Tag des offenen Denkmals 2025
: Das erleben Besucher in Cottbus und Spree-Neiße

Historische Gebäude in Cottbus und Spree-Neiße bieten am Tag des offenen Denkmals 2025 seltene Einblicke. Ein Überblick über die Höhepunkte.
Von
Antje Posern
Cottbus
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Sieben Denkmale öffnen am 14. September in Cottbus und Spree-Neiße ihre Türen für Besucher. Dazu gehören die Parkschmiede Branitz, die Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus, der Bahnhof Drebkau, das Schloss Hornow und das Archäotechnische Zentrum Welzow.

Tag des offenen Denkmals 2025: Sieben Denkmale öffnen in Cottbus und Spree-Neiße ihre Türen. Dazu gehören die Parkschmiede Branitz, die Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus, der Bahnhof Drebkau, das Schloss Hornow und das Archäotechnische Zentrum Welzow. Ebenfalls auf Besucher freuen sich das Schloss Schacksdorf und das alte Pfarrhaus in Groß Döbbern.

SFPM/Michael Helbig/Frank Hammerschmidt/Annett Igel/Collage: Sebastian Schubert
  • Am 14. September 2025 öffnen sieben Denkmale in Cottbus und Spree-Neiße ihre Türen.
  • Parkschmiede Branitz bietet Führungen zur Sanierung und Pückler-Dokumenten.
  • Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus zeigt Ausstellungen und bietet Zeitzeugen-Führungen.
  • Schloss Hornow und Pfarrhaus Groß Döbbern mit Führungen, Ausstellungen und Programm.
  • Schloss Schacksdorf feiert 300 Jahre mit Jazz-Konzert, Kinderprogramm und Führungen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Stets am zweiten Sonntag im September warten beim bundesweiten Tag des offenen Denkmals wieder spannende Einblicke in denkmalgeschützte Gebäude und Anlagen, die zum Teil nicht immer für die Öffentlichkeit zugänglich sind.

In Cottbus und Spree-Neiße öffnen sieben Objekte am 14. September 2025 ihre Türen. Es warten kostenfreie Führungen, ein Trödelmarkt und Mitmach-Aktionen.

Parkschmiede Cottbus: „Von der historischen Parkschmiede zur Wissensschmiede“ gibt es um 10, 13 und 15 Uhr bei exklusiven Führungen einen Einblick in die Parkschmiede im Branitzer Park. 2024 wurde sie nach umfassender Sanierung und Restaurierung wiedereröffnet. Einst Schmiede, Torhaus, Stallung und Museum, sind hier heute die Forschungsbibliothek sowie das Archiv der Branitzer Pückler-Stiftung untergebracht. Damit sind historische Dokumente, Pläne und Zeitzeugnisse rund um Fürst Pückler und sein Lebenswerk wieder unter einem Dach vereint.

Anmeldung: 0355 75150 oder service@pueckler-museum.de

Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus: Das Menschenrechtszentrum öffnet von 13 bis 18 Uhr die Gedenkstätte in der Bautzener Straße. Vereinsvorsitzende Heide Schinowsky kündigt zwei besondere Führungen an: um 13 Uhr durch die Ausstellung „Haft – Zwang – Willkür. Vom Jugendgefängnis zum Frauenzuchthaus 1933–1945“ sowie um 15 Uhr mit einem Zeitzeugen durchs ehemalige Gefängnis.

Ausstellungen informieren zur Friedlichen Revolution, zur Verfolgung von Zeugen Jehovas und zur Stasi-Haft. Es gibt eine Bürgerberatung zur Stasi-Akteneinsicht, Kreativangebote sowie einen Bücher- und Kuchenbasar.

Tag des offenen Denkmals 2025: Flohmarkt am Bahnhof Drebkau

Neuer Bahnhof Drebkau: Björn Burow hat das ehemalige Empfangsgebäude der Bahn an der ursprünglichen Strecke Cottbus-Großenhain gekauft und erweckt es Schritt für Schritt zu neuem Leben. Von 10 bis 16 Uhr öffnet er sein Haus und berichtet bei Führungen (11/13/15 Uhr) vom Stand der Arbeiten und seinen Plänen für den Bahnhof. Auf der Wiese nebenan findet ein Trödelmarkt statt. Im Gebäude ist eine Fotoausstellung des Vereins Lebenshilfe von und mit Menschen mit Behinderungen zu sehen.

Altes Pfarrhaus Groß Döbbern: Es heißt zwar Pfarrhaus, doch ein Pfarrer hat hier nie gewohnt. 1785 von Graf Silvius August von Pückler erbaut, wird es jetzt 240 Jahre alt. Nachdem es lange dem Verfall preisgegeben war, kümmert sich seit 20 Jahren ein Förderverein um Sanierung und Belebung des Gebäudes. Am Denkmaltag öffnet es von 15 bis 19 Uhr.

Eine Pückler-Büste wird eingeweiht, Führungen sind im Angebot. Es gibt Ausstellungen zum Gebäude und zu den Störchen von Groß Döbbern. Wer Lust hat, kann an einer Boule-Meisterschaft teilnehmen. Auch Live-Musik, frisches Brot aus dem Dorfbackofen und leckerer Kuchen gehören zum Programm.

Führungen im Schloss Hornow zum Tag des offenen Denkmals

Schloss Hornow: Zu DDR-Zeiten war das Schloss Wohnhaus, beherbergte Schwesternstation, Kindergarten und Friseur. 2004/2005 übernahm die damalige Gemeinde Hornow-Wadelsdorf die Sanierung. Heute ist hier der Hornower Kulturverein zu Hause, bietet Veranstaltungen vom Kinder-Kino über Mal-Kurse bis zu Konzerten sowie einen offenen Bücherschrank an. Von 13 bis 17 Uhr werden jeweils zu Beginn jeder vollen Stunde Führungen zur Schloss-Geschichte angeboten.

Hinweis: Das Schloss ist nicht barrierefrei. Zum Eingang geht es über eine siebenstufige Treppe. Die Toiletten liegen im Keller,

Archäotechnisches Zentrum (ATZ) Welzow: Ursprünglich als Werksfeuerwehr einer Brikettfabrik gebaut und direkt am Rand des ehemaligen Tagebaus gelegen, hat sich das ATZ der außerschulischen Bildungsarbeit verschrieben. Am Sonntag hat das Gelände in der Fabrikstraße von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Um 11 und 13 Uhr führt Detlef Pusch von den Heimatfreunden Welzow zur denkmalgeschützten ehemaligen Feuerwache der Eintracht AG.

Bereits am 13. September 2025, 16 bis 20 Uhr, öffnet das ATZ zur Museumsnacht. Im Angebot sind Workshops zum Kartoffel- und Blaudruck, eine Schnitzeljagd für Kinder und eine Führung um den Clara-See. Kontakt: 035751 28244, info@atz-welzow.de

Denkmaltag: Jazz im Schlosspark von Groß Schacksdorf

Schloss Schacksdorf: Das Gutshaus und Schloss Schacksdorf blickt 2025 auf eine 300-jährige Geschichte zurück. Seit 1998 befindet es sich im Besitz der Familie Keilholz. Zur Jubiläumsfeier lädt sie am Denkmaltag von 12 bis 16 Uhr zu Führungen, Kaffee und Kuchen, kalten Getränken und einem Imbiss sowie Kinderprogramm nach Groß Schacksdorf ein.

Höhepunkt ist ein Jazz-Konzert mit dem Trio Laccasax ab 13 Uhr im Schlosspark.