Vandalismus in Cottbus
: Festnahme nach Zerstörung von Monitor für NS-Ausstellung

Ein Mann soll am Cottbuser Hauptbahnhof einen Bildschirm einer Ausstellung zur NS-Geschichte  beschädigt haben. Die Polizei hat einen Verdächtigen festgenommen. Was über die Tat bekannt ist.
Von
dpa ,
Stephan Meyer
Cottbus
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Im Hauptbahnhof in Cottbus findet derzeit eine Ausstellung zu Deportationen in der NS-Zeit statt. Ein Monitor wurde laut Menschenrechtszentrum zerstört. Die Polizei hat einen Verdächtigen festgenommen. (Symbolbild)

Frank Hammerschmidt/dpa
  • Cottbus: Monitor einer NS-Ausstellung im Hauptbahnhof wurde zerstört.
  • Bundespolizei griff am Abend des 30. Juli 2026 einen stark betrunkenen Mann auf.
  • Der Promillewert lag laut Polizei bei 4,2 – es wird wegen Sachbeschädigung ermittelt.
  • Der Mann soll mit der Faust gegen die digitale Anzeige geschlagen haben.
  • Das Menschenrechtszentrum erstattete Anzeige und will den Bildschirm ersetzen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein Projekt zur Erinnerung an Opfer der NS-Zeit ist in Cottbus beschädigt worden. Ein Bildschirm am Hauptbahnhof, der Teil einer Ausstellung zur NS-Geschichte ist, sei zerstört worden und funktioniere nicht mehr, sagte heute die Geschäftsführerin des Menschenrechtszentrums Cottbus, Heide Schinowsky. Sie habe Anzeige erstattet.

Eine Sprecherin der Bundespolizei sagte, eine Streife habe am Donnerstagabend, 30. Juli 2026, einen stark betrunkenen Mann aufgegriffen. Genauer gesagt um 23.05 Uhr, wie die Pressestelle der Bundespolizei auf Nachfrage präzisiert. Der Bahnhof ist grundsätzlich rund um die Uhr zugänglich.

Der Promillewert des Beschuldigten betrug laut Polizei 4,2. Es werde wegen Sachbeschädigung gegen den Mann ermittelt. Er soll mit der Faust gegen die digitale Anzeige geschlagen haben. Zum Motiv konnte die Bundespolizei bislang keine Angaben machen.

Das Menschenrechtszentrum ist ein Träger der im Juni eröffneten Ausstellung „Cottbus: Ein Bahnhof der Erinnerung. Deportationen und Zwangsarbeit im Nationalsozialismus“. Sie thematisiert Deportationen jüdischer Menschen in Zügen vom Bahnhof Cottbus aus und will an ihre Schicksale erinnern.

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„Ein solcher Angriff trifft (...) weit mehr als ein technisches Gerät.“
Heide Schinowsky
Geschäftsführerin des Menschenrechtszentrums Cottbus

Ein solcher Angriff trifft deshalb weit mehr als ein technisches Gerät. (...)“, sagte Schinowsky. Der Monitor ist im Bahnhofsgebäude neben der normalen Abfahrtstafel für Züge installiert. Das Menschenrechtszentrum will den zerstörten Bildschirm nun ersetzen.