Die Herbstferien in Berlin, Brandenburg und Sachsen stehen vor der Tür. Zwei Wochen Zeit, um etwas Tolles in der Lausitz zu unternehmen.
  • Was können Familien mit Kindern in der Lausitz unternehmen?
  • Was kostet der Spaß?
  • Gibt es auch Ausflüge, die kostenlos sind?
Kinder sind toll – und teuer. Durchschnittlich 148.000 Euro investieren Eltern in ein Kind bis zum Erwachsenwerden. Das hat das Statistische Bundesamt ermittelt. Und da sind noch nicht mal die Mehrkosten für eine größere Wohnung oder der Verdienstausfall, wenn die Eltern ihre Arbeitszeit reduzieren, mitgerechnet.
Teuer sind oft auch gemeinsame Freizeiterlebnisse, die bei Kindern gut ankommen. Für Kino- oder Schwimmbad- oder Freizeitpark-Besuch mit der gesamten Familie geht richtig viel Geld drauf. Die Lausitzer Rundschau hat Tipps zusammengestellt, die wenig oder gar nichts kosten.

Spielplatz-Hopping in Hoyerswerda

Der Teil für die kleinen Kinder: Eine Nestschaukel, Klettermöglichkeiten und eine Rutsche stehen zur Verfügung.
Der Teil für die kleinen Kinder: Eine Nestschaukel, Klettermöglichkeiten und eine Rutsche stehen zur Verfügung.
© Foto: Sascha Klein
In Hoyerswerda ist ein neuer Super-Spielplatz zwischen Albert-Schweitzer- und Paul-Ehrlich-Straße eröffnet worden. Als Klettersteine sind Felsen aus der Sächsischen Schweiz aufgetürmt. 2,80 Meter hoch. Das Spielplatz-Areal ist so konzipiert, dass Groß und Klein Spaß haben können.
Nur 500 Meter entfernt liegt der nächste große Spielplatz. Von dort sind es fünf Minuten Fußweg zum Zuse-Computermuseum, das viele Angebote für Kids und Familien hat. Die Familienkarte kostet 15 Euro.
Von dort aus geht es mit dem Auto zum dritten Spielplatz in den Hoyerswerdaer Ortsteil Schwarzkollm. Auch der ist toll und nur zwei Auto-Minuten von der Krabatmühle entfernt. Dort ist der Eintritt frei.

Mit Eseln, Lamas und Alpaka wandern

Alpakas helfen durch ihre ruhige Art bei der Entschleunigung und sind bei Kindern sehr beliebt. Wanderungen haben mehrere Anbieter in der Lausitz im Angebot.
Alpakas helfen durch ihre ruhige Art bei der Entschleunigung und sind bei Kindern sehr beliebt. Wanderungen haben mehrere Anbieter in der Lausitz im Angebot.
© Foto: Steffen Rasche
Sind Esel wirklich so störrisch und dumm, wie das Sprichwort besagt? Das können Familien mit Kindern ab vier Jahren bei einer geführten Wanderung mit den Experten des Eselwanderhofes Spree-Neiße in Groß Kölzig herausfinden.
Auch mit Lamas und Alpakas können Familien im Lausitzer Seenland zu Rundgängen aufbrechen. Christine Berthold von Weggefährten (Tel. 0152 21698050) bietet anderthalbstündige Touren für Familien mit Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren ab Senftenberg und Neupetershain an.
Für Kinder ab vier Jahre gibt es individuell buchbare Wanderungen mit Alpakas bei Cornelia Schnippa von Lausitzleben (Tel. 0157 850 938 69) am Geierswalder See. Auf ihrem Erlebnishof können auch andere Bauernhoftiere wie Rinder, Meerschweinchen und Wachteln beobachtet und gefüttert werden.

Escape-Room-Abenteuer in der Bibliothek Guben

Im Arbeitsraum des verstorbenen Bibliothekars Erwin Buchecker müssen Rätsel gelöst werden, um auf die Spur geheimnisvoller Artefakte zu kommen.
Im Arbeitsraum des verstorbenen Bibliothekars Erwin Buchecker müssen Rätsel gelöst werden, um auf die Spur geheimnisvoller Artefakte zu kommen.
© Foto: Elisabeth Rönsch
In Escape-Rooms müssen knifflige Rätsel gelöst werden, so auch in der Bibliothek in Guben. Während des Spiels werden die Teilnehmer in einem Raum eingeschlossen und müssen innerhalb einer Stunde den Schlüssel finden, um das Spiel zu gewinnen. Im Raum befinden sich Hinweise und Rätsel.
Zwei Varianten gibt es: Bei „Das Geheimnis des Bibliothekars“ betritt man das Büro des unter mysteriösen Umständen verstorbenen Bibliothekars Erwin Buchecker. Er galt als letzter Besitzer eines geheimnisvollen Artefakts. Bei „Gefangen in der Bibliothek“ werden die Teilnehmer von einer gruseligen Hexe, die die ganze Bibliothek unter ihre Macht gestellt hat, gefangen genommen.
Buchungen sind nur mit einer Woche Vorlauf unter 03561 68712300 möglich. Der Spaß ist kostenfrei und für Kinder ab neun Jahren geeignet.

Rätsel-Radtour um Geierswalder und Senftenberger See

Familienradtour am Senftenberger See
Familienradtour am Senftenberger See
© Foto: Tourismusverband Lausitzer Seenland e.V., Nada Quenzel
An acht Stationen entlang des 37 Kilometer langen Radwegs sind knifflige Rätsel eingebaut, die allein oder gemeinsam mit der Familie gelöst werden sollen. Die Tour ist für Familien mit Kindern im Grundschulalter konzipiert.
Sehenswert unterwegs sind die:
Start der Tour ist am Parkplatz Großkoschen. Die Tour kann auch an zwei Tagen abgeradelt werden: 19,4 Kilometer um den Geierswalder See und 17,6 Kilometer um den Senftenberger See. Ein Flyer mit der Wegstrecke steht als Download zur Verfügung und ist in der Touristinfo erhältlich.

Teufelsberg und slawische Siedlung in Dissen/Spreewald

Das Ochsengespann mit dem Teufel hinter dem Pflug lockt Touristen wie Einheimische hinauf auf den Aussichtshügel inmitten der Dissener Spreeauenlandschaft. Das Kunstwerk wurde vom Holzbildhauer Hans-Georg Wagner geschaffen.
Das Ochsengespann mit dem Teufel hinter dem Pflug lockt Touristen wie Einheimische hinauf auf den Aussichtshügel inmitten der Dissener Spreeauenlandschaft. Das Kunstwerk wurde vom Holzbildhauer Hans-Georg Wagner geschaffen.
© Foto: ©Michael Helbig
Für Outdoor-Fans ist die renaturierte Spreeaue in Dissen bestens geeignet. 33 Millionen Euro sind in das in Brandenburg einmalige Projekt geflossen. Der durch Menschenhand begradigte Flusslauf wurde in seine ursprüngliche Auenlandschaft zurückverwandelt. Für Kinder gibt es einen Naturspielplatz, den Weidentunnel und Teufelsberg. Entlang des Flusslaufes kann Rad gefahren, geskatet oder gewandert werden.
Im Storchendorf Dissen ist ein Besuch im Heimatmuseum zu empfehlen, in dem allerlei Geheimnisse der sorbisch-wendischen Bauern gelüftet werden. Hinter dem Museum grenzt der Freiluftbereich „Stary lud“ (übersetzt: Altes Volk) an. Hier sind fünf rekonstruierte slawische Siedlungshäuser zu sehen. Eis aus eigener Herstellung gibt es im Café Liska.

Vom Zwerg zum Riesen – Entdeckungstour durch Cottbus

Der Cottbuser Postkutscher Kai-Uwe Geske bläst in sein Horn. Den Spruch von Cottbuser Postkutscher kennt wohl jeder. Was es noch in der Stadt zu entdecken gibt, erleben Kinder auf einer Entdeckertour auf eigene Faust.
Der Cottbuser Postkutscher Kai-Uwe Geske bläst in sein Horn. Den Spruch von Cottbuser Postkutscher kennt wohl jeder. Was es noch in der Stadt zu entdecken gibt, erleben Kinder auf einer Entdeckertour auf eigene Faust.
© Foto: Michael Helbig
Wer der Cottbuser Postkutscher ist und warum man unbedingt auf den Oberkirchturm steigen sollte, erfahren Kinder bei einer Entdeckertour durch die Lausitzmetropole. Die sechs Kilometer lange Tour beginnt und endet an Cottbus-Service an der Stadthalle. Hier gibt es auch Flyer mit Wegbeschreibung.
Der Weg führt unter anderem zum:
  • Spielplatz in der Puschkinpromenade,
  • zur Spreemeile mit Sportgeräten und Boulderfelsen,
  • in den Goethepark am Amtsteich,
  • zu den historischen Gerberhäusern am Mühlgraben,
  • zum Spremberger Turm und
  • auf den Altmarkt, der guten Stube von Cottbus.
Zum Rätseln unterwegs gibt es 37 Fragen, die beantwortet werden können.

Gratis-Ausblick auf den Cottbuser Ostsee

Der Kletterfelsen auf den Schlichower Höhen bietet einen guten Ausblick auf den künftigen Cottbuser Ostsee, der geflutet der größte künstliche See Deutschlands werden soll.
Der Kletterfelsen auf den Schlichower Höhen bietet einen guten Ausblick auf den künftigen Cottbuser Ostsee, der geflutet der größte künstliche See Deutschlands werden soll.
© Foto: Michael Helbig
Die ehemalige Braunkohlegrube für den Cottbuser Ostsee, der der größte künstliche See Deutschlands werden soll, wird noch geflutet. Doch ein Blick auf das Mega-Projekt lohnt sich schon jetzt. Der Aussichtsturm in Merzdorf hat 173 Stufen und ist 34 Meter hoch. Zirka zwei Kilometer entfernt sind die Schlichower Höhen. Hier sind ein Kletterfelsen sowie Spiel- und Sportgeräten zu finden.
Im Erlebnispark Teichland gibt es eine Sommerrodelbahn und in der Wintersaison Eisstockschießen, ein Labyrinth, Minigolf oder Tubingbahn, einen Götterpfad und mehr. Der Eintritt ist frei, für einzelne Attraktionen werden Gebühren fällig. Eine Fahrt mit der Sommerrodelbahn kostet beispielsweise 2,20 Euro für Kinder bis 14 Jahre.

Geocaching-Tour um die Talsperre Spremberg

Geocaching hat überall auf der Welt Fans. Bei der GPS-Schnitzeljagd legen Menschen Verstecke an, die anhand geografischer Koordinaten im Internet gefunden werden können. Wer das Versteck gefunden hat, kann sich in einem Logbuch verewigen und den gefundenen Schatz gegen einen neu hinterlegten eintauschen.
Eine solche Geocaching-Tour gibt es auch um den Spremberger Stausee, mit mehreren Varianten und mehreren Verstecken. Das kostet nichts, allerdings wird ein Smartphone benötigt, um die Geocaching-App herunterladen zu können.
Familienpost
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