Dieser Aufruf wird in der Fanszene des FC Energie Cottbus fleißig verteilt: „Alle in Rot nach Luckenwalde – auch ohne Karte“, heißt es vor dem Landespokal-Finale gegen den VfB Krieschow am Samstag (14.15 Uhr/LR-Liveticker) in Luckenwalde unter den Cottbuser Anhängern. Für Musik und Verpflegung sei auch vor dem Stadion gesorgt, heißt es dabei.
Weil laut Fußball-Landesverband Brandenburg insgesamt nur 2.832 Zuschauer beim Endspiel im Werner-Seelenbinder-Stadion dabei sein können, haben viele FCE-Fans keine Eintrittskarte bekommen. Die jeweils 1000 Tickets, die beiden Vereinen zur Verfügung standen, waren schnell verkauft.

Viele Fans von Energie Cottbus ohne Tickets

Dennoch ist damit zu rechnen, dass sich am Samstag deutlich mehr als 1000 FCE-Fans auf den Weg nach Luckenwalde machen werden. Der FCE-Fanbeauftragte Jens Petereins erklärte auf Nachfrage, dass es schwer abzuschätzen sei, wie viele Anhänger ohne Tickets tatsächlich anreisen.
Fakt ist: Drei große Fan-Busse mit Energie-Anhängern werden am Samstag nach Luckenwalde fahren. VfB-Sportvorstand Christof Lehmann hatte zudem berichtet, dass von Krieschower Seite insgesamt acht Busse unterwegs sein werden.

Fan-Auflauf vor dem Werner-Seelenbinder-Stadion?

Beim gastgebenden FSV Luckenwalde, der sein Stadion an den Fußball-Landesverband vermietet hat, sieht man dem möglichen Fan-Ansturm gelassen entgegen. FSV-Geschäftsführer Thomas Mill berichtet: „Alle Absprachen sind getroffen, die Vorbereitungen laufen.“
Dass es möglicherweise einen Fan-Auflauf auf der Straße des Friedens vor dem Werner-Seelenbinder-Stadion geben könnte, sei dem FSV-Geschäftsführer „durchaus bewusst“. Er betont allerdings: „Das ist dann allerdings keine Aufgabe für den Fußball-Landesverband als Ausrichter oder die beiden Vereine, sondern für Polizei und Ordnungsamt.“ Beim Fußball-Landesverband hieß es, dass alle Sicherheitspartner auf dieses mögliche Szenario vorbereitet seien.
Die Straße des Friedens direkt am Stadion wird für den Verkehr gesperrt, um die Sicherheit der Zuschauer zu gewährleisten und ein mögliches Verkehrschaos zu verhindern. Die Verantwortlichen haben dabei bereits Erfahrungen aus dem Vorjahr. Wegen der Corona-Beschränkungen waren beim Endspiel zwischen Fürstenwalde und Babelsberg ebenfalls Fans vor dem Stadion zugange.

Gibt es ein Parkplatz-Problem in Luckenwalde?

Eine weitere Sorge kann der FSV-Geschäftsführer den anreisenden Fans auch noch nehmen. Dass es dem Vernehmen nach nicht einmal 500 Parkplätze im gesamten Stadtgebiet gäbe und zudem auch noch einige Baustellen die Anreise erschweren würden, dementierte Mill: „In Stadionnähe gibt es keine Baustellen. Und wir haben kein Parkplatz-Problem. Es sind ausreichend Stellplätze im Stadtgebiet vorhanden.“
Der Verein hat auf seine Homepage gekennzeichnet, wo die Zuschauer am Samstag parken können. Dabei sind Stellflächen in diesen Straßen ausgewiesen: Am Waldfriedhof, Im hohen Winkel, Berkenbrücker Straße, Straße des Friedens, Arndtstraße, Beelitzer Tor, Dessauer Straße.

Stadion öffnet zwei Stunden vor Anpfiff

Dass einige dieser Parkplätze durchaus einen kleinen Fußmarsch für die Fans bedeuten, sieht Mill ebenfalls unproblematisch. Er vergleicht: „Wenn man am Stadion der Freundschaft parken will, muss man manchmal auch fast einen Kilometer laufen. Da ist es hier in Luckenwalde alles näher.“
Einen Tipp hat der FSV-Geschäftsführer zudem für alle Zuschauer: „Wer zuerst kommt, bekommt den besten Parkplatz. Außerdem kriegt er an den Versorgungsständen schnell seine Bratwurst mit einem korrespondierenden Kaltgetränk.“ Die Tore des Werner-Seelenbinder-Stadions öffnen am Samstag um 12.15 Uhr. Es gibt getrennte Eingänge für die Fans beider Lager. Anstoß ist um 14.15 Uhr.

Newsletter zum FC Energie Cottbus

Alle Informationen rund um den FC Energie Cottbus und auch den VfB Krieschow gibt es im FCE-Newsletter der Lausitzer Rundschau. Er erscheint jeden Donnerstag mit allen wichtigen Infos rund um den FCE. Hier geht es zur Anmeldung.