Insgesamt sechs Jahre hat Sebastian König für den FC Energie Cottbus gearbeitet. Im vergangenen Sommer war der 35 Jahre alte König dann zu Borussia Mönchengladbach gewechselt, um beim Fußball-Bundesligisten den Job des U19-Trainers zu übernehmen. Nach nur einem halben Jahr ist für König aber schon wieder Schluss am Niederrhein.
Sebastian König verlässt Borussia Mönchengladbach auf eigenen Wunsch, meldete zunächst die „Rheinische Post“. König habe aus privaten Gründen um die Auflösung seines Vertrages gebeten.
Inzwischen hat Borussia Mönchengladbach den Abschied von Sebastian König in einer Vereinsmitteilung bestätigt. „Sebastian König hat uns vor wenigen Wochen gebeten, seine Tätigkeit als U19-Trainer aus familiären Gründen beenden zu können. Diesem Wunsch kommen wir nach und lösen seinen Vertrag zum Jahresende auf“, sagt Mirko Sandmöller, Direktor des Nachwuchsleistungszentrums bei den Fohlen.
„Ich habe mich pudelwohl gefühlt im Fohlenstall und habe Borussia als großen Verein kennen und schätzen gelernt“, wird König in der Mitteilung zitiert. „Dafür, dass der Verein meinem Wunsch nach einer Vertragsauflösung nachgekommen ist, bin ich sehr dankbar. Ich werde Borussia und speziell den Jungs der U19 weiter die Daumen drücken.“
Mit der U19 von Borussia Mönchengladbach hat Sebastian König in der A-Junioren-Bundesliga West fünf von elf Pflichtspielen gewonnen. Dank eines Schlussspurts vor der Winterpause machten König und sein Team einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt.
Bei Energie Cottbus hatte Sebastian König unter anderem als Leiter des Nachwuchsleistungszentrums sowie als Trainer der U19 und U17 gearbeitet. Von Januar bis Dezember 2020 fungierte er zudem als Sportlicher Leiter der Profi-Mannschaft.
Erste Erfahrungen als Trainer hatte König zuvor bei Germania Schöneiche gesammelt. Als Spieler war er für seinen Heimatverein Eintracht Miersdorf/Zeuthen, Union Fürstenwalde sowie Schöneiche aktiv.
„Ich habe in Cottbus sechs wunderbare Jahre verbracht und bin dem Verein sehr dankbar für alles. Ich habe grandiose Menschen kennen und schätzen gelernt und werde vor allem meine Spieler und engsten Mitarbeiter vermissen“, teilte König bei seinem Abschied im Sommer via Facebook mit.
In der Nord-Staffel der A-Junioren-Bundesliga hatte Sebastian König in der Saison 2021/22 mit der U19 von Energie Cottbus für Furore gesorgt. Hinter Hertha BSC landete der auf Rang zwei und damit vor Clubs wie RB Leipzig, Werder Bremen, VfL Wolfsburg oder Hamburger SV.
Seine Episode als Sportlicher Leiter der Profi-Mannschaft war dagegen nicht von Erfolg gekrönt. Energie Cottbus wollte damals mit einem extrem jungen Führungsduo den Aufstieg in die 3. Liga anpeilen. Der Erfolg unter dem damaligen Trainer Sebastian Abt und König blieb aufgrund einer verfehlten Kaderpolitik und sportlichen Fehleinschätzungen jedoch aus.
Während Sebastian König seitdem wieder erfolgreich im Nachwuchsbereich arbeitet, hat sich Sebastian Abt komplett aus dem Fußball zurückgezogen. Abt hatte zuvor genau wie König sehr erfolgreich im Nachwuchs von Energie Cottbus gearbeitet. Im Mai 2015 stand er mit der U19 des FCE sogar im Finale des DFB-Vereinspokals. Die damalige Mannschaft um Avdo Spahic, Felix Geisler und Jonas Zickert verlor das Endspiel gegen Hertha BSC knapp mit 0:1. Die Angebote von Energie Cottbus für eine Rückkehr zum FCE hat Sebastian Abt abgelehnt.

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