Mit viel Rückenwind geht der FC Energie Cottbus in den Jahres-Endspurt in der Fußball-Regionalliga Nordost und die Partie am Sonntag gegen den VfB Germania Halberstadt (13 Uhr/LR-Liveticker). Nach dem starken Auftritt beim 2:1-Sieg im Landespokal gegen den Erzrivalen SV Babelsberg zeigen sich die FCE-Profis zuversichtlich. Torhüter Elias Bethke sagt gar: „Wir haben jetzt noch vier Spiele – ich hoffe, dass wir daraus zwölf Punkte holen können.“
Malcolm Badu bestätigt vor dem Spiel am Sonntag gegen Germania Halberstadt: „Wir haben jetzt Selbstvertrauen getankt.“ Zudem kündigt er an: „Das Heimspiel gegen Halberstadt ist eigentlich ein ,Must-win-Game`“ für uns.

Die FCE-Profis im Video vor dem Spiel gegen Halberstadt

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Stärkste Offensive gegen schwächste Abwehr

Ein Pflichtsieg also, und ein ambitionierter Zwölf-Punkte-Plan – der Optimismus bei Energie Cottbus ist spürbar gestiegen. Die Konstellation vor dem Spiel gegen den Tabellenletzten aus dem Harz ist zumindest eindeutig: Die stärkste Offensive (30 Tore von Energie) trifft auf die schwächste Abwehr (30 Gegentore von Halberstadt) der Regionalliga.
Während der FCE mit einem Sieg möglicherweise sogar erstmals in dieser Saison die Tabellenführung übernehmen kann, steckt Halberstadt im Tabellenkeller fest. Die Mannschaft von Trainer Manuel Rost hat in dieser Saison noch kein einziges Spiel gewonnen – Energie hingegen hat in den letzten zehn Pflichtspielen nur eins verloren.

Niederlage beim BFC Dynamo abgeschüttelt

Das 1:4 gegen den BFC Dynamo scheint die Mannschaft von Chefcoach Claus-Dieter Wollitz abgeschüttelt zu haben. Malcolm Badu verdeutlicht: „Die Niederlage war ein absoluter Ausrutscher. Viele Spieler hatten an diesem Tag nicht Normalform.“ Stattdessen habe der überzeugende Sieg gegen Babelsberg gezeigt: „Wenn alle Spieler Normalform haben, dann bestimmen wir eigentlich über Sieg oder Niederlage“, so Badu.
So soll das auch am Sonntag funktionieren – wenngleich Halberstadt beispielsweise mit Justin Eilers (34) den ehemaligen Drittliga-Torschützenkönig von Dynamo Dresden im Kader hat. Dass der Routinier immer noch gefährlich ist, zeigte er zuletzt mit seinem Treffer gegen Rot-Weiß Erfurt. Erst in der Schlussminute schaffte Erfurt noch das 1:1 und rangiert mit einem Zähler noch vor Energie in der Tabelle.
Weil aber die Thüringer mit dem SV Babelsberg einen starken Gegner empfangen und die Partie von Spitzenreiter Berliner AK gegen Lok Leipzig wegen der Unbespielbarkeit des Platzes ausfällt, könnte Energie Cottbus im zweiten Anlauf der Sprung an die Tabellenspitze gelingen. Gegen den BFC hatten es die Cottbuser im Auswärtsspiel vor zwei Wochen noch verpasst.
Der FC Energie Cottbus spielt am Sonntag gegen Germania Halberstadt. Seit fünf Spielen hat Trainer Claus-Dieter Wollitz die Startelf nicht verändert. Geht er so auch in die sechste Partie?
Der FC Energie Cottbus spielt am Sonntag gegen Germania Halberstadt. Seit fünf Spielen hat Trainer Claus-Dieter Wollitz die Startelf nicht verändert. Geht er so auch in die sechste Partie?
© Foto: Grafik: Lehmann/lr

Energie Cottbus klarer Favorit

Nun stehen die Vorzeichen anders: Saisonübergreifend hat Energie acht Regionalliga-Heimspiele in Folge zu Hause gewonnen, dazu noch zuletzt der Heimerfolg gegen Babelsberg. Dieser Auftritt war bemerkenswert: „Wir haben gezeigt, dass wir kämpfen können. Und wenn wir diese Leistung immer auf den Platz kriegen, dann ist auch vieles möglich“, sagt Angreifer Eric Hottmann.
Wichtig sei es, die Leistungen aber auch immer wieder zu bestätigen. Möglicherweise ist das am Sonntag für den FCE als klarer Favorit die größte Herausforderung, um beim ambitionierten Zwölf-Punkte-Plan voranzukommen.