Schleusung bei Cottbus
: 149 unerlaubte Einreisen – darunter auch mehrere Kinder

Allein 69 der 149 unerlaubten Einreisen im Süden von Brandenburg wurden auf der Autobahn A15 bei Cottbus und Roggosen festgestellt. Darunter auch mehrere Kinder.
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mm
Cottbus
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Täglich gibt es Meldungen von unerlaubten Einreisen: Unter den geschleusten Personen, die nun bei Cottbus festgestellt wurden, befanden sich auch mehrere Kinder. (Symbolfoto)

Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Die Bundespolizei hat am Donnerstag (28. September) die unerlaubte Einreise von insgesamt 149 Personen auf gedeckt und zwei mutmaßliche Schleuser vorläufig festgenommen. Das teilt die Pressestelle der Bundespolizei mit.

Festgestellt wurden die Menschen unterschiedlicher Nationalitäten bei zehn Kontrollen. Neben irakischen, afghanischen, chinesischen und iranischen Staatsangehörigen bildeten Syrer und Türken den größten Anteil.

In zwei Fällen schleusten zwei Georgier insgesamt 69 Personen ein. Am Donnerstag gegen 9 Uhr hatten Einsatzkräfte an der Autobahn 15, Anschlussstelle Cottbus Süd, einen Pkw aus dem Zulassungsbezirk Berlin kontrolliert. Neben dem 44-jährigen georgischen Fahrzeugführer befanden sich weitere 14 Personen, darunter neun Kinder im Alter von acht Monaten bis zwölf Jahren, im Fahrzeug. Keiner der Mitinsassen hatte für den Aufenthalt in Deutschland legitimierende Dokumente bei sich.

Jüngstes Kind bei Roggosen erst sechs Monate alt

Wenig später, um 9.15 Uhr, stoppten Bundespolizisten an der A15 in Höhe der Anschlussstelle Roggosen einen Transporter mit polnischer Zulassung. In der Fahrerkabine sowie auf der Ladefläche transportierte der 47-jährige georgische Fahrer weitere 55 Personen, darunter 28 Kinder im Alter von sechs Monaten bis 14 Jahren. Alle Personen konnten keine gültigen Reisedokumente vorweisen.

Gegen die beiden mutmaßlichen georgischen Schleuser leitete die Polizei Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Einschleusens von Ausländern unter lebensgefährdenden Bedingungen ein. Sie sollten am Freitag (29. September) einem Haftrichter vorgeführt werden.

Gegen die strafmündigen mutmaßlich Geschleusten ermittelt die Bundespolizei wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise und des unerlaubten Aufenthaltes. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen und Äußerung von Schutzersuchen leiteten Einsatzkräfte sie zur Erstaufnahmeeinrichtung in Brandenburg weiter.