Energie Cottbus
: Harte Strafe – Pyro-Show kostet dem FCE richtig viel Geld

Energie Cottbus muss die Pyro-Fackeln im Auswärtsspiel bei Hansa Rostock in der 3. Liga teuer bezahlen. Die Gesamtstrafe für den FCE ist im sechsstelligen Bereich.
Von
Jan Lehmann
Cottbus
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3. Liga Hansa Rostock - Energie Cottbus 2024/25: Fussball, Herren, Saison 2024/2025, 3. Liga (37. Spieltag), F.C. Hansa Rostock - FC Energie Cottbus, Fans von Cottbus zünden Pyrotechnik, 10.05. 2025, Foto: Sebastian Räppold / Matthias Koch

Viele Pyro-Fackeln im Gästeblock des Ostseestadion: Beim Auswärtsspiel von Energie Cottbus bei Hansa Rostock entzündeten die FCE-Fans dutzende Leuchtfeuer.

Sebastian Räppold/Matthias Koch
  • Energie Cottbus zahlt 42.000 Euro Strafe wegen 120 gezündeter Pyro-Objekte in Rostock.
  • Allein in der 47. Minute wurden 75 Fackeln gleichzeitig entzündet – erhebliche Gefährdung laut DFB.
  • Verein darf 14.000 Euro für Sicherheitsmaßnahmen nutzen, Strafe ist rechtskräftig.
  • Über 100.000 Euro Strafen für Pyro-Vergehen der Fans in der Saison 2024/25.
  • Fanszenen protestieren gegen DFB-Strafen, fordern Dialog und betonen Fankultur als Leidenschaft.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Harte Strafe für den FC Energie Cottbus für eine Pyro-Show der FCE-Fans: Wie das DFB-Sportgericht am Dienstag (8. Juli) mitteilte, muss der Verein nach Vorfällen beim Auswärtsspiel in Rostock am 10. Mai 2025 eine Geldstrafe in Höhe von 42.000 Euro zahlen. Grund: Im Cottbuser Fanblock wurden während der Partie gegen den F.C. Hansa mindestens 120 pyrotechnische Gegenstände abgebrannt, darunter zahlreiche bengalische Fackeln – teilweise in spektakulärer Anzahl: Allein in der 47. Minute wurden 75 Fackeln gleichzeitig gezündet.

Das Sportgericht wertet das Verhalten der Energie-Fans als „unsportlich“ und verweist auf die erhebliche Gefährdung im Stadionbereich. Der Verein haftet laut DFB-Reglement für das Verhalten seiner Anhänger – vor, während und nach dem Spiel. Die Entscheidung ist rechtskräftig. Allerdings kann der FCE bis zu 14.000 Euro der Strafe für eigene Sicherheitstechnik oder Gewaltprävention nutzen und muss diese Ausgaben bis Jahresende nachweisen.

Die erneute Strafe reiht sich ein in eine ganze Serie von Pyro-Urteilen gegen Energie Cottbus in der laufenden Saison 2024/25. Zuletzt hatte das DFB-Sportgericht nach dem Auswärtsspiel beim 1. FC Saarbrücken am 8. März eine Geldstrafe von 8.750 Euro verhängt, nachdem im Gästeblock rot-weißer Rauch aus mehreren Bengalos aufstieg.

Fans von Energie Cottbus protestieren gegen DFB-Strafen

Energie Cottbus kommt damit für die zurückliegende Saison auf mehr als 100.000 Euro an Strafen für Fehlverhalten der FCE-Fans. Das Sportgericht orientiert sich bei der Strafbemessung an einem festen Schlüssel: Pro gezündetes Objekt werden in der 3. Liga 350 Euro fällig.
Der FCE Energie unterstützt seit einiger Zeit eine Protestaktion verschiedener Fanszenen aus den ersten drei Ligen in Deutschland.

Im April gab es beim Heimspiel gegen Viktoria Köln ein großes Banner mit der Aufschrift: „Scheiße ist die Strafe, nicht die Fackel! Verbandsstrafen abschaffen jetzt!“ Der FCE unterstützte die Aktion mit einer Durchsage am Stadionmikrofon. Stadionsprecher Nico Tobien verlas dazu: „Was in vielen Stadien Ausdruck von Leidenschaft, Emotion und Fankultur ist, wird regelmäßig mit hohen Geldstrafen belegt. Diese treffen nicht einzelne Personen, sondern unsere Vereine. Die heutige Choreografie auf der Nordwand bringt genau das auf den Punkt – mit einem klaren Statement.“

Vor dem Spiel wurden im gesamten Stadion Informationsblätter verteilt, auf denen die Hintergründe der Aktion erklärt wurden. „Unsere Fanszene – mit Gruppen wie Ultima Raka und Ultras Energie – steht dabei geschlossen für Dialog statt Misstrauen, für Zusammenhalt statt Spaltung. Und sie ist damit nicht allein – viele Kurven in Deutschland setzen sich aktuell genau dafür ein. Also schaut jetzt genau hin – und unterstützt dieses starke Zeichen für Fankultur, für unseren Verein“, so Stadionsprecher Tobien während der Choreo.

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