Die ersten der 250 Einsatzkräfte aus Elbe-Elster, dem Landessüden und ganz Brandenburg im Katastrophengebiet an der Ahr hatten nach ihrer zwölfstündigen Fahrt und Ankunft am späten Donnerstagabend eine kurze Nacht. Bereits um 6 Uhr am Freitag sei die erste Spezialeinheit mit Notstromversorgung und leistungsstarken Pumpen in Rech eingetroffen. Da hatten sie bereits eine Stunde Fahrt vom Sammelzentrum Nürburgring hinter sich, wie Frank Romey, stellvertretender Kreisbrandmeister Elbe-Elster und Mitglied der Brandenburger Einsatzleitung, informiert. Mit den Pumpen werde die Ahr abgesenkt, damit Fundamente für die Behelfsbrücken gebaut werden können.
Weiteres speziell geschultes Personal sei draußen in den teils schwer beschädigten Wohnhäusern zu Gange. Aus Kellern und Öltanks werde das Öl-Wasser-Gemisch zur fachgerechten Entsorgung abgepumpt. Die defekten Tanks werden ausgebaut.

Elbe-Elster

Stellvertretender Kreisbrandmeister Elbe-Elster: „Wir lassen uns ohne Arbeit nicht abspeisen“

Die Brandenburger erhalten vom übergeordneten Führungsstab ihr Gebiet und ihre Aufgaben zugeteilt, heißt es. Sie koordinieren Kräfte und Technik dann selbst. „Die Motivation liegt bei mehr als 100 Prozent“, beschreibt Frank Romey den Einsatzwillen der Frauen und Männer aus Elbe-Elster und allen anderen Landkreisen. Auch die Kameraden vor Ort hätten erfahren, dass Kräfte vor ihnen in dem riesigen Katastrophengebiet teilweise keine Aufgaben zugeteilt bekommen hatten. „Wir lassen uns ohne Arbeit nicht abspeisen“, sagt dazu Frank Romey.

Brandenburg hilft Unwetter-Opfern

Die Bilder aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gehen unter die Haut. In Brandenburg lösen die weinenden Menschen vor ihren zerstörten Häusern Erinnerungen an die Hochwasser von 1997 und 2002 aus. Damals gab es eine bundesweite Welle der Solidarität, die die Not der Menschen gelindert hat. Jetzt ist es Zeit, davon etwas zurückzugeben. Deshalb rufen die Märkische Oderzeitung und die Lausitzer Rundschau in Kooperation mit dem Landkreis Märkisch-Oderland zu einer Spendenaktion „Wir helfen“ auf.
Für die Spenden aus Brandenburg wurde ein Konto eingerichtet: Landkreis Märkisch-Oderland, IBAN: DE39 1705 4040 0020 0662 95, Stichwort: Spenden Hochwasserhilfe 2021
Alle Details zur Spendenaktion "Wir helfen" finden Sie hier.