Lesermeinung: Gericht als Kasperletheater?

Der Prozess am Landgericht Cottbus gegen einen Mann, der seine Frau krankenhausreif geprügelt haben soll, zieht sich in die Länge. Zeugenaussagen gibt es bisher keine.
Foto: Frank HammerschmidtDieser Beitrag liest sich wie der Bericht über die Aufführung eines Kasperle–Theaters. Wieso lässt sich ein Gericht so etwas bieten! Dieser Mensch ist ein brutaler Mörder (wenn es auch nicht ganz so weit kam), und egal ob geisteskrank oder nicht, der gehört hart angefasst und hinter Gitter. Stattdessen bekommt er Drogen und Streicheleinheiten. Und die Rolle der Verteidiger: absolut unmöglich.
Mit lächerlichen Anträgen und Ausreden (der Angeklagte kann sein Schlafbedürfnis nicht befriedigen) ziehen sie den Prozess in die Länge. Ich war bisher der Ansicht, dass Gerichte eine respektgebietende Institution sind, war wohl falsch.
⇥Wolfgang Roßbach, Cottbus

