Bei Energie Cottbus ist noch lange nicht Winterpause, bei Erzgebirge Aue sieht das anders aus. Der Drittligist pausiert wegen der Fußball-WM in Katar und plant aktuell die Wintervorbereitung. Nun hat der Verein die zwei noch offenen Testspiel-Gegner bis zur Fortsetzung der Punktspielsaison am 16. Januar verkündet.
Wie der Verein am Dienstag bekannt gab, testet das Drittliga-Team am 20. Dezember, 17.00 Uhr, gegen Tanne Thalheim. Am 10. Januar ist dann Regionalligist Energie Cottbus Kontrahent der „Veilchen“. Die Anstoßzeit ist noch offen, ebenso wie der Austragungsort. Beides haben die Auer noch nicht mitgeteilt.

Energie Cottbus feiert im Testspiel ein Wiedersehen mit Aue-Torhüter Martin Männel

Zuvor waren bereits Testspiele gegen den Halleschen FC (11. Dezember), gegen Eintracht Frankfurt II (14. Dezember), gegen Kickers Offenbach (16. Dezember) und gegen Zweitligist 1. FC Nürnberg (7. Januar) vereinbart worden.
Das Testspiel gegen Energie wird ein Besonderes sein, nicht nur wegen der großen Tradition der beiden Ostvereine. Die Cottbuser freuen sich auf ein Wiedersehen mit Aue-Urgstein Martin Männel, der ursprünglich beim FCE ausgebildet wurde.
Ein anderes Wiedersehen, das noch vor der Saison möglich gewesen wäre, fällt allerdings aus. Timo Rost, einstiger Abräumer im FCE-Mittelfeld, wurde im September als Trainer in Aue entlassen. Sein Nachfolger Carsten Müller konnte die Krise des Vereins aber auch nicht lösen, Aue steht weiterhin auf Platz 18 der 3. Liga.

Energie Cottbus füllt den Verwaltungsrat wieder auf

Während sich die Auer mit dem Testspiel also auf den Abstiegskampf vorbereiten, dürften die Cottbuser die Partie nutzen, um die Sinne für das Aufstiegsrennen in der Regionalliga zu schärfen. Dort startet die Rückrunde am 29. Januar, gespielt wird in der Hinrunde allerdings noch bis zum 18. Dezember.
Unabhängig von der sportlichen Situation verkündet Energie Cottbus auch Neuigkeiten neben dem Platz. Mario Wünsch ist ab sofort Mitglied des Verwaltungsrates. Der muss satzungsgemäß stets mit fünf Mitgliedern besetzt sein, nach dem Ausscheiden von René Markgraf im Juli war ein Posten freigeworden.
„Mario Wünsch wird mit sofortiger Wirkung durch den Ehrenrat in den Verwaltungsrat des Vereins kooptiert“, teilt der Verein mit. Im kommenden Jahr muss Wünsch bei der Mitgliederversammlung per Wahl im Amt bestätigt werden. Zum Jahreswechsel wird zudem erneut eine Stelle vakant werden, da der Verwaltungsrats-Vorsitzende Gunnar Winkler in das Präsidium berufen wird.
Wünsch lebt seit seinem zweiten Lebensjahr in Cottbus und ist geschäftsführender Gesellschafter einer Cottbuser Bauplanungsfirma. Der 50-Jährige hat familiär bedingte Verbindungen zu Energie, sein Vater Siegfried absolvierte in den 70er-Jahren über 200 Spiele für den Verein und lief als Kapitän auf.