-Wochenende in Dubrau mittlerweile ein fester Termin.
„Regelmäßig kommen sie auch mit alten Reisern zu uns, die wir dann im Januar veredeln.“ Ein Reiser ist ein etwa einjähriger Trieb einer gewünschten Sorte, der auf eine Apfelbaum-Unterlage aufgepfropft wird, um einen neuen Baum zu züchten. Oftmals handelt es sich dabei um Sorten, die noch von den Ur- oder Großeltern stammen und die die Leute gerne erhalten beziehungsweise nachzüchten möchten, so Simone Radatz.
Pomologen bestimmen alte Obstsorten bei Forst
Manchmal wollen die Leute aber auch nur den Namen der jeweiligen Apfelsorte erfahren. Um die genaue Bestimmung kümmern sich erfahrene Pomologen, die am Wochenende ebenfalls vor Ort sein werden. Pomologen sind Obstbaumkundler. Sie beschäftigen sich mit der Bestimmung, Beschreibung, Erhaltung und Verbreitung von Obstsorten, insbesondere von alten und vom Aussterben bedrohter Sorten. Die Fachleute kennen sich aber nicht nur mit Apfelsorten, sondern auch mit Birnensorten aus.
Doch was ist für eine solche Bestimmung überhaupt erforderlich? „Am besten sind drei gut gefärbte, gesunde Äpfel oder Birnen mit Stiel, die natürlich nicht madig sein sollten, um sie genau bestimmen zu können.“ Und dieses Angebot werde Jahr für Jahr besser angenommen, freut sich die Baumschul-Chefin. Allerdings steht nicht ausschließlich die Apfel- und Birnenvielfalt im Fokus.
Zudem soll es ein buntes Rahmenprogramm geben. „Selbstverständlich wird an beiden Tagen auch für süße und herzhafte Imbisse gesorgt.“ Darüber hinaus sind ebenfalls regionale Händler vor Ort, die verschiedene heimische Erzeugnisse beziehungsweise Produkte anbieten. So sind beispielsweise die Landjuwelen aus Bohsdorf-Vorwerk oder der Ziegenhof Pusack aus Dubrau vertreten. Wie dem Flyer zum Obsttag zu entnehmen ist, werden auch die Obstbrände aus der eigenen Baumschul-Brennerei verkostet und verkauft.
Simone Radatz weist allerdings explizit darauf hin, dass ein besonderer Fokus ebenfalls auf Erdäpfeln und Pilzen liegen wird. „Die Agrargenossenschaft Forst ist nämlich mit einem Kartoffelverkauf und einer Sortenverkostung zu Gast. Am Sonntag gibt es zudem eine Pilzberatung.“ Aus Sicht der Baumschul-Chefin ist es wieder einmal ein abwechslungsreiches Angebot für Besucher, bei dem letztlich nur noch das Wetter mitspielen muss. Aber dafür drückt das gesamte Baumschul-Team bereits kräftig die Daumen.
Das Wochenende der Dubrauer Baumschule bei Forst
- Obsthof Meier aus Kolkwitz (11. Oktober 2025)
- Beratung zu Düngung, Rasen und Bodenanalyse (mindestens 1 Liter Mischprobe) – Oscorna 11-14 Uhr (11. Oktober 2025)
- Lernort Naturmobil vom Kreisjagdverband Spree-Neiße/Cottbus e.V. (12. Oktober 2025)
- Landjuwelen aus Bohsdorf-Vorwerk (12. Oktober 2025)
- Ziegenhof Pusack (12. Oktober 2025)
- Pilzberatung (12. Oktober 2025)

