Vogelgrippe in Brandenburg
: Ausbruch der Geflügelpest in Elbe-Elster bestätigt

In einem Putenmastbetrieb im Kreis Elbe-Elster ist die Geflügelpest ausgebrochen. Etwa 4800 Tiere sind betroffen. Welche Schutzmaßnahmen jetzt greifen.
Von
Heike Lehmann
Finsterwalde
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Putenmast: ARCHIV - 01.11.2023, Sachsen-Anhalt, Roxförde: Puter, auch Truthähne genannt, stehen im in einem Stall der "Altmärkischen Putenmast". In einem anderen Putenmastbetrieb im Landkreis Cloppenburg ist die Geflügelpest ausgebrochen. (zu dpa: «20.500 Puten nach Geflügelpest-Ausbruch getötet») Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

In einem Putenmastbetrieb im Landkreis Elbe-Elster ist die Geflügelpest festgestellt worden. Was das für Halter im Umkreis bedeutet. (Symbolfoto)

Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
  • Geflügelpest in Putenmastbetrieb (ca. 4800 Tiere) im Kreis Elbe-Elster bestätigt.
  • Bestand gesperrt; Tiere werden tierschutzgerecht getötet und beseitigt.
  • H5N1-Nachweis im LLBB; FLI bestätigte den Befund am Montag (9. März).
  • Schutzzone (≥3 km) und Überwachungszone (≥10 km) werden vom Veterinäramt festgelegt.
  • Epidemiologische Ermittlungen laufen; seit September 2025 steigen Fälle in Deutschland.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Geflügelpest ist in einem Putenmastbetrieb mit etwa 4800 Tieren im Landkreis Elbe-Elster ausgebrochen. Der Bestand sei gesperrt worden, die Tiere würden tierschutzgerecht getötet, teilt das Brandenburger Umweltministerium am Montag (9. März 2026) mit. Zum genauen Ort wurden keine Angaben gemacht.

Bereits am Sonntagabend (8. März 2026) hatte die Kreisverwaltung Elbe-Elster über den Verdacht des Ausbruchs der Geflügelpest informiert. In dem betroffenen Betrieb seien erhöhte Tierverluste aufgetreten. Erste Proben wurden von amtlichen Tierärzten aus dem Veterinäramt des Landkreises genommen und im Landeslabor Berlin-Brandenburg (LLBB) untersucht. Der Vogelgrippe-Erreger H5N1 wurde nachgewiesen. Das für Tierseuchen zuständige Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bestätigte am Montag den Befund.

Das Veterinäramt des Landkreises Elbe-Elster hatte nach der klinischen Untersuchung und Probenentnahme den Verdachtsbestand gesperrt und die tierschutzgerechte Tötung von etwa 4800 Tieren sowie die unschädliche Beseitigung angeordnet.

Betroffene Geflügelhalter in Elbe-Elster werden informiert

Alle erforderlichen Maßnahmen werden nun mit einer Allgemeinverfügung des Landkreises angeordnet. Dazu zählt auch die Einrichtung einer Schutzzone im Radius von mindestens drei Kilometern und einer Überwachungszone im Radius von mindestens zehn Kilometern um den Bestand. Die genauen Grenzen der Restriktionsgebiete werden durch das Veterinäramt Elbe-Elster festgelegt. Die betroffenen Geflügelhalter werden informiert.

Geflügelpest: ARCHIV - 23.11.2016, Sachsen, Dresden: An einem Ortseingangsschild hängt ein Schild mit der Aufschrift «Geflügelpest Sperrbezirk». (zu dpa: «Geflügelpest in Rheinland-Pfalz bleibt weiter ein Risiko») Foto: Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Zu den Schutzmaßnahmen vor weiterem Ausbruch der Geflügelpest zählen eine Schutzzone im Radius von mindestens drei Kilometern und eine Überwachungszone im Radius von mindestens zehn Kilometern um den betroffenen Nutztierbestand. (Symbolfoto)

Arno Burgi/dpa

Auch epidemiologische Ermittlungen wurden eingeleitet und werden mit Unterstützung des Tierseuchenbekämpfungsdienstes des Landes Brandenburg (LAVG) durchgeführt.

Seit September 2025 steigen in Deutschland die Geflügelpestfälle bei Wildvögeln und in Hausgeflügelbeständen. Der aktuelle Ausbruch im Landkreis Elbe-Elster ist der 20. Fall in einem Brandenburger Nutzgeflügelbestand seit vergangenem Herbst, wie das Umweltministerium informiert.