Regionalliga Nordost
: Altglienicke und Babelsberg teilen Punkte – Ali Abu-Alfa trifft spät

Am Mittwochabend teilten sich im Verfolger-Duell der Regionalliga Nordost die VSG Altglienicke und Babelsberg 03 die Punkte. Das 2:2 lässt am Ende für beide Teams den Traum vom Aufstieg in die 3. Liga kleiner werden.
Von
Peter Mertes,
Hubertus Rößler
Berlin
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Philip Türpitz von der VSG Altglienicke erzielt das Tor zur 1:0-Halbzeitführung gegen den SV Babelsberg 03 mit Janne Sietan und Gordon Büch (v.l.). Das Nachholspiel der Fußball-Regionalliga Nordost endet mit einem 2:2.

Sebastian Räppold/Matthias Koch

In der Regionalliga Nordost läuft das Aufstiegsrennen auf einen Dreikampf zwischen dem Greifswalder FC, BFC Dynamo und Energie Cottbus hinaus. Am Mittwochabend (28. Februar) verpassten es die VSG Altglienicke und der SV Babelsberg in einem Nachholspiel, eine Aufholjagd auf die Spitze aufzunehmen. Nach dem 2:2 scheint für beide Mannschaften das Fünkchen Hoffnung von der Meisterschaft langsam aber sicher zu verglühen.

VSG Altglienicke gegen SV Babelsberg – die Tore

1:0 Philip Türpitz (4.)

Ali Abu-Alfa, ehemaliger Spieler von Energie Cottbus, bringt den Ball von links flach herein und in der Mitte trifft Türpitz aus der Drehung.

1:1 Paul-Roman Wegener (74.)

Nach einer scharfen Hereingabe von Marcel Rausch grätscht Wegner den Ball über die Linie.

1:2 Matthias Steinborn (76.)

Das gleiche Muster wie beim ersten Babelsberger Treffer: Tahsin Cakmak gibt von rechts flach herein, Steinborn ist vor dem Gegenspieler am Ball und schiebt ein.

2:2 Ali Abu-Alfa (90.)

Nach einer Ecke zieht Abu-Alfa aus der Distanz ab und der Ball kullert an Freund und Feind vorbei irgendwie über die Linie.

VSG Altglienicke gegen SV Babelsberg – so lief das Spiel

Bei Altglienicke ersetzte der erst 18-jährige Tino Kaufmann den gesperrten Marvin Pourié. Auch bei den Gästen fehlte der etatmäßige Torjäger Daniel Frahn in der Startelf. Die Gastgeber ließen von Anfang an keinen Zweifel an ihrer fußballerischen Qualität aufkommen, schon nach knapp vier Minuten schnupperten sie an der frühen Führung: Doch der auffällige Kaufmann traf nur den Pfosten. Wenig später machten es die Gastgeber besser und erzielten durch Türpitz die Führung. Aber auch Babelsberg wusste gefällig zu kombinieren und erspielte sich Chancen.

Nach der Pause musste sich Altglienickes Co-Trainer Torsten Mattuschka neben den 667 Zuschauern auf der Tribüne ärgern, als sich Tolcay Cigerci bei einem Konter für den falschen Pass entschied – was dem Spielmacher äußerst selten passiert. Auch in der Folge spielten die Gastgeber ihre Möglichkeiten nicht gut aus. Dies bestraften die Babelsberger mit einem Doppelschlag. Abu-Alfas später Ausgleich rettet den Berlinern immerhin einen Punkt, der allerdings letztlich keiner der Mannschaften wirklich weiterhilft.

VSG Altglienicke gegen SV Babelsberg – der Spieler des Tages

Der Ex-Cottbuser Ali Abu-Alfa von der VSG Altglienicke war nicht nur wegen seiner Vorarbeit zur frühen Führung und wegen seines späten Ausgleichs Tores auffälligster Mann auf dem Feld.

VSG Altglienicke gegen SV Babelsberg – das sagen die Trainer

„Wir haben alles umgesetzt, was zum Fußball gehört: Leidenschaft, Pressing, viele gute Situation mit dem Ball kreiert“, sagt Babelsbergs Coach Markus Zschiesche. „Die beiden Tore waren sehr, sehr gut rausgespielt. Am Ende sind es die Kleinigkeiten, die entscheiden. So ist Fußball, die Jungs haben sich nicht belohnt. Das tut ein bisschen weh, aber müssen wir so akzeptieren.“

Altglienickes Co-Trainer Torsten Mattuschka erklärt: „Am Ende ist ein gerechtes Unentschieden, weil wir versäumt haben, das 2:0 zu machen. Wir haben richtig gut angefangen und waren richtig gut im Spiel in der ersten Viertelstunde. Dann geben wir das Spiel komplett aus der Hand und am Ende ist es trotzdem eine gute Reaktion der Mannschaft, dass wir kurz vor Schluss das 2:2 machen.“

Video-Interview mit Torsten Mattuschka und Markus Zschiesche:

VSG Altglienicke gegen SV Babelsberg – und sonst noch?

Im eher trostlosen Ambiente des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks gab es vor dem geplanten Abriss zwar nur zwei Dixi-Klos für die gesamte Haupttribüne, dafür aber einige Prominenz: So schaute sich Daniel Ziebig, einst Profi von Energie Cottbus und mittlerweile Co-Trainer des Regionalliga-Tabellenletzten Hansa Rostock II die Partie an. Die Ostseestädter müssen am Samstag (2. März) an selber Stelle bei der VSG Altglienicke antreten.

Ebenfalls auf der Haupttribüne – wenn auch unfreiwillig: Altglienickes Trainer Murat Salar nach seiner Roten Karten am Wochenende beim 2:2 bei Rot-Weiß Erfurt.

VSG Altglienicke gegen SV Babelsberg – die Tabelle

Dem Spitzentrio um Greifwald, BFC Dynamo und Energie Cottbus kann die Punkteteilung der Verfolger nur recht sein. Der Abstand zwischen dem Dritten Cottbus und Altglienicke beträgt sieben Punkte. Babelsberg hat noch einen Zähler weniger, allerdings auch noch ein weiteres Nachholspiel in der Hinterhand.

Energie Cottbus

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