Festival bei Finsterwalde: Wacken 2.0 – Großbahren feiert sechstes Schwermetal-Fest

Die schwedische Band Screamer mit Schlagzeuger Henrik Petersson (li.) wird in Großbahren einen ihrer letzten Auftritte absolvieren.
Tom Johansson- Großbahren veranstaltet vom 15.–17. August 2025 das sechste Schwermetal-Fest mit Camping.
- Die schwedische Band Screamer gibt einen ihrer letzten Auftritte vor der Auflösung.
- Neben Metal gibt es Traktorpulling, Blasmusik und eine Bühne für Nachwuchsmusiker.
- Bernd Lehmann übernimmt 2025 die Leitung und setzt auf Gemeinschaft und Tradition.
- Vier Schwestern unterstützen das Festival und feiern trotz Schichtarbeit die Metal-Kultur.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Metal-Fans aufgepasst: Vom 15. bis 17. August verwandelt sich das malerische Großbahren erneut in die Hochburg des Schwermetals – und das bereits zum sechsten Mal! Das Schwermetal-Fest hat sich längst vom Geheimtipp zum festen Termin für Liebhaber harter Gitarrenriffs, donnernder Drums und rauer Stimmen gemausert. Dieses Jahr gibt es ein ganz besonderes Highlight: Die schwedische Thrash-Metal-Band Screamer wird einen ihrer letzten Auftritte überhaupt in der alten Scheune hinter Kaisers Hof hinlegen – ein denkwürdiger Moment für alle Metalheads.
Screamer, gegründet 2009 in Ljungby, Schweden, steht für lupenreinen Heavy Metal und gehört zur „New Wave Of Thrash and Heavy Metal“-Bewegung. Doch die Reise neigt sich dem Ende zu: „Kurz nach Großbahren wird sich die Band auflösen“, verrät Jörg Düsedau, der Konzertagent hinter dem Festival, auch bekannt als Schroerg. Er ist besorgt um die Zukunft der Metal-Szene: „Viele kleine Bands können ihre Kosten nicht mehr decken, Clubs schließen – und selbst große Festivals sterben aus. Allein in England sind letztes Jahr hundert Festivals verschwunden. Deshalb: Genießt diesen Auftritt in Großbahren in vollen Zügen!“
In Großbahren Heavy Metal Bands mit Herzblut auswählen
„Für die Bandvorauswahl sind auch Fred Lehmann und Ronny Neumann zuständig“, betont Felix Schulze. Er erhält Hunderte von Mails pro Jahr mit entsprechenden Vorschlägen für Bandauftritte. „Für 2025 wurden über 300 Bands angeboten. Wir hörten uns Ausschnitte an und trafen eine Vorauswahl, die wir den zwölf Juroren empfahlen“, erklärt Felix.

Die Organisatoren des sechsten Schwermetal-Festes in Großbahren trafen sich in Kaisers Scheune, um Abläufe zu koordinieren (von rechts: Felix Schulze, Axel Mohr, Bernd Lehmann; links Uwe Weber)
Mario SandersDas Schwermetal-Fest in Großbahren ist längst mehr als nur harte Musik. Am Samstagvormittag stehen traditionelle Bräuche wie Traktorpulling und Blasmusik auf dem Programm – ein bunter Mix, der Jung und Alt begeistert. Nachwuchsmusiker bekommen ihre Bühne, und beim Frühschoppen wird gemütlich zusammengesessen. Für alle Festivalbesucher gibt es wieder die Möglichkeit zum Zelten – und bei den sommerlichen Temperaturen dürfte der angelegte Badeteich zum beliebten Abkühlungsort avancieren.
Schwermetal-Fest in Großbahren: Neue Führung, bewährte Leidenschaft
Seit Juni 2025 hat Bernd Lehmann das Ruder als Ortsvereinsvorsitzender übernommen. Er folgt auf Axel Mohr, der das Festival maßgeblich mit aufbaute. „Bernd kennt unser Dorf und seine Menschen. Er bringt alle zusammen und hält die Gemeinschaft zusammen“, lobt Mohr. Lehmann selbst ist voller Tatendrang: „Ich war schon bei den letzten fünf Festivals im Ordnungsteam und als Hauptkassierer aktiv. Jetzt freue ich mich, noch mehr gestalten zu können.“
Vier Schwestern, eine Mission: Metal verbindet Generationen
Gemeinschaftlich das Dorfleben bereichern und mit dem Musikfestival die Generationen verbinden, findet Ramona Neumann, ist eine gute Idee. Sie ist eine von vier Schwestern (von 40 bis 60 Jahren), die ebenfalls auf das Wochenende hinfiebern und jede auf ihre Weise das Fest unterstützen.
„Zum Festival habe ich meine Schwester Simone als Schlafgast. Wir feiern manchmal bis vier Uhr früh. Metal ist zwar nicht ganz so meins, aber den Männern und Schwestern gefällt es riesig“, erzählt Ramona Neumann.

Die vier Schwestern Simone Krüger aus Sonnewalde, Marion Lehmann und Ramona Neumann aus Großbahren und Christin Weser aus Frankena freuen sich auf das sechste Schwermetal-Fest in Großbahren vom 15. bis 17. August 2025.
Bernd LehmannMetal-Festival Großbahren bietet Musik, Camping und Gemeinschaft
Die jüngste der vier Schwestern, Christin Weser, wohnt in Frankena und genießt jedes Schwermetal-Fest. Sie zeltete mit Freundinnen aus Frankena auf dem Festivalgelände, ließ sich von der guten Laune anstecken und erlebte „die total lieben Kerle, die immer nur rau aussehen, aber umgänglich sind und hervorragende Musik machen. Es ist für jeden Metal-Fan immer etwas dabei, egal welche Richtung bevorzugt wird. Für Verpflegung, Getränke, sorgen die Dorfbewohner und es passt einfach“, lobt sie. „Turbokill, die auch dieses Jahr wieder auftreten, gefielen mir 2024 ganz besonders. Diesmal kann ich leider das Metal-Fest nicht miterleben, weil ich das komplette Wochenende eine Doppelschicht fahren muss. Das bedauere ich sehr.“
Für Simone Krüger aus Sonnewalde ist das Schwesterntreffen zum festen Termin im Kalender geworden: „Ich stehe schon immer auf rockige, raue Musik und finde es ein Phänomen, was die Großbahrener für ein großartiges Fest auf die Beine stellen. Mein Mann steht zwar auf Schlager. Aber er freut sich für mich, wenn ich mich mit meinen Schwestern zu den Auftritten treffe.“
Marion Lehmann schwärmt von den schönen Abenden mit Hardrock und Death-Metal. Wir sind alle Schichtarbeiter und versuchen immer, uns als Schwestern zu diesem Ereignis zu treffen. Für Christin aus Frankena und Simone aus Sonnewalde ist es schwierig, sich in die Organisation mit einzubringen. Aber ich schmiere immer Frühstücksbrötchen mit. Da starte ich noch früher in meine Schicht, um danach zu helfen. Ich finde es sehr schön, was unser Dorf auf die Beine stellt und bin immer gespannt, wer, wann und von wo unser Dorf besucht und hier zeltet.


