Hochwasser-Hilfe NRW Rheinland Pfalz
: Wie die Brandenburger Feuerwehren im Katastrophengebiet in Rheinland-Pfalz helfen

Fast alle Feuerwehrkräfte und Katastrophenschutzeinheiten aus Elbe-Elster und ganz Brandenburg haben am Morgen nach ihrer Ankunft im Katastrophengebiet Landkreis Ahrweiler sofort losgelegt. Ihnen wurden Spezialaufgaben zugewiesen.
Von
Manfred Feller
Rech/Elbe-Elster
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  • Die weggespülten Brücken über die Ahr müssen durch Behelfsüberfahrten ersetzt werden.

    Die weggespülten Brücken über die Ahr müssen durch Behelfsüberfahrten ersetzt werden.

    Peter Bange
  • Diese Brücke über die Ahr in Rech steht zwar, ist aber stark in Mitleidenschaft gezogen worden.

    Diese Brücke über die Ahr in Rech steht zwar, ist aber stark in Mitleidenschaft gezogen worden.

    Peter Bange
  • Der Inhalt von Öltanks aus Häusern wird von der Feuerwehr in andere Behälter zur Entsorgung umgepumpt.

    Der Inhalt von Öltanks aus Häusern wird von der Feuerwehr in andere Behälter zur Entsorgung umgepumpt.

    Peter Bange
  • Feuerwehrleute beim Auspumpen von Ölbehältern in Kellern.

    Feuerwehrleute beim Auspumpen von Ölbehältern in Kellern.

    Peter Bange
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Die ersten der 250 Einsatzkräfte aus Elbe-Elster, dem Landessüden und ganz Brandenburg im Katastrophengebiet an der Ahr hatten nach ihrer zwölfstündigen Fahrt und Ankunft am späten Donnerstagabend eine kurze Nacht. Bereits um 6 Uhr am Freitag sei die erste Spezialeinheit mit Notstromversorgung und leistungsstarken Pumpen in Rech eingetroffen. Da hatten sie bereits eine Stunde Fahrt vom Sammelzentrum Nürburgring hinter sich, wie Frank Romey, stellvertretender Kreisbrandmeister Elbe-Elster und Mitglied der Brandenburger Einsatzleitung, informiert. Mit den Pumpen werde die Ahr abgesenkt, damit Fundamente für die Behelfsbrücken gebaut werden können.

Weiteres speziell geschultes Personal sei draußen in den teils schwer beschädigten Wohnhäusern zu Gange. Aus Kellern und Öltanks werde das Öl-Wasser-Gemisch zur fachgerechten Entsorgung abgepumpt. Die defekten Tanks werden ausgebaut.

Stellvertretender Kreisbrandmeister Elbe-Elster: „Wir lassen uns ohne Arbeit nicht abspeisen“

Die Brandenburger erhalten vom übergeordneten Führungsstab ihr Gebiet und ihre Aufgaben zugeteilt, heißt es. Sie koordinieren Kräfte und Technik dann selbst. „Die Motivation liegt bei mehr als 100 Prozent“, beschreibt Frank Romey den Einsatzwillen der Frauen und Männer aus Elbe-Elster und allen anderen Landkreisen. Auch die Kameraden vor Ort hätten erfahren, dass Kräfte vor ihnen in dem riesigen Katastrophengebiet teilweise keine Aufgaben zugeteilt bekommen hatten. „Wir lassen uns ohne Arbeit nicht abspeisen“, sagt dazu Frank Romey.

Artikel über die Hilfsaktion der LR und der MOZ für die Opfer des Unwetters in NRW und Rheinland-Pfalz sowie alle bisher veröffentlichten Beiträge zum Hochwasser finden Sie auf unserer Themenseite.

Brandenburg hilft Unwetter-Opfern

Die Bilder aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gehen unter die Haut. In Brandenburg lösen die weinenden Menschen vor ihren zerstörten Häusern Erinnerungen an die Hochwasser von 1997 und 2002 aus. Damals gab es eine bundesweite Welle der Solidarität, die die Not der Menschen gelindert hat. Jetzt ist es Zeit, davon etwas zurückzugeben. Deshalb rufen die Märkische Oderzeitung und die Lausitzer Rundschau in Kooperation mit dem Landkreis Märkisch-Oderland zu einer Spendenaktion „Wir helfen“ auf.

Für die Spenden aus Brandenburg wurde ein Konto eingerichtet: Landkreis Märkisch-Oderland, IBAN: DE39 1705 4040 0020 0662 95, Stichwort: Spenden Hochwasserhilfe 2021

Alle Details zur Spendenaktion "Wir helfen" finden Sie hier.