Regionalliga Nordost Transfers: Chemie Leipzig weiter mit Zwangspause, Viktoria Berlin verliert Torwart
- Die Transfers und Wechselgerüchte aus der Regionalliga Nordost im Überblick.
- Das Transferfenster ist bis 1. Februar 2024 geöffnet.
- Die Vereine verstärken sich für Titelrennen und Abstiegskampf in der Fußball-Regionalliga.
- Spitzenreiter Greifswalder FC wird vom BFC Dynamo, Viktoria Berlin, Energie Cottbus und SV Babelsberg gejagt.
Transfers in die Regionalliga Nordost – der Zeitplan
Am 1. Januar 2024 öffnet das Fenster für Transfers auch in der Regionalliga Nordost. Bis zum 1. Februar können Spieler wechseln, erste Transfers stehen bereits jetzt fest.
26. Januar, 13:30 Uhr: Viktoria Berlin lässt Torwart Maximilian Kinzig nach Mainz ziehen
Maximilian Kinzig von Viktoria Berlin verlässt die Regionalliga Nordost und wechselt in die Regionalliga Südwest zur U23 von Mainz 05. Der Stammtorhüter der Berliner, der alle Saisonspiele absolviert hat, unterschreibt am Rhein einen Vertrag bis 2027. Die Torhüterschule der Mainzer gilt traditionell als eine starke und hat in den letzten Jahren mit Robin Zentner (Mainz 05), Florian Müller (SC Freiburg) und Finn Dahmen (FC Augsburg) mehrere Bundesliga-Torhüter hervorgebracht. Auf eine ähnliche Entwicklung in Rheinhessen dürfte auch der 20-jährige Kinzig hoffen.
25. Januar 2024, 18 Uhr: Erneut fällt ein Spiel von Chemie Leipzig aus
Der Start ins Jahr 2024 ist für Chemie Leipzig wie bisher verhext. Wie viele andere Vereine sollten die Sachsen eigentlich im Januar noch Nachholspiele austragen, doch nachdem schon die ersten beiden geplanten Spiele am 20. und 24. Januar abgesagt worden, ist nun auch die für den 27. Januar geplante Partie bei Viktoria Berlin abgesagt. Das Grünflächenamt der Stadt Berlin hat den Platz gesperrt. Das nächste Spiel von Chemie Leipzig soll am 2. Februar zuhause gegen Rot-Weiß Erfurt stattfinden.
23. Januar 2024, 15.30 Uhr: Viktoria Berlin leiht sich zwei Spieler vom Partnerklub
Als Tabellendritter ist Viktoria Berlin das Überraschungsteam nach der Hinrunde. Aufgrund eines großen Umbruchs im Sommer war fraglich gewesen, wie konkurrezfähig der Kader der Berliner sein würde. Mit nur drei Niederlagen aus 16 Spielen zeigte sich die Viktoria aber bestens in Form. Nun rüstet der ehemalige Drittligist weiter aus und bedient sich dafür beim Partnerklub Austria Klagenfurt in Österreich. Laurenz Dehl und Iba May wechseln nach Berlin. Wobei man bei Dehl kaum von einem Standortwechsel sprechen kann: Der 22-Jährige stand bisher bei Union Berlin unter Vertrag, wo das Arbeitspapier erst heute aufgelöst wurde. Für May ist es eine Rückkehr nach Berlin, der 25-Jährige absolvierte in der Saison 2022/23 16 Regionalliga-Spiele für die Viktoria.
23. Januar 2024, 14 Uhr: Greifswalder FC verpflichtet Johannes Manske
Der ungeschlagene Tabellenführer aus Greifswald arbeitet am Kader für die Rückrunde. Mit Johannes Manske kommt ein groß gewachsener Stürmer, der bei Ligakonkurrent VSG Altglienicke nicht über Joker-Einsätze herauskam. In Mecklenburg-Vorpommern dürfte der 23-Jährige auf mehr Einsatzzeiten und den Aufstieg in die 3. Liga hoffen. „Auf jeden Fall will ich meinen Beitrag dazu leisten möglichst viele Spiele zu gewinnen“, wird Manske in einer Pressemitteilung des Vereins zitiert. Mit seinen 1,92 Meter gibt der Stürmer den Greifswaldern auch physisch eine zusätzliche Option in der Sturmspitze, wo Soufian Benyamina (12 Tore) und Manassé Esehele (5 Tore) in der Hinrunde überzeugten.
22. Januar 2024, 13:30 Uhr: Carl Zeiss Jena verleiht Mittelfeldspieler in die Oberliga
Nur 26 Pflichtspielminuten im Thüringenpokal stehen für Oleksii Ohurtsov bei Carl Zeiss Jena zu Buche. Nun verleihen die Thüringer den 20-Jährigen in die NOFV-Oberliga Süd zum VfL Halle.
22. Januar 2024, 13 Uhr: VSG Altglienicke sagt Spiel gegen Babelsberg ab
Nachdem wegen Schnee und Eis bereits am Wochenende alle geplanten Nachholspiele abgesagt werden mussten, gibt es jetzt auch für eine unter der Woche geplante Partie die erste Absage. Die VSG Altglienicke teilt mit, dass ihr für Dienstag (23.01.) angesetztes Spiel gegen den SV Babelsberg witterungsbedingt ausfällt. Nachdem die steigenden Temperaturen zu Beginn der Woche Schnee und Eis schmelzen lassen, bereitet das dabei entstehende Wasser den Fußballplätzen im Land Probleme – zumal in Form von Regen stellenweise noch mehr hinzukommt. Zumindest beim FSV Luckenwalde haben sie trotzdem bereits erklärt, das Spiel gegen Energie Cottbus am Mittwoch (24.01./im LR-Liveticker) auf jeden Fall austragen zu wollen.
21. Januar 2024, 15 Uhr: Maximilian Krauß will Jena verlassen
Maximilian Krauß will Carl Zeiss Jena verlassen – Energie Cottbus möchte den Außenbahnspieler gern verpflichten, um sich für die Aufholjagd im Duell mit dem Greifswalder FC noch besser zu wappnen. Allerdings steht ein zähes Pokerspiel zwischen Jena und Cottbus bevor. Den aktuellen Stand in der Personalie Maximilian Krauß haben wir für euch hier zusammengefasst.
21. Januar 2024, 12 Uhr: Chemie Leipzig mit überraschender Niederlage
Chemie Leipzig hat im Testspiel gegen Oberliga Germania Halberstadt eine überraschend deutliche 1:4-Niederlage kassiert. Die Partie wurde auf Kunstrasen ausgetragen. Bei Chemie Leipzig liefen erstmal die Mittelfeld-Neuzugänge Irfan Brando und Cemal Kaymaz auf. Der Regionalligist lag bereits zur Pause mit 0:3 hinten. Janik Mäder erzielte den Ehrentreffer.
21. Januar 2024, 10 Uhr: Rot-Weiß Erfurt verliert den nächsten Spieler
Rot-Weiß Erfurt muss den nächsten Abgang verkraften. Nationalspieler Sidny Lopes Cabral wechselt zu Viktoria Köln in die 3. Liga. Der 21 Jahre alte Linksverteidiger hat für die Thüringer in zwei Jahren insgesamt 52 Partien absolviert. Lopes Cabral war im Oktober erstmals für die A-Nationalmannschaft von Kap Verden aufgelaufen. Er ist nach Samuel Biek (Miami FC/USA) und Maximilian Pronichev bereits der dritte namhafte Spieler, der Erfurt in der Winterpause verlässt.
19. Januar, 11.30 Uhr – Alle Spiele am Wochenende fallen aus
Eine Generalabsage des an diesem Wochenende geplanten Spieltags hatte der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) nicht verkünden wollen. „Die Spiele, die durchgeführt werden können, sollen definitiv durchgeführt werden“, hatte Geschäftsführer Till Dahlitz am Dienstag erklärt. Auch ohne Generalabsage kann aber nun witterungsbedingt keines der sieben geplanten Spiele stattfinden – die Partien wären Nachholspiele der im Dezember ausgefallenen Spiele gewesen, nun müssen sie erneut verschoben werden.
18. Januar, 15 Uhr – Berkan Taz hat neuen Verein
Er stand auch auf der Wunschliste von Energie Cottbus – nun hat Berkan Taz einen neuen Verein gefunden. Der 25 Jahre alte Offensivspieler wechselt innerhalb der 3. Liga von Waldhof Mannheim zum SC Verl. In der Saison 2020/21 spielte er schon für die Ostwestfalen. „Wir kennen Berkan sehr gut und haben seine Entwicklung in den letzten zwei Jahren immer im Blick gehabt. Er ist ein typischer Straßenfußballer – schnell, exzellent im Eins-gegen-eins und schwer vom Ball zu trennen. Sein Wechsel zu uns ist ein echter Gewinn für das Team“, sagt Verls Sportlicher Leiter Sebastian Lange.

Berkan Taz wechselt innerhalb der 3. Liga von Waldhof Mannheim zum SC Verl.
IMAGO/Ulrich Wagner15. Januar, 14 Uhr – Gemeinsamer Appell von Rot-Weiß Erfurt und Chemnitzer FC
Es war ein unschönes Dauerthema der Hinrunde in der Liga. Immer wieder randalierten Gästefans in den Stadien und verwüsteten vor allem die sanitären Anlagen in den jeweiligen Gästeblöcken. Der Chemnitzer FC und Rot-Weiß Erfurt haben nun entschieden, mit einem gemeinsamen Appell an die Öffentlichkeit zu gehen. Unter dem Motto „Unterstützung ja – Vandalismus nein!“ fordern die Klubs dazu auf, die Vereine stimmungsvoll und friedlich zu unterstützen. „Die Regionalliga Nordost erfreut sich höchster Attraktivität und zieht jedes Wochenende bei traditionsreichen und spannenden Spielen unzählige Zuschauer in die Stadien. Die Vereine sind stolz, diese Resonanz zu erfahren, und begrüßen volle Heim- und Gästetribünen“, schreiben die beiden Vereine.
Dies werde zu oft nach Spielende durch Zerstörungen geschmälert. „Durch die Zerstörungswut entstehen nicht nur dem Heimteam hohe Aufwände, die Gäste schaden auch aktiv ihrem eigenen Verein“, erklären die Klubs und appellieren an den Sportgeist sowie „den der Fairness und des Respekts, damit positive Erlebnisse den Vereinen und der Liga gerecht werden.“
11. Januar, 17 Uhr – Testspiel von Energie Cottbus wird verkürzt
Eine Halbzeit fällt für Energie Cottbus am Wochenende weg. Ursprünglich war das Testspiel bei Drittligist Erzgebirge Aue mit viermal 45 Minuten geplant gewesen. Nun teilen die Sachsen mit, dass die Partie auf dreimal 45 Minuten verkürzt wird. „Energie-Trainer Pele Wollitz griff höchstpersönlich zum Telefonhörer, um seinem Amtskollegen Pavel Dotchev aus personellen Gründen um den Verzicht auf ein Viertel der vereinbarten Spielzeit zu bitten“, schreibt Aue auf seiner Homepage.
11. Januar, 14 Uhr – Babelsberg schießt Hertha BSC II ab
Erfolgreicher Test für den SV Babelsberg, aber genau das Gegenteil für die U23 von Hertha BSC. Mit 7:1 siegten die Babelsberger gegen die Hauptstädter. Matthias Steinborn trifft dreifach, die weiteren Babelsberger Tore schossen Ilir Qela, Rico Gladrow und Tahsin Cakmak, zudem unterlief Hertha BSC ein Eigentor. Für die Berliner traf der aus der Zweitliga-Mannschaft aussortierte Myziane Maolida.
10. Januar, 14 Uhr – Hammer-Testspiel für Energie Cottbus bei Erzgebirge Aue
Das wird ein Testspiel mit Überlänge. Energie Cottbus testet am Samstag ab 12 Uhr bei Erzgebirge Aue. Das Duell mit dem Drittligisten geht über insgesamt dreimal 45 Minuten. Der FCE spricht in der Ankündigung von einem „echten Hammer-Test“. In Anspielung auf das Auer Wahrzeichen sei es sogar ein „zweifach gekreuzter“ Hammer. Ursprünglich waren sogar viermal 45 Minuten geplant und damit im Prinzip zwei Testspiele an einem Tag.
So mancher Fan fragt sich: Kriegt Energie Cottbus angesichts des kleinen Kaders überhaupt zwei Mannschaften zusammen? Aufseiten des FCE dürften bei diesem Hammer-Test also auch die Nachwuchsspieler wieder gefragt sein. Sie kamen auch schon beim 7:0 gegen Landesligist Wacker Ströbitz am Samstag zum Einsatz. Gespielt wird im Erzgebirgsstadion – allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
Erzgebirge Aue feierte am Mittwoch einen deutlichen 7:0-Testspielsieg gegen den ZFC Meuselwitz – schon dieses Spiel war in Überlänge ausgetragen worden.
9. Januar, 17.30 Uhr – BFC Dynamo muss Testspiel absagen
Der BFC Dynamo hat am Dienstag das für Mittwoch angesetzte Testspiel gegen den BFC Preussen aus der Berlin-Liga abgesagt. „Aufgrund der aktuellen Wetterlage und den damit einhergehenden Platzbedingungen ist die Austragung des Testspiels gegen den BFC Preussen unter wettkampfnahen Bedingungen nicht möglich“, heißt es auf der BFC-Internetseite. Die Berliner starten am 19. Januar mit dem Spiel gegen den Berliner AK ins Regionalliga-Jahr 2024 – falls die Temperaturen und die Witterungsbedingungen es bis dahin zulassen.
9. Januar, 14 Uhr – Carl Zeiss Jena holt Co-Trainer vom Berliner AK
Nach der Entlassung von René Klingbeil hat Henning Bürger bei Carl Zeiss Jena übernommen. Als Co-Trainer bekommt er Florian Matk an die Seite, sein bisheriger Verein Berliner AK hat den 32-Jährigen mit Blumen verabschiedet. „Wir wünschen Flo bei seiner neuen sportlichen Herausforderung maximalen Erfolg“, schreibt der BAK in den Sozialen Medien. 2012 stand Matk kurzzeitig im Kader der zweiten Jenaer Mannschaft.
Zusätzlich haben die Thüringer auch ihren neuen Torwarttrainer vorgestellt, Bernd Jayme übernimmt den Posten und wird gleichzeitig Torwart-Koordinator im Nachwuchsleistungszentrum des Vereins. Zuletzt arbeitete der 48-Jährige in ähnlicher Rolle 2020 beim damaligen Zweitligisten Darmstadt 98.
9. Januar, 12.50 Uhr – Chemnitzer FC nimmt Aue-Stürmer mit ins Trainingslager
Der Chemnitzer FC nimmt Luc Elsner vom FC Erzgebirge Aue als Probespieler mit ins Trainingslager in die Türkei. Der Verein teilte mit: „Der 19-jährige Stürmer bekam vom Drittligisten die Genehmigung zum Mittrainieren beim CFC, um sich für ein potenzielles Leihgeschäft bei den Himmelblauen anzubieten. Elsner wird ebenso wie U19-Spieler Ole Schiebold mit den Himmelblauen ins Trainingslager nach Belek fliegen, um mit dem Regionalliga-Team zu trainieren.“
Chemnitz ist eines von wenigen Regionalliga-Teams, die im Winter ins Ausland fliegen, um dort zu trainieren. Am Mittwoch steigt das Team in den Flieger in Richtung Türkei.
9. Januar, 7.45 Uhr – Unruhe beim 1. FC Lok Leipzig um Präsident Torsten Kracht
Beim 1. FC Lok Leipzig herrscht große Unruhe um Präsident Torsten Kracht. 21 Mitarbeiter von Lok Leipzig haben sich mit einem Brief an den Aufsichtsrat gewandt. Sie fordern den Rücktritt des Präsidenten. Unter anderem heißt es dort: „Torsten Kracht ist nicht in der Lage einen Verein zu führen; ganz im Gegenteil: er spaltet unseren Club.“ Es geht um den Führungsstil des Ex-Profis, der neben dem VfB Leipzig auch beim VfL Bochum, Eintracht Frankfurt und Karlsruher SC gespielt hatte.
Unterschrieben ist der mit sehr deutlichen Worten formulierte Brief unter anderem von Vize-Präsident Stephan Guth, den Geschäftsführern Martin Mieth und Alexander Voigt sowie Schatzmeister Bernd Lang, Kritisiert wird Krachts „schwieriger Umgangston, autoritäre Anweisungen und haltlose Unterstellungen“. Zudem soll sich Kracht abfällig über leitende Angestellte bei Lok, wie zum Beispiel Cheftrainer Almedin Civa geäußert haben.
8. Januar, 11 Uhr – Greifswald soll an Erfurts Caniggia Elva interessiert sein
Ungeschlagen steht der Greifswalder FC über die Winterpause weiter an der Tabellenspitze. Nun will der Verein seine Mannschaft noch einmal verstärken. Laut Rot-Weiß Erfurts Sportdirektor Franz Gerber hat der GFC ein Angebot für Erfurts Mittelfeldspieler Caniggia Elva abgegeben. „Ja, es gibt zwei Anfragen für Elva. Eine kommt aus der Regionalliga West und eine aus Greifswald“, erzählte Gerber gegenüber der Bild-Zeitung. Ablösefrei wird Elva aber wohl eher nicht wechseln: „Grundsätzlich kann sofort jeder, der bis Sommer Vertrag hat gegen eine Ablöse gehen“, sagte Gerber. Mit Samuel Biek haben die Erfurter bereits einen Spieler ziehen lassen, zudem ist Maximilian Pronichev aussortiert und soll sich einen neuen Verein suchen.
Update: Bei Tag24 erklärte Greifswalds Sportchef David Wagner, dass es keine Verhandlungen mit Elva gibt. Allerdings sucht der Spitzenreiter nach dem Abgang von Angreifer Kargbo nach Verstärkungen.
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