Monte Lugau 2024: Schwalbe und SR2 – diese PS-Monster aus Gröden gehen an den Start

Zum Oldtimertreffen des Heimatvereins Gröden waren auch jene gekommen, die an der Rallye Monte Lugau am 10. August mit einer umgebauten Schwalbe und einem SR2 teilnehmen wollen. Hier der Konstrukteur Falk Schuster (2.v. r.) und Rennfahrer Dominic Müller (r.).
VRSMopeds und Mokicks aus DDR-Produktion sind Kult. Sie werden von Generation zu Generation übergeben. Das bestätigte sich einmal mehr bei der 3. Oldtimer-Zweiradschau, zu der der Heimatverein Gröden jüngst eingeladen hatte.
Zeitweise hatten sich unterhalb der Dorfkirche Gröden Besitzer mit bis zu 40 Fahrzeugen eingefunden. Die absoluten Hingucker waren diesmal eine Schwalbe aus dem Jahr 1984 und ein 67 Jahre alter SR2. Beide Fahrzeuge haben unter den Händen von Industriegeräte-Mechatroniker Falk Schuster (39) aus Gröden nicht nur die Form und die technischen Daten wesentlich verändert, sondern auch ihren Liebhaberwert vervielfacht.
Beide Zweitakter sind ultimative Rennfahrzeuge. Die Schwalbe wurde 1984 im Originalzustand mit einem Hubraum von 50 Kubikzentimetern und 3,6 PS ausgeliefert. Jetzt stehen bei 125 Kubikzentimetern 25 PS an. Damit hat die Rennmaschine im Vorjahr bei der Rallye Monte Lugau unter 100 Startern mit Fahrer Felix Jeck aus Bad Liebenwerda den 1. Platz belegt.
PS-Monster-Moped in Lugau am Start
„In diesem Jahr wollen wir den Titel am 10. August verteidigen“, lässt Konstrukteur Falk Schuster durchblicken. Für dieses spektakuläre Ereignis hat er einen SR2 aus dem Jahr 1957 von ursprünglich 46 Kubikzentimetern Hubraum und 2,1 PS Leistung auf 85 Kubikzentimeter und 10 PS „frisiert“. Das alles natürlich im Rahmen der Vorgaben von der Rennleitung der Rallye Monte Lugau.
Durch das Mehr an Leistung müssen Rahmen und Bremsanlage verstärkt werden. Mit einem im Vergleich zum Originalzustand gigantischen Luftfilter wird der Motor mit einer extremen Menge Frischluft versorgt. Unter diesen Voraussetzungen will Rennfahrer Dominic Müller (22) aus Gröden den Sieg einfahren.
Allein für den immer wieder verfeinerten Umbau der Schwalbe hat Falk Schuster, der bei der BASF in Schwarzheide arbeitet, etwa 20 Jahre gebraucht. Er schätzt, dass darin etwa 10.000 Euro investiert worden sind.

