Es waren die ersten Tore von Neuzugang Filip Hasek für den VfB Krieschow: Beim klaren 8:0-Erfolg des Oberliga-Teams im Landespokal-Achtelfinale bei Einheit Zepernick traf der Offensivspieler dreimal. Der 25-Jährige hatte vor einem Monat beim VfB unterschrieben – sein Vertrag läuft allerdings nur bis zum Winter.
Der frühere tschechische U21-Nationalspieler ist mit höheren Ambitionen nach Deutschland gekommen. Er möchte sich für den Profi-Fußball empfehlen. Sein Start in der Oberliga war allerdings etwas holperig. Trainer Toni Lempke hatte nach dem Debüt des Neuzugangs bekundet: „Wenn er Regionalliga spielen will, war das zu wenig.“

Hasek bittet Energie Cottbus um ein Probetraining

Nach dem Pflichtsieg am Samstag im Pokal beim Landesklasse-Vertreter Zepernick attestierte der Coach: „Er hat drei Tore gemacht, lässt aber noch ein paar Chancen liegen. Aber er war natürlich trotzdem gut, weil er auch bei den anderen Toren beteiligt war.“
Hasek hat mit den Krieschowern vereinbart, dass er sich bei höherklassigen Teams im Probetraining anbieten darf. Der Blick geht dabei natürlich automatisch zum großen Nachbarn Energie Cottbus. Dort hatte FCE-Trainer Claus-Dieter Wollitz angesichts der Verletzung von Angreifer Tim Heike bekundet, dass das Regionalliga-Spitzenteam nach Verstärkung im Angriff suche.
Wird Hasek nun ein Thema beim FCE? Trainer Wollitz bestätigt: „Unser Präsident hat mich darauf angesprochen, es kam offenbar eine Anfrage, ob er mittrainieren könnte.“ Seine Antwort darauf: „Jederzeit. Sowieso dann, wenn es ein qualitativ guter Spieler ist. Ich wundere mich dann nur, warum das nicht im Vorfeld besprochen worden ist und er es nicht gleich in der höheren Liga versucht hat.“

FCE empfängt Germania Halberstadt

Der FC Energie hat nach dem Sieg im Landespokal gegen den SV Babelsberg noch vier Regionalliga-Spiele in diesem Jahr zu bestreiten. Am Sonntag (13 Uhr) empfängt der FCE das Schlusslicht Germania Halberstadt. Der VfB Krieschow muss in der NOFV-Oberliga Süd ebenfalls noch viermal ran. Am Samstag (13.30 Uhr) kommt der VfB Auerbach in den Sportpark
Dass Hasek für Energie eine Option ist, deutet an, dass sich die aufgeheizte Stimmung zwischen beiden Vereinen nach den Scharmützeln rund um das Landespokal-Finale im Mai inzwischen abgekühlt hat. Ist eine engere Zusammenarbeit wieder denkbar? Energie-Trainer Wollitz findet: „Das müssen die Vereine entscheiden.“
Er berichtet: „Ich persönlich war nach dem Pokalfinale mit Felix Geisler essen, weil ich da ein paar Themen mit ihm hatte. Das war mir auch wichtig für seinen Bruder Niklas Geisler, den ich nach wie vor für eines der größten Talente halte. Zuletzt habe ich zufällig Philipp Knechtel getroffen. Das war auch ein sehr gutes Gespräch.“

Anfeindungen beim Landespokal-Finale

Vor dem Landespokal-Finale hatte es eine emotionale Debatte um den Austragungsort Luckenwalde gegeben. Bei der Partie im Werner-Seelenbinder-Stadion war es während der 90 Minuten dann sehr hitzig zugegangen, nach dem Abpfiff gab es einen Platzsturm der Zuschauer sowie verbale Auseinandersetzungen zwischen den Verantwortlichen beider Lager.
Im Nachgang deuteten FCE-Präsident Sebastian Lemke und VfB-Sportvorstand Christof Lehmann zwar Gesprächsbereitschaft an, doch gerade bei Energie saß der Stachel angesichts der Anfeindungen aus dem Krieschower VIP-Block tief. Präsident Lemke hatte verdeutlicht: „In meinen Augen ist in Luckenwalde zwischen den beiden Vereinen viel kaputtgegangen.“ Beim VfB hatte man sich vor allem über ein Wollitz-Statement vor dem Finale geärgert. Der Cottbuser Cheftrainer hatte prognostiziert: „Der VfB Krieschow wird nie Geschichten schreiben im Fußball.“
Claus-Dieter Wollitz erläutert im Rückblick: „Es war klar, dass in diesem Spiel die Emotionen hochkochen. Aber dass dies in so einem Ausmaß passiert ist und die ganzen Begleiterscheinungen – da muss jeder für sich selbst entscheiden, warum er das getan hat. Für mich war es wichtig, dass wir das sportliche Ziel erreichen. Weil ich immer noch glaube, dass wir uns davon nicht erholt hätten, wenn es nicht geklappt hätte.“
Und seine jetzige Haltung zum VfB? „Ich freue mich für Krieschow, wenn sie gewinnen, weil da ehemalige Spieler von Energie Cottbus sind, die ich trainiert habe. Alles Weitere ist nicht mein Ding“, formuliert Wollitz.
Beim VfB Krieschow schaut man nun auf die Entwicklung von Filip Hasek. Trainer Toni Lempke betont: „Er soll bis zum Winter bei uns Gas geben und im Idealfall Tore machen. Wir hoffen, dass er in der Liga noch ein bisschen mehr zündet.“ Das wird man sicherlich auch beim FC Energie Cottbus genau beobachten.
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