Uni-Medizin in Cottbus
: Warnstreik geplant – diese Mitarbeiter wollen mehr Geld

Die Gewerkschaft Verdi hat einen Warnstreik an Cottbuser Medizinischen Universität angekündigt. Das sind die Forderungen des nichtärztlichen Personals.
Von
Antje Posern
Cottbus
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Medizin Universität Lausitz MUL : Medizinische Universität Lausitz - Carl Thiem (MUL) (ehem. CTK)

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Jetzt wird der Druck erhöht: Anfang Juli 2025 ist ein Warnstreik an der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL-CT) in Cottbus geplant.

Michael Helbig
  • Warnstreik an der Uni-Medizin Lausitz in Cottbus für 3. Juli 2025 angekündigt.
  • Verdi fordert TVöD-Angleichung für 2350 Beschäftigte und 570 Azubis.
  • Pflegekräfte erhalten teils bis zu 4230 Euro weniger als TVöD-Beschäftigte.
  • Notfälle bleiben gesichert, geplante Eingriffe werden verschoben.
  • Online-Petition fordert Unterstützung von Brandenburgs Wissenschaftsministerin.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das nichtärztliche Personal an der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL-CT) in Cottbus soll in Zukunft mehr verdienen, fordert die Dienstleistungsgesellschaft Verdi. Doch auch in der zweiten Runde der Tarifverhandlungen für die rund 2350 betroffenen Beschäftigten und rund 570 Auszubildenden sei keine Tarifeinigung erzielt worden, erklärt Verdi-Verhandlungsführer Ralf-Franke. Jetzt wird der Druck erhöht. Für Donnerstag (3. Juli 2025) ist ein Warnstreik angekündigt.

Vom Frühschichtbeginn bis zum Spätschichtende seien die nichtärztlichen Beschäftigten und Auszubildenden der Medizin-Uni zum Warnstreik aufgerufen, teilt Ralf Franke mit. Der Vorstand der MUL-CT sei darüber am 26. Juni 2025 informiert worden. Die Gewerkschaft habe eine Notdienstvereinbarung angeboten. Damit werde die Behandlung von Notfällen sichergestellt, um Gesundheit oder Leben von Patienten nicht zu gefährden. Geplante Eingriffe, Diagnostik und Therapien, die aufgeschoben oder von anderen Krankenhäusern in der Region geleistet werden könnten, würden nicht erbracht.

Tarif-Poker in Cottbuser Uni-Klinik: Das sind die Forderungen

Die Tarifverhandlungen hatten am 21. Mai 2025 begonnen. Am 16. Juni 2025 habe die Medizin-Uni ein erstes Angebot vorgelegt. Das bleibe allerdings weit hinter den Forderungen zurück und enthalte auch nicht die vollständige Angleichung an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD), stellt Ralf Franke klar. Danach würde eine Pflegefachkraft in Wechselschichtarbeit auf einer chirurgischen oder internistischen Station mit mindestens 15-jähriger Berufserfahrung im Zeitraum von zwei Jahren ab Mai 2025 bis April 2027 insgesamt etwa 4230 Euro weniger Entgelt erhalten, als ihr nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst im gleichen Zeitraum zustehen würde.

„Die Verdi-Mitglieder und Beschäftigten bei der Medizinischen Universität Lausitz fordern, dass für sie mindestens die gleichen Arbeitsbedingungen gelten wie für die Beschäftigten beim kommunalen Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam, beim kleinen kommunalen Universitätsklinikum in Brandenburg an der Havel, beim städtischen Klinikum in Dresden und bei Charité und Vivantes in Berlin. Bei all diesen Krankenhäusern gilt der TVöD“, sagt Ralf Franke.

In Cottbus wird auch Unterstützung von Brandenburgs Wissenschaftsministerin Manja Schüle (SPD) erwartet. Das Cottbuser Bündnis für gute Daseinsfürsorge hat eine Online-Petition gestartet, die die Ministerin auffordert, „sich aktiv für die Forderungen der Beschäftigten am MUL-CT einzusetzen“.