Energie Cottbus muss im neuen Jahr schon früher ran als ursprünglich geplant. Die Fußball-Regionalliga Nordost startet bereits Mitte Januar mit einem kompletten Nachholspieltag.
Der Nordostdeutsche Fußball-Verband (NOFV) hat den vor der Winterpause ausgefallenen 17. Spieltag für das Wochenende vom 20. bis 22. Januar 2023 angesetzt. Der FCE trifft am Samstag (21. Januar) im Stadion der Freundschaft auf Chemie Leipzig.
Wirklich glücklich ist man bei Energie Cottbus über diesen vorgezogenen Beginn nicht. Denn: Mitte Januar droht ein echter Kaltstart. Und für den FCE steht als Tabellenführer viel auf dem Spiel.

Kritik von Energie Cottbus

„Ich halte die Entscheidung aus sportlicher Sicht für nicht sinnvoll, weil Mitte Januar weitere Absagen vorprogrammiert sind. Die Gefahr einer Wettbewerbsverzerrung ist also groß. Die Vereine müssen trotzdem jetzt die Vorbereitung kürzen, um gewappnet zu sein“, kritisiert Präsident Sebastian Lemke. „Ich weiß aber auch, dass das für den Verband nicht einfach ist. Dennoch wäre es besser gewesen, diesen Spieltag im März als englische Woche anzusetzen.“
Dazu kommt: Auch für den zuletzt arg ramponierten Rasen im Stadion der Freundschaft wird der vorgezogene Start eine echte Herausforderung. Er muss mitten im Winter zwei Heimspiele innerhalb einer Woche verkraften. Erst das Nachholspiel gegen Chemie Leipzig, dann die Partie gegen die VSG Altglienicke beim regulären Start in die Rückrunde.
Gerade für eine spielstarke Mannschaft wie Energie Cottbus könnte ein schlechter Rasen zu einem Handicap werden. Nach dem 4:0-Sieg gegen Germania Halberstadt hatte FCE-Trainer Claus-Dieter Wollitz erklärt: „Dieser Platz – das ist nicht Energie Cottbus. Wir haben hier immer auf einem fantastischen Fußballplatz gespielt. In dieser Saison spielen wir auf einer Wiese.“
In der Regionalliga Nordost müssen insgesamt 16 Spiele nachgeholt werden: neun Partien vom 17. Spieltag, vier vom 16. und drei vom 15. Spieltag. Nach dem kompletten Nachholspieltag vom 20. bis 22. Januar folgt für einige Teams gleich noch eine englische Woche, ehe es dann am letzten Januar-Wochenende ganz regulär mit dem Start in die Rückrunde weitergeht.
Beim NOFV hofft man, dass der Wettergott keinen Strich durch diese sehr ambitionierte Spielplanung macht. „Man weiß nie so genau, wann der Winter zuschlägt. Mal im Januar, mal im Februar, diesmal war es auch schon im Dezember der Fall“, sagt Spielleiter Wilfried Riemer aus seiner jahrelangen Erfahrung.

Frost im Januar möglich

Die aktuellen Wettermodelle für Januar sagen nach den Plusgeraden über Weihnachten für den Jahreswechsel wieder sinkende Temperaturen voraus. Auch Frost ist dann erneut möglich. Minusgerade könnten den Spielplan dann erneut durcheinanderbringen.
Energie Cottbus will trotz des vorgezogenen Starts an seinem Winterfahrplan festhalten. Am 4. Januar steht die erste Trainingseinheit im neuen Jahr auf dem Programm. Danach sind insgesamt drei Testspieltermine bis zum Kaltstart gegen Chemie Leipzig geplant.


Der Winterfahrplan von Energie Cottbus

Mittwoch, 4. Januar: Erste Trainingseinheit im neuen Jahr.
Samstag, 7. Januar: Testspiel bei Eintracht Peitz (13 Uhr).
Dienstag, 10. Januar: Testspiel bei Erzgebirge Aue (13 Uhr).
Samstag, 14. Januar: Dreierturnier in Frankfurt (Oder). Teilnehmer sind Energie Cottbus, VFC Plauen und Gastgeber 1. FC Frankfurt. Gespielt wird jeweils über 45 Minuten.
Samstag, 21. Januar: Nachholspiel Energie Cottbus gegen Chemie Leipzig (13 Uhr).
Samstag, 28. Januar: Beginn der Rückrunde mit Energie Cottbus gegen VSG Altglienicke (13 Uhr).