Ein Jahr lang hat der Forschungseisbrecher Polarstern im Auftrag des Alfred-Wegener-Institutes (AWI) während der Mosaic-Expedition im arktischen Eis verbracht. Das Ziel: einen Meilenstein in der Klimaforschung zu setzen. Kamerateams waren während der gesamten Zeit dabei und haben die Wissenschaftler bei ihrer Forschung im Epizentrum des Klimawandels begleitet. Am Montag, 16. November, 20.15 Uhr, feiert der Dokumentarfilm „Expedition Arktis – Ein Jahr. Ein Schiff. Im Eis.“ TV-Premiere. Das Erste zeigt den 90-minütigen Film von Regisseur Philipp Grieß zu Beginn der ARD-Themenwoche #WieLeben.
Auf dem Bildschirm wird sich dann auch Thomas Wunderlich wiederfinden. Der Burger ist einer von zwei Kapitänen auf der Polarstern und hat das Schiff mit seinen 100 Mann Besatzung und Wissenschaft im zweiten Halbjahr der Expedition sicher durch das Eis des Nordpolarmeeres gesteuert. Wunderlich kennt die TV-Doku selbst noch nicht. „Deshalb werde ich am Montag selbst vor dem Fernseher sitzen. Ich bin gespannt auf das Ergebnis“, so der Spreewälder Seemann. In einem wöchentlichen Rundschau-Podcast hatte Thomas Wunderlich seit Juni von der Expedition berichtet und dabei auch Fragen von Rundschau-Lesern beantwortet. Auch in dieser Woche wird Thomas Wunderlich wieder von der Mosaic-Expedition berichten müssen. Am Montagabend ist er bei der rbb-Sendung Zibb zu Gast.
Zehn Dinge, die ein Spreewälder mit zum Nordpol nimmt

Polarstern-Expedition Zehn Dinge, die ein Spreewälder mit zum Nordpol nimmt

Schreibtisch statt neue Polarstern-Abenteuer

Die mediale Präsenz, die diese besondere Polarstern-Fahrt hatte, bekam Thomas Wunderlich bei seiner Rückkehr aber nicht zu spüren. Als er den Kamera-Rummel bei der Ankunft am 12. Oktober in Bremerhaven überstanden hatte, wurde es schlagartig ruhiger. Auch seine Ankunft im Spreewald unterschied sich nicht von der nach anderen Touren. Jetzt hat der Burger noch zwei Wochen Urlaub vor sich und wird danach aber zu seinem Bedauern nicht sofort wieder in See stechen. Thomas Wunderlich: „Auf mich wartet erstmal der Schreibtisch in Bremerhaven. Das war aber vorher schon so ausgemacht.“ Auch wenn er gern wieder auf Expedition gehen möchte, macht die nächste Fahrt mit der Polarstern sein Kapitänskollege. Diesmal geht es allerdings genau in die andere Richtung – in die Antarktis.
Wer nach dem Dokumentarfilm am Montag noch mehr wissen will, bekommt auch mehr: Während der Ausstrahlung der Dokumentation „Expedition Arktis“ antworten Teilnehmende der Mosaic-Expedition aus den Bereichen Wissenschaft und Logistik auf dem Twitter-Account des AWI auf Fragen der Zuschauer. Direkt im Anschluss an die Dokumentation ist AWI-Direktorin Prof. Antje Boetius in der ARD-Talkrunde „Hart aber fair“ zu Gast. Am Dienstag, 17. November, spricht Expeditionsleiter Markus Rex in der ZDF-Talkshow „Markus Lanz“ zum Thema.
Dem Dokumentarfilm „Expedition Arktis“ schließen sich drei weitere Dokumentationen über die Arktis-Expedition an. Sie widmen sich einem Atmosphärenphysiker aus Potsdam, einer Ozeanografin aus Bremerhaven, einem Meteorologen aus Offenbach sowie einer Helikopter-Crew aus Emden, einer Ärztin und einem Koch aus dem Norden.

Die Polarstern im Fernsehen


Die Sendetermine im Überblick:

- „Expedition Arktis – Ein Jahr. Ein Schiff. Im Eis.“, Montag, 16. November, 20.15 Uhr, ARD

- „Expedition Arktis - Von Brandenburg an den Nordpol", Dienstag, 17. November, 21.15 Uhr, rbb Fernsehen

- „Markus Lanz“, Dienstag, 17. November, 23.45 Uhr, ZDF

- „Die Reportage: Expedition Arktis - Wie Norddeutsche im Eis um unser Klima kämpfen", Mittwoch, 18. November, 21 Uhr, NDR Fernsehen

- „Expedition Arktis – Was macht ein Wettermann im Eis?", Donnerstag, 19. November, 21.45 Uhr, hr-Fernsehen