Regionalliga Nordost: Stephan Schmidt – Lob für Energie Cottbus, Rauswurf bei Hertha BSC?
Es bleibt dabei: Stephan Schmidt kann im Cottbuser Stadion einfach nicht gewinnen. Das ist gut für den FC Energie – aber schlecht für den Trainer von Hertha BSC II. Im Nachholspiel der Fußball-Regionalliga Nordost kassierte Schmidt mit der Bundesliga-Reserve aus Berlin eine 0:3 (0:2)-Niederlage im Leag Energie Stadion.
Für den 47 Jahre alten Coach war es am Dienstagabend eine Rückkehr an die frühere Wirkungsstätte, die damals noch Stadion der Freundschaft hieß. Stephan Schmidt war von November 2013 bis Februar 2014 für eine kurze Zeit als Nachfolger von Rudi Bommer Cheftrainer bei Energie Cottbus in der 2. Bundesliga. Nach nur einem Punkt aus neun Spielen musste er in der Lausitz seinen Hut nehmen. Über die Stationen Schalke 04, Würzburger Kickers und Hannover 96 ist er inzwischen bei Hertha BSC gelandet.
Cottbus nah dran an Spitze der Liga
„Auf jeden Fall kommen da Erinnerungen hoch, insbesondere positive“, sagte Stephan Schmidt nach der Partie. Mit Blick auf seine kurze, erfolglose Amtszeit musste Schmidt auf dem Podium der Pressekonferenz sogar ein wenig schmunzeln: „Obwohl ich nicht so lange in meiner Amtszeit hier war, durfte ich tolle Menschen kennenlernen, die diesen Verein mit Herzblut leben. Ich habe heute alte Bekannte wiedergetroffen, wir haben uns herzlich umarmt. Das macht den Fußball aus. Deshalb wünsche ich dem Verein und vor allem dieser Region mit ihren Menschen den größtmöglichen Erfolg.“
Größtmöglicher Erfolg – das bedeutet aktuell natürlich den Titelgewinn in der Regionalliga Nordost und den Aufstieg in die 3. Liga. Energie Cottbus liegt mit 44 Punkten derzeit auf Platz drei hinter Greifswald (48) und dem BFC Dynamo (46). Allerdings haben die beiden Verfolger ein Spiel weniger absolviert als Greifswald.
Mit Blick auf Energie Cottbus hat Stephan Schmidt einen ganz besonderen Wunsch: „Für die Region würde ich mir wünschen, dass es bald in eine andere Liga geht. Wir spielen ja noch einmal gegeneinander – vielleicht ist es bis dahin schon entschieden.“
Der Wunsch von Stephan Schmidt ist nachvollziehbar. Denn am 34. und letzten Spieltag am 19. Mai tritt der FCE bei Hertha BSC II an. Ausgerechnet Schmidt könnte dann also womöglich zum Zünglein an der Waage im Titelkampf werden.
Voraussetzung ist allerdings, dass er dann noch auf der Trainerbank sitzt. Weil die Berliner Bundesliga-Reserve auf Platz 13 abgestürzt ist, steht Schmidt vereinsintern unter Beobachtung von Nachwuchsleiter Andreas „Zecke“ Neuendorf. Laut „Bild“ hat Neuendorf bereits mit zwei Trainern aus der Regionalliga Nordost Gespräche geführt: Markus Zschiesche vom SV Babelsberg und Semih Keskin (Viktoria Berlin).


