Am vergangenen Wochenende sind in Südbrandenburg erneut Schleusungen von der Bundespolizei aufgedeckt worden. 17 Personen aus Syrien und dem Irak versuchten, illegal nach Deutschland einzureisen.
Nach Bürgerhinweisen sind am Freitag (16. September 2022) elf Personen in Roggosen (Spree-Neiße) von Beamten der Bundespolizei kontrolliert worden. Die fünf Personen aus dem Irak, im Alter von 18 bis 23 Jahren, und sechs Personen aus Syrien, im Alter von 14 bis 36 Jahren, konnten keine Dokumente vorweisen, die sie dazu berechtigten, sich in Deutschland aufzuhalten, heißt es von der Bundespolizei.
Nach ersten Informationen sind die elf Personen zuvor von einem Transporter abgesetzt worden. Ein 29-jähriger Syrer und ein 26-jähriger Iraker – die mutmaßlichen Abholer – haben sich in ihren Fahrzeugen im näheren Umfeld der Gruppe aufgehalten. Sie konnten entsprechende Dokumente vorweisen, sich in Deutschland aufhalten zu dürfen. Sie gaben gegenüber der Polizei an, ihre Familienangehörigen abholen zu wollen.

Sechs Personen kommen mit Zug nach Cottbus

Am Bahnhof in Cottbus hat die Bundespolizei einen Zug aus Zittau nach einem Hinweis des Zugpersonals kontrolliert. Hierbei wurden sechs aus Syrien stammende Personen im Alter von 24 bis 38 Jahren festgestellt. Alle Personen konnten keine Aufenthaltsberechtigung vorweisen. Im Laufe der weiteren Ermittlungen haben zwei Männer ausgesagt, zuvor als Mitfahrer in einem Pkw nach Deutschland eingereist zu sein.
Da in beiden Fällen alle Geschleusten ein Schutzersuchen stellten, sind die zwölf Männer und vier Frauen zur zentralen Erstaufnahmeeinrichtung nach Eisenhüttenstadt gebracht worden. Der 14-jährige Jugendliche kam in die Obhut einer Jugendeinrichtung, teilt die Polizei mit.
Gegen die unbekannten Schleuser hat die Polizei nun die Ermittlungen aufgenommen. Die zwei Abholer erhalten Anzeigen wegen des Verdachts der Beihilfe zur unerlaubten Einreise.