Uni-Medizin in Cottbus
: Nach Warnstreik – Spannung vor der dritten Tarifrunde?

Die Tarifverhandlungen für mehr als 2300 Mitarbeiter an der Uniklinik Cottbus gehen in die dritte Runde. Der Vorstand der Uni-Medizin hat ein neues Angebot angekündigt.
Von
Antje Posern
Cottbus
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Warnstreik MUL-CT CTK: Warnstreik an der Uni-Klinik – mehr Geld für Pflegekräfte als Ziel
Die Gewerkschaft Verdi erhöht den Druck im Konflikt mit der Leitung der Medizinischen Universität in Cottbus.
Pflegekräfte an der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT) in Cottbus sollen mehr verdienen, fordert die Dienstleistungsgesellschaft Verdi. Doch auch in der zweiten Runde der Tarifverhandlungen für die rund 2350 nichtärztlichen Beschäftigten und rund 570 Auszubildenden sei keine Tarifeinigung erzielt worden, erklärt Verdi-Verhandlungsführer Ralf-Franke. Jetzt wird der Druck erhöht. Am Donnerstag traten Pflegekräfte in einen Warnstreik. Mehr als 500 Beschäftigte waren dem Aufruf gefolgt.

Mit Plakaten und deutlich formulierten Botschaften hatten am 3. Juli 2025 Mitarbeiter der Medizinischen Universität in Cottbus ihrem Ärger über die aus ihrer Sicht ungerechte Entlohnung Luft gemacht.

Michael Helbig
  • Tarifverhandlungen für 2350 Mitarbeitende der Uniklinik Cottbus gehen am 10. Juli 2025 in Runde drei.
  • Neuer Tarifvorschlag angekündigt – Vorstand will bessere Arbeitsbedingungen sichern.
  • Frust bei Beschäftigten: Verdi fordert Angleichung an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst.
  • Pflegekräfte verdienen bis zu 4200 Euro weniger als in vergleichbaren Kliniken in Potsdam oder Dresden.
  • Über 500 Mitarbeitende beteiligten sich am Warnstreik – Arbeitgeber sprach von 190 Streikenden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Tarifverhandlungen für die rund 2350 nichtärztlichen Beschäftigten und rund 570 Auszubildenden der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL-CT) gehen am Donnerstag (10. Juli 2025) in die dritte Runde. Nachdem der zweite Verhandlungstermin Ende Juni keine Einigung gebracht hatte, waren am 3. Juli 2025 mehr als 500 Mitarbeiter dem Aufruf der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi zum Warnstreik gefolgt.

Der Arbeitgeber spricht derweil nur von rund 190 streikenden Mitarbeitern der MUL-CT. Davon abgesehen, versichert der Vorstandsvorsitzende der Universitätsmedizin Eckhard Nagel, dass die Botschaften des Streiks gesehen würden. „Unzufriedenheit jeglicher Art und die Ursachen werden wir ernst nehmen“, sichert er zu. Auch für diese Forderungen und Anklagen werde am dritten Verhandlungstag Zeit sein.

Tarifstreit an der Uniklinik Cottbus: Das sagt der Vorstand zu

„Wir haben ein überarbeitetes Angebot zugesagt und halten Wort. Ich sehe der nächsten Runde zu einem neuen Tarifvertrag optimistisch entgegen“, betont Nagel. Zum Angebot selbst hält er sich vor den Verhandlungen zurück. Sie stünden „im Zeichen der zukünftig bestmöglichen Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden unserer jungen Universitätsklinik“. Er wirbt aber auch dafür, gemeinsam und ehrlich auf das bereits Erreichte zu schauen.

Die Erwartung auf Seiten der Arbeitnehmer sind groß. Der Frust ebenso, wie beim ersten ganztägigen Warnstreik zu hören war. „Von uns wird in Cottbus Spitzenleistung für Spitzenmedizin erwartet, und wir stemmen den Umbau zum Universitätskrankenhaus. Dafür wollen wir auch tariflich entsprechend behandelt werden“, formulierte OP-Schwester Yvonne Exner im Vorfeld.

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Tarifstreit an der Uniklinik Cottbus: Frust der Mitarbeiter ist groß

Der Vorstand der Uniklinik hatte zugesagt, am 10. Juli 2025 ein neues Tarifangebot vorzulegen. Vom ersten Vorschlag der Arbeitgeberseite seien die Beschäftigten sehr enttäuscht, sagte Verdi-Verhandlungsführer Ralf Franke. Er liege weit hinter den Forderungen von Verdi und enthalte nicht die vollständige Angleichung an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst, hatte Franke kritisiert.

Beispiel: Eine Pflegekraft an der MUL-CT würde demnach im Verlauf von zwei Jahren etwa 4200 Euro weniger verdienen als an vergleichbaren Kliniken in Potsdam, Berlin und Dresden sowie selbst an der kleineren Uniklinik in Brandenburg an der Havel. Zumal auch dort die erbrachten medizinischen Leistung genauso vergütet würden wie in Cottbus. Gefordert werde eine Gleichbehandlung mit anderen Krankenhausbeschäftigten im öffentlichen Dienst, stellt Ralf Franke klar.