Spree in Cottbus
: Zu wenig Wasser, Stadt will Entnahme verbieten

Die Spree führt immer weniger Wasser und das hat Folgen. Die Stadt Cottbus bereitet ein Entnahmeverbot für Oberflächengewässer vor. Wann es kommen soll
Von
Silke Halpick
Cottbus
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Spree Sandow Niedrigwasser: Der Pegel der Spree in Sandow an der Sandower ist auf Grund der lang anhaltenden Trockenheit inzwischen relativ niedrig.

Der Pegel der Spree in Cottbus-Sandow an der Sandower Brücke ist auf Grund der lang anhaltenden Trockenheit inzwischen relativ niedrig. Die Stadt reagiert und bereitet ein Wasser-Entnahmeverbot vor.

Michael Helbig
  • Cottbus plant ein Entnahmeverbot für Oberflächengewässer – Entscheidung steht bevor.
  • Grund ist die anhaltende Trockenheit: Die Spree führt in Cottbus deutlich weniger Wasser.
  • An der Spreebrücke Sandow: 93 cm Pegel, 7,57 m³/s Abfluss, Stand 19. August 2026.
  • Maßstab ist die Messstelle Leibsch: sieben Tage unter 2,5 m³/s lösen Einschränkungen aus.
  • Tagsüber Pumpen aus Seen und Flüssen wäre untersagt, Gießkannen-Schöpfen meist erlaubt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nicht nur den großen Flüssen in Deutschland wie Rhein, Donau und Elbe fehlt das Wasser. Die extremen Hitzewellen und die fehlenden Niederschläge machen auch der Spree in Cottbus zu schaffen. Für Umweltfachbereichsleiter Stephan Böttcher ist das keine Überraschung. Bisher habe man noch von den Reserven der Talsperren gezehrt, doch diese seien aufgebraucht, begründet er.

Nachdem die Arbeitsgemeinschaft Niedrigwasser getagt hat, steht jetzt fest, dass ein Wasserentnahmeverbot vor der Tür steht. Ende dieser Woche oder Anfang der nächsten Woche sei deshalb mit einer entsprechenden Allgemeinverfügung der Stadt Cottbus zu rechnen, wie Böttcher angekündigt. Man wolle gemeinsam mit den anderen Kommunen und dem Land handeln.

Der aktuelle Pegelstand an der Spreebrücke Sandow liegt bei 93 Zentimetern, die Abflussgeschwindigkeit bei 7,57 Kubikmetern pro Sekunde, wie das Landesportal Brandenburg informiert (Stand 19. August 2026). Zum Vergleich: Der niedrigste Wasserstand, der jemals an diesem Punkt gemessen wurde, liegt bei 46 cm am 22. September 1935. Der geringste Wasserabfluss wurde mit 1,16 Kubikmetern pro Sekunde am 17. September 1911 erreicht.

Ein Wasserentnahmeverbot hat in der Vergangenheit immer bedeutet, dass tagsüber kein Wasser aus Oberflächengewässern – also Seen und Flüssen – mittels Pumpvorrichtungen entnommen werden darf. Davon betroffen sind vor allem Gartenbesitzer und Kleingärtner sowie landwirtschaftliche Betriebe. Das Wasserschöpfen mit der Gießkanne bleibt hingegen meist erlaubt.

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Im vergangenen Jahr wurde die Allgemeinverfügung bereits im Juni 2025 erlassen. Entscheidend für das Wasserentnahmeverbot ist der Wert an der Messstelle in Leibsch im Unterspreewald. Mit Einschränkungen muss immer dann gerechnet werden, wenn der Abfluss sieben Tage lang unter 2,5 Kubikmeter pro Sekunde liegt. Am 17. August 2026 wurden nur noch 1,4 Kubikmeter Wasser pro Sekunde erreicht.