Illegale Einreise Kreis Görlitz: Unfall bei Podrosche – Schleuser will Polizeiauto abdrängen

Der Grenzübergang in Podrosche wird von den Schleusern genutzt.
Regina WeißNach dem schweren Unfall mit einem Schleuserfahrzeug in Bad Muskau und mehreren Verletzten hat sich nur wenige Tage später ein ähnlicher Fall bei Podrosche zugetragen.
Wie Pressesprecherin Ivonne Höppner von der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf berichtet, ist am 28. September kurz nach Mitternacht am Grenzübergang Podrosche ein weißer polnischer Kleintransporter nach Deutschland eingereist. Bei dem Versuch, das Fahrzeug zu kontrollieren, gab der unbekannte Fahrer Gas.
Schleuser will Streifenwagen bei Podrosche abdrängen
Als der Streifenwagen den Fluchtwagen überholen wollte, versuchte der Schleuser die Beamten von der Straße abzudrängen. Dabei kam er selbst von der Straße ab und fuhr in den Straßengraben. Der Fahrer flüchtete in das naheliegende Waldstück. Auf der Ladefläche seines Transporters ließ er 18 syrische Staatsangehörige eingesperrt zurück.
Suche nach Schleuser mit Hubschrauber
Die Suche nach dem Schleuser blieb trotz der Unterstützung eines Polizeihubschraubers erfolglos, so Ivonne Höppner. Bei dem Unfall wurde zum Glück keine Person verletzt. Die Unfallaufnahme erfolgt zuständigkeitshalber durch die Landespolizei. Der Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf hat die Ermittlungen zu dem unbekannten Schleuser und den damit verbundenen lebensgefährdenden Umständen der Schleusung aufgenommen.
Insgesamt hat die Bundespolizei bereits am Mittwoch (27. September) fünf Schleuser festgenommen und 148 Migranten in Gewahrsam überführt.
