Mit Franz Roggow ist ein weiteres Ex-Talent des FC Energie Cottbus auf dem Sprung in den Profi-Fußball. Der 20 Jahre alte Mittelfeldspieler von Zweitligist FC St. Pauli steht auf der Wunschliste des Schweizer Erstligisten FC St. Gallen. Aber auch bei den Kiezkickern in Hamburg hat der aus Eberswalde stammende Mittelfeldspieler zuletzt auf sich aufmerksam gemacht.
Laut „Bild“ wurde Franz Roggow von einem Scout des FC St. Gallen beobachtet. Danach sollen die Verantwortlichen des Tabellendritten der Super League (1. Liga Schweiz) ihr Interesse an einer Verpflichtung bekräftigt haben.

Franz Roggow spielte bei Energie Cottbus

Franz Roggow spielte insgesamt drei Jahre im Nachwuchs von Energie Cottbus. 2015 war Roggow aus Eberswalde in die Lausitz gewechselt. In der B-Junioren-Bundesliga spielte er in einem Jahrgang mit dem inzwischen zum SC Freiburg gewechselten Kevin Schade, Maximilian Beier (Hannover 96), FCE-Profi Tobias Eisenhuth, Jeremy Postelt und Iven Löffler. Ebenfalls in diesem Jahrgang: Paul Bechmann vom 1. FC Frankfurt. Trainer der Mannschaft im letzten Jahr bei Energie Cottbus waren Sebastian König und Randy Gottwald. Mit Beginn der Saison 2018/19 wechselte Franz Roggow dann zum FC St. Pauli.
Beim Zweitligisten aus Hamburg wartet der Mittelspieler zwar noch auf seine Premiere in der 2. Liga. Aber das könnte sich unter dem neuen Trainer Fabian Hürzeler demnächst ändern. „Er haut sich in jedem Training rein, ist lautstark dabei, ist ein Gewinner-Typ“, sagt Hürzeler über das Talent aus Brandenburg. „Eckbälle und Freistöße bringt der immer sehr gut, auch im Training. Franz hat einen Super-Torschuss. Er bringt immer wieder Torgefahr aus dem Mittelfeld mit ein.“
Hürzeler-Vorgänger Timo Schultz hatte Franz Roggow zunächst in die U23 beordert, wo er in der Regionalliga Nord viel Spielpraxis sammeln durfte. In der laufenden Saison kommt Roggow auf 14 Einsätze für den St. Pauli-Nachwuchs. Dabei erzielte er drei Tore und verbuchte außerdem zwei Vorlagen.
Kürzlich beim Testspiel des FC St. Pauli im Stadion An der Alten Försterei bei Union Berlin (2:3) durfte der Youngster eine Halbzeit lang ran und bereitete auch das Führungstor der Gäste durch Johannes Eggestein vor.

Ausbildungsentschädigung für Energie Cottbus

Ein internationaler Wechsel von Franz Roggow zum FC St. Gallen würden sich auch für Energie Cottbus lohnen. Denn der FCE profitiert als Ausbildungsverein des Spielers von der sogenannten Ausbildungsentschädigung. Sie ist in Artikel 20 des aktuellen Reglements des Weltfußball-Verbandes Fifa geregelt und soll jene Clubs belohnen, die in die Ausbildung junger Spieler investieren. Dabei werden im Maximalfall 90 000 Euro an Trainingskosten pro Ausbildungsjahr angesetzt.
In diese Kategorie mit dem Höchstsatz fallen allerdings nur Bundesliga-Clubs. Das bedeutet: Energie Cottbus winkt im Fall von Franz Roggow für die drei Ausbildungsjahre wahrscheinlich eine Gesamtsumme im mittleren fünfstelligen Bereich. Aber auch dafür wird der FCE ganz sicher Verwendung finden.
Bittencourt, Czyborra & Co. – die Talente von Energie Cottbus

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