Die USA sind mitten in den Vorbereitungen für das größte Militärmanöver, das Europa in den vergangenen 25 Jahren gesehen hat. Bei „Defender 2020“ wird eine komplette Division der US-Armee aus den Staaten über den Atlantik und quer durch Deutschland nach Polen verlegt. Erste Transporte wurden bereits in der Lausitz gesichtet. Das Gros der Truppenverlegungen auf Straße und Schiene soll allerdings erst noch kommen.

Dagegen formiert sich der Widerstand aus Friedensbewegung, Linkspartei und anderen Gruppen. Die Lausitz, die mit dem Bahnhofsknoten Cottbus und dem Truppenübungsplatz Oberlausitz zentrale Durchlaufpunkte für die US-Truppen bietet, soll dabei im Fokus stehen.

Demo am Donnerstag in Cottbus

Einen Auftakt plant die Linkspartei bereits am Donnerstag, 30. Januar, in Cottbus. Unter dem Motto „Defend Peace: Stop Defender 2020“ ruft der Landesverband Brandenburg ab 16 Uhr zur Demo am Cottbuser Bahnhof auf. „Die Transportzüge rollen gerade in diesen Tagen durch Cottbus. Diesem Aufmarsch können und wollen wir nicht tatenlos zusehen“, erklärt die Linkspartei. „Gemeinsam wollen wir uns gegen diese militärische Machtdemonstration stellen.“

Noch am gleichen Abend ist zudem ein Vernetzungstreffen in Weißwasser geplant. Veranstalter hier ist die Linke Görlitz. Im Büro der Landtagsabgeordneten Antonia Mertsching (Linke) sollen weitere Aktionen geplant werden.

Manövergegner vernetzen sich in Leipzig

Weitere Proteste sind offenbar bereist in Planung. Bei einem Treffen in Leipzig wurden dazu am Wochenende erste Verabredungen der verschiedenen beteiligten Organisationen und Parteien getroffen. Heike Krahl, Oberlausitzer Linkenpolitikerin, war dabei und berichtet von rund 120 Teilnehmern. „Als gemeinsamer Tag soll von allen der Elbe Day genutzt werden“, informierte sie nach dem Treffen auf Facebook. Dieser findet vom 24. bis 26. April statt.

Washington/Weißkeißel/Warschau

Bereits am 3. April soll es eine gemeinsame Aktion an dem am Manöver beteiligten Truppenübungsplätzen und an der Grenze geben. Details dazu sind noch nicht bekannt.

Am 28. März soll es laut Krahl eine Friedenskonferenz in Weißwasser geben.