Oldtimer in Gröden: Das wär's – stilecht mit der Ente zu Olympia nach Paris fahren

Zwei Franzosen mit ihrer „Ente“ in Gröden? Hinter den originellen Kostümen stecken Ingrid Roch und Lutz Dietrich.
VRSJa, sind denn ausgerechnet zum Start der Olympischen Spiele in Frankreich Pariser vor lauter Trubel aus ihrer Stadt geflüchtet und in Gröden gelandet? Oder wollen verkleidete Grödener mit ihrer geborgten „Ente“ Paris einen Besuch abstatten?
Nein, nichts davon! Zwei originell Zurechtgemachte haben mit ihrem auffälligen Citroën 2CV, der den Namen Ottocar trägt und den alle gut finden sollen, lediglich das örtliche Oldtimertreffen besucht. „Erna“-Darstellerin Ingrid Roch (71) vom Heimatverein „Gröden“ spricht in diesem Zusammenhang von ihrem Amoureux, dem Liebhaber. Damit meint sie jedoch nicht Vereinsmitglied Lutz Dietrich (64), der in seinem Kostüm als waschechter Franzose durchgehen könnte, sondern die fahrbare „Ente“.
Obwohl die beiden in ihrer herrlichen Aufmachung nicht zu den Olympischen Spielen nach Paris fahren wollen, was dort sicher sehr gut ankommen würde, haben sie sich doch ein wenig mit der französischen Sprache beschäftigt. Zu Amoureux passende Vokabeln sind für sie zum Beispiel Rendez-vous, Tête-à-tête und Oh là là. Dann hört es aber auch schon auf.
Die „Ente“ – ein Kultauto nicht nur in Frankreich
Die „Ente“ haben beide schnell in ihr Herz geschlossen, mussten sie aber nach dem Treffen leider wieder an den Verleiher abgeben. Der Citroën gehört zu Frankreichs bekanntesten Automobilen.
Von dem zunächst belächelten Fahrzeug einer Vorkriegskonstruktion wurden zwischen 1949 und 1990 über fünf Millionen Exemplare in einfachster Technik hergestellt. Heute genießt der 2CV Kultstatus, obwohl er in Sachen Unfallsicherheit, Verbrauch, Abgasverhalten und Geräuschentwicklung alles andere als zeitgemäß ist.
