Regionalliga Nordost
: Greifswald, BFC Dynamo, Energie Cottbus – Spannung im Titelkampf

Wird Energie Cottbus zum Oster-Gewinner? Der FCE ist als einziges Topteam noch im Einsatz. So schätzen Greifswald, BFC Dynamo und Energie den Kampf um die Meisterschaft in der Regionalliga Nordost ein.
Von
Frank Noack
Cottbus
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  • Timmy Thiele (rechts) und Energie Cottbus spielen am Ostermontag gegen den FC Eilenburg.

    Timmy Thiele (rechts) und Energie Cottbus spielen am Ostermontag gegen den FC Eilenburg.

    Sebastian Räppold/Matthias Koch
  • Alexander Siebeck und der BFC Dynamo verloren am Gründsonnerstag beim FSV Luckenwalde mit 0:2.

    Alexander Siebeck und der BFC Dynamo verloren am Gründsonnerstag beim FSV Luckenwalde mit 0:2.

    Matthias Koch
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Das gab es in dieser Saison der Fußball-Regionalliga Nordost noch nie: Innerhalb von 24 Stunden patzte das Spitzentrio im Gleichschritt. Unter dem Strich stand für Tabellenführer Greifswalder FC, BFC Dynamo und Energie Cottbus nur ein einziger Punkt zu Buche.

Ist der Titelkampf in der Regionalliga Nordost ein Schneckenrennen? Oder wird Energie Cottbus am Ostermontag doch noch zum großen Oster-Gewinner? Der FCE hatte am Mittwoch das Nachholspiel bei Chemie Leipzig sang- und klanglos mit 0:3 (0:2) verloren. Am Gründonnerstag stolperte dann auch der BFC Dynamo beim FSV Luckenwalde und verlor 0:2 (0:1). Greifswald kam am Gründonnerstag immerhin zu einem 1:1 (1:0)-Remis bei Rot-Weiß Erfurt.

Der Greifswalder FC führt die Tabelle mit 56 an. Es folgen der BFC Dynamo (53) und Energie Cottbus (51). Komplettiert wird der 27. Spieltag allerdings erst am Ostermontag: Energie Cottbus trifft auf den FC Eilenburg (13 Uhr). Mit einem Sieg können die Lausitzer auf Platz zwei springen. So schätzen Greifswald, BFC Dynamo und Energie den Kampf um die Meisterschaft ein.

Greifswalder FC (1. Platz, 56 Punkte)

Obwohl der Greifswalder FC in Erfurt bereits nach sechs Minuten durch Guido Kocer in Führung ging, war man im Lager der Gäste mit dem Punktgewinn am Ende hochzufrieden. „Fußball ist manchmal paradox. Die erste Halbzeit war so schlecht, da haben wir eine Lehrstunde erhalten. Das war unfassbar fehlerhaft – trotzdem führen wir 1:0. Die zweite Halbzeit war dann deutlich besser. Dennoch haben wir es heute nicht verdient gehabt zu gewinnen“, lautete das Fazit von Trainer Lars Fuchs nach der Partie am Gründonnerstag im Erfurter Steigerwaldstadion.

Logisch – auch in Greifswald wird auf die Tabelle geschaut und natürlich auch darauf, was die Konkurrenz macht. „Wir haben einen Punkt mehr geholt als die Konkurrenz – noch dazu bei einem starken Gegner. Deshalb ist das ein gewonnener Punkt“, betonte Lars Fuchs in Erfurt: „Wir haben noch sieben Spiele. Warum sollen wir uns jetzt verstecken? Wir geben Vollgas und schauen dann, was rauskommt. Wir haben keinen Druck.“

BFC Dynamo (2. Platz, 53 Punkte)

Am Ende dieses stimmungsvollen Flutlichtspiels im Werner-Seelenbinder-Stadion gab es lange Gesichter beim BFC Dynamo. Die 0:2-Niederlage am Gründonnerstag in Luckenwalde ärgerte Trainer Dirk Kunert auch beim Blick auf die Tabelle. „Es ist ein bitterer Moment. Aber Niederlagen gehören im Fußball dazu. Wir stehen trotzdem weiter da oben – das kommt nicht von ungefähr. Wir müssen uns schütteln und in den letzten Spielen da sein“, sagte Kunert.

Der BFC-Trainer geht davon aus, dass der Dreikampf um den Meistertitel bis zum Schluss spannend bleibt – und der Kreis der Titel-Anwärter vielleicht sogar noch größer wird. Kunert: „Die drei Mannschaften vorn haben sich zwar einen Tick abgesetzt. Aber es wird keiner durchmarschieren. Und vielleicht schnuppert auch der eine oder andere nochmal ran. Es ist ein spannender Kampf.“

Energie Cottbus (3. Platz, 51 Punkte)

Als einziges der drei Topteams ist Energie Cottbus am Osterwochenende noch im Einsatz: am Montag gegen Eilenburg. Dann ist ein Heimsieg im Leag Energie Stadion absolute Pflicht. Zumal der FCE die desolate Leistung am Mittwoch bei Chemie Leipzig vergessen machen will.

„Vielleicht war es das eine schlechte Spiel, das jeder mal hat. Vielleicht ist dieses Spiel jetzt weg. Jedes Spiel ist jetzt ein Endspiel“, erklärte Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz nach der Pleite bei Chemie Leipzig.

FCE-Profi Dominik Pelivan betonte bereits in Leipzig: „Es ist am Montag gegen Eilenburg wieder ein guter Zeitpunkt, eine Reaktion zu zeigen und eine neue Serie zu starten.“ Kapitän Jonas Hildebrandt bekräftigte: „Es ist unser Anspruch, dass wir nach so einem Spiel eine Reaktion zeigen.“

Energie Cottbus

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