Spree in Cottbus: Stadt verbietet Entnahme von Wasser

Niedrigwasser an der Spree. Das Foto enstand nn der Nähe von Spremberg (Spree-Neiße). Nicht nur dort liegen viele Boote auf dem Trockenen.
Frank Hammerschmidt/dpa- Cottbus plant ein Entnahmeverbot für Oberflächengewässer – Entscheidung steht bevor.
- Grund ist die anhaltende Trockenheit: Die Spree führt in Cottbus deutlich weniger Wasser.
- An der Spreebrücke Sandow: 93 cm Pegel, 7,57 m³/s Abfluss, Stand 19. August 2026.
- Maßstab ist die Messstelle Leibsch: sieben Tage unter 2,5 m³/s lösen Einschränkungen aus.
- Tagsüber Pumpen aus Seen und Flüssen wäre untersagt, Gießkannen-Schöpfen meist erlaubt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nicht nur den großen Flüssen in Deutschland wie Rhein, Donau und Elbe fehlt das Wasser. Die extremen Hitzewellen und die fehlenden Niederschläge machen auch der Spree in Cottbus zu schaffen. Für Umweltfachbereichsleiter Stephan Böttcher ist das keine Überraschung. Bisher habe man noch von den Reserven der Talsperren gezehrt, doch diese seien aufgebraucht, begründet er.
Am Freitag, 21. August, hat die Stadt Cottbus ein Entnahmeverbot von Wasser aus Oberflächengewässern wie Flüssen und Seen auf den Weg gebracht. Dazu ist eine Allgemeinverfügung auf der Internetseite der Stadt veröffentlicht worden. Demnach tritt die Untersagung am Sonnabend, 22. August, in Kraft.
Damit ist die „Entnahme von Wasser aus Oberflächengewässern mittels Pumpvorrichtung im gesamten Stadtgebiet jetzt ganztägig, also auch in den Abend- und in den frühen Morgenstunden, untersagt“, heißt es in einer Mitteilung aus dem Cottbuser Rathaus. Und weiter: „Die Allgemeinverfügung gilt bis auf Widerruf, mindestens aber bis einschließlich 30.09.2026.“
Nachdem die Arbeitsgemeinschaft Niedrigwasser getagt hat, stand bereits seit einigen Tagen fest, dass ein Wasserentnahmeverbot auch in Cottbus unvermeidlich sein wird. Die Stadt wollte gemeinsam mit den anderen Kommunen und dem Land handeln.
So ist es um die Pegelstände in Cottbus bestellt
Der Pegelstand an der Spreebrücke Sandow lag in den vergangenen Tagen bei 93 Zentimetern, die Abflussgeschwindigkeit bei 7,57 Kubikmetern pro Sekunde, wie das Landesportal Brandenburg informiert (Stand: 19. August 2026). Zum Vergleich: Der niedrigste Wasserstand, der jemals an diesem Punkt gemessen wurde, liegt bei 46 cm am 22. September 1935. Der geringste Wasserabfluss wurde mit 1,16 Kubikmetern pro Sekunde am 17. September 1911 erreicht.
Vom Wasserentnahmeverbot betroffen sind vor allem Gartenbesitzer und Kleingärtner sowie landwirtschaftliche Betriebe. Das Wasserschöpfen mit der Gießkanne bleibt hingegen auch weiter erlaubt.
Im vergangenen Jahr war eine entsprechende Allgemeinverfügung bereits im Juni 2025 erlassen worden. Entscheidend für ein Wasserentnahmeverbot ist letztendlich immer der Wert an der Messstelle in Leibsch im Unterspreewald. Mit Einschränkungen muss immer dann gerechnet werden, wenn der Abfluss sieben Tage lang unter 2,5 Kubikmetern pro Sekunde liegt. Am 17. August 2026 wurden nur noch 1,4 Kubikmeter Wasser pro Sekunde erreicht.

