Demonstration gegen AfD: Jetzt auch in Cottbus – Bündnis ruft zum Protest gegen rechts auf

Das Bündnis #Unteilbar-Südbrandenburg ruft für Sonntag, den 21. Januar 2024, um 11 Uhr zu einer Kundgebung in Cottbus auf, um „für Vielfalt, Weltoffenheit und gegen die extreme Rechte“ zu demonstrieren.
Margarete Blumenthal / #Unteilbar-SüdbrandenburgSeitdem das Recherchezentrum Correctiv ihre Recherche „Geheimplan gegen Deutschland“ veröffentlichte, gehen in ganz Deutschland tausende Menschen gegen die AfD auf die Straße. Correctiv berichtet von einem Geheimtreffen von Neonazis und AfD-Vertretern, bei dem Pläne zur massenhaften Ausweisung von Menschen aus der Bundesrepublik geschmiedet worden seien. Jetzt wird am Wochenende auch in Cottbus dagegen demonstriert.
Das Bündnis #Unteilbar-Südbrandenburg ruft für Sonntag (21. Januar 2024) um 11 Uhrzu einer Kundgebung vor der Stadthalle Cottbus auf, um „für Vielfalt, Weltoffenheit und gegen die extreme Rechte„ zu demonstrieren.
Neben Unterstützerinnen und Unterstützern aus Politik, Kirche und Kultur erwarten die Veranstalter auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD), den Cottbuser Oberbürgermeister Tobias Schick (SPD) und die Präsidentin der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg Prof. Dr. Gesine Grande.
Zahlreiche Veranstaltungen gegen rechts geplant
Die Organisatoren der Kundgebung fordern von der Bundesregierung, den Rechtsruck in der Gesellschaft mit allen Mitteln zu bekämpfen und die Möglichkeit eines AfD-Verbots zu prüfen.
„Die AfD hat bei den Geheimtreffen wieder ihr abscheuliches Gesicht gezeigt: Die Partei will alle Menschen vertreiben, die nicht zu ihrem rassistischen Gedankengut passen“, sagt Juliana Meyer von #Unteilbar-Südbrandenburg.
Neben Cottbus sind am Wochenende auch in Spremberg, Eberswalde, Luckenwalde, Perleberg und vielen anderen deutschen Städten Aktionen gegen rechts geplant.
In Berlin ist am Sonntagnachmittag (16.00 Uhr) ein Protest vor dem Bundestag unter dem Motto „Demokratie verteidigen: Zusammen gegen Rechts“ geplant. Dazu aufgerufen hat ein breites Bündnis unterschiedlicher Organisationen. Der Demonstrationszug soll laut Polizei am Platz der Republik starten und über die Marschallbrücke durch das Regierungsviertel zurück zum Bundestag führen. Nach Angaben der Polizei sind 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet.
Unter dem Hashtag #WirSindDieBrandmauer ruft das neu gegründete Bündnis Hand in Hand am 3. Februar 2024 zu einer Großdemonstration in Berlin auf.
Bundesweit demonstrieren Menschen für die Demokratie
Bundesweit sind in den vergangenen Tagen Zehntausende Menschen bei vergleichbaren Demonstrationen auf die Straße gegangen. Häufig wurden die erwarteten Teilnehmerzahlen deutlich übertroffen. Am Samstag (20. Januar) waren deutschlandweit mehr als 100.000 Menschen gegen rechts und für die Demokratie auf die Straße gegangen – unter anderem auch in Spremberg.
Auslöser der seit mehreren Tagen andauernden Proteste ist ein Bericht des Medienhauses Correctiv aus der vergangenen Woche über ein bis dahin nicht bekanntes Treffen von Rechtsradikalen in einer Potsdamer Villa vom 25. November 2023. An dem Treffen hatten auch mehrere AfD-Politiker sowie einzelne Mitglieder der CDU und der sehr konservativen Werteunion teilgenommen.

