Himmelfahrt 2025 im Lausitzer Seenland: Drei Radtouren – zu Wölfen, Tagebauen und Seen

Neben der Seenland-Route führt auch der Themenradweg „Vom Bergmann zum Seemann“ am Großräschener See entlang. Auf dieser Tour bekommen die Radler Einblicke in die Entwicklung von der Kohlengrube zum gefluteten Restloch.
TVB Lausitzer Seenland / Nada Quenzel- Himmelfahrt 2025: Radwege im Lausitzer Seenland bieten spezielle Touren, wie die Wolfstour.
- 45 km lange Wolfstour ab Weißwasser; Infotafeln und Sehenswürdigkeiten wie der Findlingspark.
- Weitere Touren: "Vom Bergmann zum Seemann" (54 km) und "Zu den Felsen aus Glas" (23 km).
- Radbroschüre des Tourismusverbands jetzt in aktualisierter Version erhältlich.
- Weitere Infos unter www.lausitzerseenland.de/radtour-wolf.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Keine andere Tierart ist in der Lausitz so umstritten wie der Wolf. Vor über einem Vierteljahrhundert waren die ersten Raubtiere in der Muskauer Heide aufgetaucht. Und sie blieben. Inzwischen gilt die Lausitz flächendeckend mit den Graupelzen besiedelt. Rudel gesellt sich an Rudel, alljährlich verursachen Wölfe erhebliche Schäden an Nutztierbeständen. Und dennoch faszinieren diese Räuber. Schon allein durch ihre Größe, ihre Heimeligkeit und vor allem durch den Mythos, der sie umgibt.
Kein Wunder, dass es in der Region einen Radweg gibt, auf dem sich Freizeitsportler mit den Graupelzen auseinandersetzen können. „Dem Wolf auf der Fährte“ lautet der Titel der 45 Kilometer langen Tour, die in Weißwasser am Bahnhof beginnt. Von dort geht es über asphaltierte Radwege und wenig befahrene Nebenstraßen, teils feste Schotterwege, informiert der Tourismusverband Lausitzer Seenland als Initiator des Themenradweges. Mehrere Infotafeln geben Auskunft zu den Wölfen. Zunächst führt die Tour zum Lausitzer Findlingspark nach Nochten mit mehr als 7000 Findlingen und einer beeindruckenden Pflanzenwelt.
Vom Bärwalder See zum Erlichthof Rietschen
Weiter geht es zum Bärwalder See, einer gefluteten Tagebaugrube. Dann führt die Trasse durch das Wolfsgebiet nach Rietschen zum dortigen musealen Erlichthof. Dort wird die ursprüngliche Bau- und Wohnkultur der Region präsentiert. In der Wolfsscheune öffnet mittwochs bis sonntags sowie an Feiertagen wie Himmelfahrt und in den sächsischen Ferien auch dienstags, jeweils von 10 bis 17 Uhr, eine kleine Ausstellung zum Thema des Radweges.
Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke gibt es unter anderem im Findlingspark, am Bärwalder See sowie in Rietschen. Zu Himmelfahrt und jetzt im Frühsommer empfiehlt sich diese Tour besonders, schon aufgrund des Blütenreichtums und der Tatsache, dass viele Einrichtungen in die neue Saison gestartet sind. Im Internet finden Interessenten den Link zur Tour unter www.lausitzerseenland.de/radtour-wolf
Vom Rostigen Nagel bietet sich nur ein 270-Grad-Blick
Im Lausitzer Seenland gibt es derzeit 15 Themenradwege. Die Themen reichen von Bergbaugeschichte über Natur und Umwelt, Architektur und Kirchengeschichte bis zu sorbischen Traditionen. Als Panoramaroute könnte man die 54 Kilometer lange Tour „Vom Bergmann zum Seemann“ bezeichnen. Start und Zielpunkt befinden sich an den IBA-Terrassen in Großräschen. Über den Ilse-Kanal geht es zunächst zum Tagebau Welzow-Süd. Dabei handelt es sich um eine von insgesamt vier Lausitzer Gruben, in denen noch heute Braunkohle abgebaut wird.

Auf zwei Rädern durch die Region - sie gilt wahrlich als ein Paradies für Radfahrer. Und auf den Themenradwegen können sowohl Gäste als auch Einheimische neue Einblicke gewinnen und neues Wissen erwerben.
Joachim RehleÜber Lieske mit dem dortigen Hofimbiss, den es bereits seit zehn Jahren gibt, geht es quer durchs Lausitzer Seenland zum Rostigen Nagel. Von dessen knapp 30 Meter hoher Aussichtsplattform bietet sich ein 270-Grad-Blick über die Landschaft im Wandel. Die Aussicht nach Senftenberg und zum Senftenberger See ist wegen der dortigen Hochkippe hingegen nicht möglich.
Unterhalb des Rostigen Nagels befindet sich der Imbiss „Rostlaube“, ein weiterer Stopp lohnt sich rund vier Kilometer weiter am Schleusenwärterhaus am Koschener Kanal. Anschließend führt die Trasse zum Senftenberger Stadthafen mit seinem maritimen Flair. Über die Reppister Höhe, die tatsächlich eine 360-Grad-Rundsicht über die Region und den Großräschener See bietet, wird der Ausgangspunkt Großräschen wieder erreicht. www.lausitzerseenland.de/radtour-bergmann-seemann
Zum Glassand in die Bucksche Schweiz
Wer es kürzer mag, dem ist die Tour durch die Brandenburger Oberlausitz zu empfehlen. Diese trägt den Namen „Zu den Felsen aus Glas in die Buck'sche Schweiz“. Im Mittelpunkt steht dabei das einzigartige Naturdenkmal, das zwar nur knapp drei Hektar groß ist, aber ein Gebirge im Miniformat bildet. Vom Bahnhof Hosena geht es zunächst ins benachbarte Hohenbocka und zum westlich des Ortes gelegenen Aussichtsturm auf dem Prossenberg. Dort lohnt nicht nur ein Aufstieg, sondern ebenso ein Abstieg in den früheren Heinrich-Schacht.
Die insgesamt 23 Kilometer lange Strecke führt dann über Peickwitz zum Südufer des Senftenberger Sees. Dort lohnt die Besteigung des schiefen Aussichtsturms, da von diesem ein Panoramablick auf die rund 250 Hektar große Seeinsel möglich ist. Anschließend geht es nach Großkoschen mit seinen touristischen Angeboten und zurück nach Hosena. Entlang der Strecke gibt es mehrere Einkehrmöglichkeiten, dennoch ist das Mitführen eigener Verpflegung grundsätzlich nie falsch. Weitere Informationen zu sämtlichen Themenradwegen gibt es unter www.lausitzerseenland.de/de/erleben/radfahren/thematische-tagestouren.html
Seenland-Radbroschüre gibt es jetzt als Neuauflage
Als Geheimtipp im Lausitzer Seenland gelten die Themenradwege durch die Region. Die entsprechende Radbroschüre, welche zu Ostern als komplett aktualisierte Neuauflage erschienen ist, stellt sie vor. Das Heft des Tourismusverbandes Lausitzer Seenland mit insgesamt 68 Seiten ist kostenfrei erhältlich unter www.lausitzerseenland.de/radbroschuere.



