Oldtimer in Elsterwerda
: Seltene Schau zum Jubiläum – alte Fahrräder, Motorräder und mehr

Vor 130 Jahren wurde die Fahrradfabrik Springer & Reichenbach in Elsterwerda-Biehla gegründet. Viele der heute seltenen Stück wurden jedoch über die Zeit gerettet und werden zum Jubiläum gezeigt.
Von
Manfred Feller
Elsterwerda
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Die Männer vom Elfa-Stammtisch Elsterwerda in der Werkstatt eines Oldtimerfreundes. Sie halten die Marke Elfa mit ihren unmotorisierten und motorisierten Schätzchen bis heute hoch (v. l.): Henry Bieligk, Tilo Gründlich, Dirk Marunke, Ronny Kiesewetter und Enrico Schulze.

Die Männer vom Elfa-Stammtisch Elsterwerda in der Werkstatt eines Mitglieds. Sie halten die Marke Elfa mit ihren unmotorisierten und motorisierten Schätzchen bis heute hoch (v.l.): Henry Bieligk, Tilo Gründlich, Dirk Marunke, Ronny Kiesewetter und Enrico Schulze.

Henry Bieligk, Tilo Gründlich, Dirk Marunke, Ronny Kiesewetter und Enrico Schulze (v. l.) vom Elfa-Stammtisch Elsterwerda laden zu einer großen Ausstellung mit Oldtimertreffen ein.

Manfred Feller

Nur viereinhalb Jahrzehnte wurden in der Fabrik Springer & Reichenbach, später nur C. W. Reichenbach, in Elsterwerda-Biehla bis 1939 Fahrräder, zwischendurch auch Motorräder, produziert. Später mussten Rüstungsgüter hergestellt werden. Mit der Bombardierung des Werkes im April 1945 endete die kurze Geschichte eines namhaften Betriebes, der auch in das europäische Ausland und sogar bis nach Mexiko exportiert hatte.

Obwohl seit 85 Jahren keine Zweiräder mehr hergestellt werden, konnten viele Gefährte mit und ohne Motor über die Zeit gerettet oder als Scheunenfunde wiedererweckt werden. Anlässlich der Gründung des Unternehmens vor 130 Jahren präsentiert der Elfa-Stammtisch Elsterwerda nur am Sonnabend, dem 1. Juni, von 10 bis 17 Uhr im Stadthaus seine bislang umfangreichste Ausstellung.

Nach Auskunft von Dirk Marunke werden sowohl Nähmaschinen als auch Fahrräder und Motorräder sowie sehenswerte alte Kataloge, Prospekte, Werbeschilder und vieles mehr gezeigt. Es handele sich um unrestaurierte und restaurierte Stücke der Mitglieder des Elfa-Stammtisches und um Leihgaben. Die Fahrradräder kosteten einst um die 100 Reichsmark. Ein Industriearbeiter verdiente zwischen 1000 und 12000 Reichsmark im Jahr.

Oldtimer knattern auf dem Markt in Elsterwerda

Parallel zur Ausstellung findet auf dem Markt in Elsterwerda eine markenoffene Schau mit Motorrädern bis zum Baujahr 1960 statt. Dazu werden Besitzer aus allen Himmelsrichtungen anreisen. Die ältesten Maschinen stammen aus den 1920er-Jahren. Auf der Bühne werden tagsüber immer mal wieder einzelne Motorräder von deren Fahrern vorgestellt.

Am 1. Juni geht es aber noch weiter. Um 20 Uhr beginnt im Stadtpark eine 90er-Party. Am Sonntag findet dort von 13 bis 19 Uhr ein Kinderfest statt.