Spree in Cottbus: Verbot der Wasserentnahme überraschend aufgehoben

Die Spree in Sandow in Cottbus bei Niedrigwasser. Inzwischen hat sich die Lage wieder ein wenig entspannt.
Michael Helbig- Cottbus hob das Verbot der Wasserentnahme ab dem 8. September 2026 auf.
- Der Pegel in Leibsch stieg nach Regen, die Lage gilt jedoch nur als stabilisiert.
- Grundlage war die Entscheidung des Landesamts für Umwelt an der Messstelle Leibsch.
- Zuvor galt das Verbot seit dem 22. August wegen niedriger Spreepegel.
- Bei erneut sinkenden Pegeln könnte ein neues Verbot jederzeit folgen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das erst Ende August verhängte Wasserentnahmeverbot für Flüsse, Seen und Gräben in Cottbus ist schon wieder Geschichte. Wie die Stadt am Dienstag mitgeteilt hat, gilt der Widerruf ab sofort, also seit dem 8. September 2026. Damit darf im Stadtgebiet wieder Wasser aus Oberflächengewässern mit Pumpen entnommen werden.
Hintergrund sei die entspanntere Lage an der für Cottbus entscheidenden Messstelle im brandenburgischen Leibsch im Unterspreewald, heißt es in einer Mitteilung aus dem Cottbuser Rathaus. Dort haben sich die Abflusswerte nach den Niederschlägen der vergangenen Tage so weit verbessert, dass das Landesamt für Umwelt die Beschränkungen zurücknehmen konnte. An diesem Pegel orientiert sich, ob Kommunen entlang der Spree ein Entnahmeverbot erlassen müssen.
Die Stadt Cottbus hatte die Allgemeinverfügung am 21. August veröffentlicht, in Kraft trat sie am 22. August. Auslöser waren die damals stark gesunkenen Wasserstände in der Spree infolge von Hitze und ausbleibendem Regen.
Spree-Pegel in Leibsch ist entscheidend für Cottbus
Aus dem Rathaus hieß es damals außerdem, die Reserven der Talsperren seien weitgehend aufgebraucht. Betroffen von dem Verbot waren vor allem Gartenbesitzer, Kleingärtner und landwirtschaftliche Betriebe. Das Schöpfen mit der Gießkanne blieb jedoch weiterhin erlaubt.
Maßgeblich ist stets die Entwicklung am Spree-Pegel in Leibsch, am Ausgang des Unterspreewalds. Mit Einschränkungen bei der Wasserentnahme muss gerechnet werden, wenn der Abfluss dort sieben Tage in Folge unter 2,5 Kubikmetern pro Sekunde liegt. Mitte August war dieser Wert mit nur noch 1,4 Kubikmetern pro Sekunde deutlich unterschritten worden. Nach dem Regen der vergangenen Tage hat sich die Lage nun vorerst stabilisiert.
Trotz der Aufhebung bleibt die Situation an der Spree angespannt. Sollten die Pegel erneut deutlich sinken, könnte ein Verbot jederzeit wieder nötig werden.


