Die Bundespolizei hat am Donnerstagmorgen eine Großschleusung in der Nähe von Neuhausen (Spree-Neiße) aufgedeckt. 17 unerlaubt eingereiste Personen und zwei mutmaßliche Helfer wurden in Gewahrsam genommen.
Nach einem Bürgerhinweis konnten Beamte der Bundespolizei am Morgen des 8. September 2022 mehrere Leute feststellen, die versuchten, illegal nach Deutschland einzureisen. Demnach soll ein Fahrer eines Kleintransporters mehrere Personen an der B97 auf Höhe des Abzweigs zur Kathlower Mühle abgesetzt haben. Durch eine sofort eingeleitete Fahndung, mit Unterstützung des Zolls und eines Hubschraubers, konnte eine Gruppe von 17 Personen festgesetzt werden. Zu der Gruppe gehörten nach Auskunft der Bundespolizei syrische und irakische Staatsangehörige im Alter von 13 bis 45 Jahren.

Ermittlungsverfahren gegen Fahrer eingeleitet

In dem mutmaßlichen Abholfahrzeug, welches die Bundespolizisten in unmittelbarer Nähe kontrollierten, fanden die Beamten zwei syrische Staatsangehörige mit deutschen Aufenthaltsgenehmigungen. Die beiden Personen wurden vorläufig festgenommen. Gegen sie leitete die Bundespolizei ein Ermittlungsverfahren zur Beihilfe zum unerlaubten Aufenthalt ein.
Unter den Geschleusten befanden sich auch vier Minderjährige im Alter von 13 bis 17 Jahren. Gegen alle Geschleusten hat die Bundespolizei ein Ermittlungsverfahren der unerlaubten Einreise eingeleitet, mit Ausnahme des 13-Jährigen.

Geschleuste Personen kommen in Erstaufnahmeeinrichtung

Noch während der Anzeigenaufnahme zeigten die Personen Schutzersuchen an. Die 13 Männer und der 13-Jährige wurden daraufhin in die Erstaufnahmeeinrichtung der Ausländerbehörde des Landes Brandenburg gebracht. Die drei unbegleiteten Jugendlichen (16 bis 17 Jahre) kamen in einer Jugendeinrichtung des Landkreises Spree-Neiße unter.
Gegen den bislang noch unbekannten Schleuser hat die Bundespolizei Ermittlungen wegen des Verdachts des Einschleusens von Ausländern eingeleitet,