Zecken in Sachsen
: Aktuelle Risikogebiete für FSME im Freistaat

Die steigende Zeckenaktivität im Frühling bringt in Deutschland ein erhöhtes Risiko für eine FSME-Infektion. Wo ist das Ansteckungsgefahr in Sachsen am höchsten? Eine neue Karte zeigt die betroffenen Gebiete.
Von
Rose Abbas Mohammad
Dresden
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Ohne den richtigen Schutz ist es schnell passiert: Zecken sitzen an Grashalmen und Sträuchern und warten darauf, dass ein passendes Opfer vorbeistreift. / Bild: iStock 1391400218 / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/58929 / Die Verwendung dieses Bildes für redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zulässig und dann auch honorarfrei. Veröffentlichung ausschließlich mit Bildrechte–Hinweis.

Die Zeckensaison 2025 beginnt und mit ihr steigt das Risiko für FSME-Infektionen in Sachsen

Hermes Arzneimittel GmbH/dpa
  • Die Zeckensaison 2025 erhöht das FSME-Risiko in Sachsen; 13 Fälle 2024, v.a. Mai-Oktober.
  • RKI-Karte zeigt 10 FSME-Risikogebiete in Sachsen; Leipzig und Nordsachsen nicht mehr betroffen.
  • Betroffene Kreise: Bautzen, Chemnitz, Dresden, Erzgebirgskreis, Görlitz, Meißen, Mittelsachsen, Sächsische Schweiz, Vogtlandkreis, Zwickau.
  • FSME-Risikogebiete basieren auf gemeldeten Fällen, bleiben 20 Jahre eingestuft.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die warme Jahreszeit lockt nicht nur Menschen in die Natur, sondern auch Zecken an, die FSME übertragen können. Doch in verschiedenen Regionen Deutschlands variiert die Gefahr für Zeckenbisse und deren Übertragungen. Wie hoch ist in Sachsen das Risiko, durch einen Zeckenbiss an FSME zu erkranken?

Zecken: Fälle von FSME in Sachsen

Im Jahr 2024 wurden laut dem Robert Koch-Institut (RKI) in Sachsen 63 FSME-Fälle registriert. Im Vergleich zu Bayern, das mit 266 Fällen die meisten Infektionen hat, treten in Sachsen vergleichsweise weniger Infektionen auf. Die Erkrankungen treten hauptsächlich in den Monaten von Mai bis Oktober auf, mit einem deutlichen Anstieg in den Sommermonaten.

Am 27. Februar 2025 hat das RKI eine neue Karte mit den aktuellen FSME-Risikogebieten in Deutschland veröffentlicht. Das Ergebnis für Sachsen: Ein Großteil des Freistaates gehört weiterhin zu den Risikogebieten, was durch die Ausweisung von 10 Kreisen als FSME-Risikogebiete bestätigt wird. Diese Zahl bleibt im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Positiv ist, dass einige Landkreise, wie Leipzig und Nordsachen nicht zu den Risikogebieten gehören. Dennoch besteht in Sachsen weiterhin eine erhöhte Gefahr.

Betroffene Land- und Stadtkreise in Sachsen

FSME-Risikogebiete sind Regionen, in denen das Risiko einer Ansteckung mit dem FSME-Virus erhöht ist. Die Einstufung dieser Gebiete basiert auf den FSME-Fällen, die gemäß Infektionsschutzgesetz (IfSG) an das RKI gemeldet wurden.

Das RKI nutzt dabei eine statistische Methode, um zu prüfen, ob in einem Landkreis oder einer Kreisregion (bestehend aus dem Kreis plus angrenzenden Kreisen) tatsächlich oder nur zufällig mehr FSME-Fälle aufgetreten sind. Ein Landkreis wird demnach als FSME-Risikogebiet eingestuft, wenn über einen Zeitraum von fünf Jahren mehr FSME-Fälle gemeldet werden, als man aufgrund einer Inzidenz von 1 Fall pro 100.000 Einwohner pro Jahr erwartet. Dabei werden auch die angrenzenden Landkreise berücksichtigt. Ein Risikogebiet behält seinen Status mindestens 20 Jahre lang, da es in den letzten 20 - 30 Jahren keine Anzeichen dafür gegeben hat, dass FSME-Naturherden in den bestehenden Risikogebieten zurückgehen würden.

  • LK Bautzen
  • SK Chemnitz
  • SK Dresden
  • LK Erzgebirgskreis
  • LK Görlitz
  • LK Meißen
  • LK Mittelsachsen
  • LK Sächsische Schweiz Osterzgebirge
  • LK Vogtlandkreis
  • LK Zwickau