Dass die Skandal-Partie beim FC Carl-Zeiss Jena für den FC Energie Cottbus ein Nachspiel haben würde, war für alle Verantwortlichen sofort klar. Und nun steht auch das Ausmaß des Sportgerichts-Urteils fest, dessen Auslöser heftige Krawalle auf den Rängen im Regionalliga-Auswärtsspiel Ende September waren. Der Viertligist aus der Lausitz muss sich mit einer herben Strafe auseinandersetzen. Noch können allerdings Rechtsmittel dagegen eingelegt werden.
„Das Sportgericht des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes (NOFV) hat den FC Energie Cottbus nach den Vorfällen beim Meisterschaftsspiel der Regionalliga Nordost zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und dem FC Energie Cottbus wegen eines unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger zu einer Geldstrafe in Höhe von 15.000 Euro verurteilt“, teilt der Verband mit. Davon könnten 5000 Euro nachgelassen werden, wenn dieser Betrag für sicherheitstechnische und gewaltpräventive Maßnahmen verwendet wird. Dies müsse dem NOFV bis zum 30. April 2023 nachgewiesen werden.
Ein anderer Bestandteil des Sportgerichtsurteils könnte den FC Energie und seine Anhänger gleichermaßen hart treffen, sollte es zu einem Wiederholungsfall kommen. Dann nämlich würde es zu einem Meisterschafts-Heimspiel der Regionalliga unter vollständigem Ausschluss der Öffentlichkeit kommen. „Die Bewährungszeit läuft bis zum 30. Juni 2023“, heißt es vom Verband.

Pyrotechnik auf Haupttribüne geschossen

Das Sportgericht spricht von schweren Verfehlungen durch Cottbuser Anhänger. Zu Beginn der zweiten Halbzeit im Spiel in Jena seien „mehrere pyrotechnische Artikel aktiviert und zudem mindestens vier Raketen in Richtung Jenaer Haupttribüne abgeschossen worden, weshalb das Spiel für mindestens 17 Minuten unterbrochen werden musste“. Infolge der Raketenabschüsse sei es zu Beschädigungen an der Kleidung von Fans im Heimbereich gekommen. „Bereits in der Vergangenheit musste sich der Verein wegen Fehlverhaltens seiner Anhänger sportgerichtlich verantworten und wurde mehrfach zu Geldstrafen verurteilt“, lautet das Schluss-Statement in der Mitteilung des NOFV.