Cottbus ist eine überaus erfolgreiche Modellstadt. Deshalb ist sie wohl auch der richtige Ort, um die neue Initiative des Landes Brandenburg „Meine Stadt der Zukunft“ vorzustellen. Für die Auftaktveranstaltung ist Infrastrukturminister Guido Beermann (CDU) von Potsdam in den Brandenburger Süden gereist. Mit dabei Stadtplaner und Vertreter zahlreicher Brandenburger Kommunen. Mit der Initiative will das Ministerium die Städte fit für die Zukunft machen und den Wissensaustausch fördern.

Vier Brandenburger Modellvorhaben

Landesweit sollen demnach vier Modellvorhaben ausgewählt werden, von deren Wissen alle Städte profitieren sollen. Minister Beermann sagt: „Wir sind auf die Ideen und Hilfe der Städte angewiesen, um Lösungen für die Zukunftsfragen zu finden.“ Dabei gehe es um die Digitalisierung, vitale Innenstädte, Quartiersentwicklungen und die Energiewende. „Die Arbeits- und Lebensbereiche der Menschen werden sich ändern und damit auch ihr Mobilitätsverhalten. Die Energie- und Wärmewende findet in den Städten statt.“ Mit der Landesinitiative „Meine Stadt der Zukunft“ sollen die Kommunen bei einer selbstbewussten, zukunftsorientierten Stadtentwicklungspolitik unterstützt werden.

Nicht nur in Beton investieren

Stadtplaner Prof. Dipl-Ing. Martin zur Nedden gehört zu Jury, die im Februar die Modellvorhaben ausloben wird. Er betont: „Es ist wichtig, nicht nur in Beton zu investieren. Die Kommunen müssen auch konzeptionell in die Lage versetzt werden, sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen.“ Diese Denkprozesse hätten durch die Corona eine noch viel größere Bedeutung erhalten. „Die Pandemie hat die Entwicklung beschleunigt.“