3. Liga
: Auswärts bei Energie Cottbus – das müssen Gästefans wissen

Energie Cottbus ist nach dem Aufstieg in die 3. Liga zurückgekehrt. Die wichtigsten Infos für Auswärtsfans zu Anfahrt, Kultur und Tanken gibt es hier.
Von
Josephine Japke
Cottbus
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Landespokal Brandenburg: FC Energie Cottbus vs. SV Babelsberg 03: Landespokal Brandenburg FC Energie Cottbus vs. SV Babelsberg 03: Fans jubeln vor dem Spiel

Energie Cottbus empfängt am 1. Spieltag der 3. Liga Arminia Bielefeld im Leag Energie Stadion.

Frank Hammerschmidt

Nach fünf Jahren ist Energie Cottbus zurück in der 3. Liga. In der neuen Saison 2024/25 empfängt der FCE 19 Mannschaften im Leag Energie Stadion. Einige waren schon mal hier, andere reisen zum ersten Mal an. Für alle haben wir die wichtigsten Infos zum Aufenthalt in Cottbus zusammengestellt.

Auswärts bei Energie Cottbus – Anfahrt zum Stadion

Anreise mit der Bahn: Sollte die Bahn in den Süden Brandenburgs fahren – keineswegs eine Selbstverständlichkeit –, dann lässt sich Cottbus mit dem Zug am besten aus Leipzig und Berlin erreichen. Am Cottbuser Hauptbahnhof angekommen, geht es zu Fuß weiter. Am Busbahnhof vorbei läuft man auf dem Stadtring immer geradeaus, bis man die Flutlichtmasten des Stadions sieht und bald auch genau hinterm Gästeblock ankommt. Der Weg dauert etwa 20 Minuten.

Anreise mit dem Auto aus Richtung Dresden: Zeitlich gesehen nimmt sich der lange Weg über die A13 bis hoch zum Autobahndreieck Spreewald und dann auf der A15 runter nach Cottbus nichts – viel kürzer ist allerdings der Weg über die B169. Beides dauert ab Dresden etwa anderthalb Stunden. Für den kürzeren Weg fahrt ihr von der A4 kurz hinter Dresden auf die A13 in Richtung Berlin. Bei Ausfahrt 17 – Ruhland fahrt ihr runter und biegt links ab auf die B169. Der folgt ihr 52 Minuten, bis ihr in Cottbus angekommen seid. Dort bleibt ihr auf der B169, bis diese nach rechts auf den Stadtring abbiegt. Noch bevor ihr über die Spree fahrt, biegt ihr wieder rechts ab: Gästeparkplätze stehen in der Regel an der Alten Chemiefabrik gegen eine geringe Gebühr zur Verfügung.

Anreise mit dem Auto aus Richtung Berlin: Egal ob ihr vom Berliner Ring, also der A10, oder der Stadtautobahn (A100/113) kommt: Am Schönefelder Kreuz fahrt ihr auf die A13 in Richtung Dresden/Cottbus. ACHTUNG: Bleibt ab Rangsdorf auf der rechten Spur! Die Autobahn wird an dieser Stelle gebaut und nur von der rechten Spur aus köAm Dreieck Spreewald fahrt ihr weiter Richtung Cottbus/Forst (A15). Runter an der Abfahrt 4 – Cottbus-West, links abbiegen und rauf auf die B169. Auf dieser bleiben, bis sie nach rechts auf den Stadtring abbiegt. Noch bevor ihr über die Spree fahrt, biegt ihr wieder rechts ab: Gästeparkplätze stehen in der Regel an der Alten Chemiefabrik gegen eine geringe Gebühr zur Verfügung.

Auswärts bei Energie Cottbus – so tickt der FCE-Fan

Solltet ihr in freier Wildbahn waschechten Energie-Fans begegnen, dann keine Angst: Sie beißen nicht. Überhaupt sind die meisten der Cottbuser Anhänger ganz anders als der Ruf, der ihnen vorauseilt. Sie sind nämlich wirklich nett und haben einen etwas knorrigen Lausitz-Humor, den man vielleicht nicht gleich auf Anhieb versteht.

Eins haben alle gemeinsam: Sie halten fest zu ihrem Verein. Gern schwärmen die Rot-Weißen natürlich noch von den Zeiten, als in der Fußball-Bundesliga dem FC Bayern München zweimal im Stadion der Freundschaft die Lederhosen ausgezogen wurden. Aber viele von ihnen haben auch auf den Sportplätzen der Regionalliga Nordost treu zu ihrer Mannschaft gestanden.

Seit der Wende haben viele Energie-Fans einiges durchgemacht, nicht nur im Fußball. Während der FCE einst Bundesliga spielte und dann kontinuierlich bis in die Regionalliga Nordost abstieg, verloren vor allem viele ältere FCE-Fans ihren Job in der Braunkohle und blickten in eine ungewisse Zukunft. Allerdings: Durch die Milliardenförderung für den Strukturwandel entsteht in Cottbus gerade einiges. Für viele gilt die Lausitz als die Boomregion der kommenden Jahre.

Auswärts bei Energie Cottbus – so ist die Stimmung im Stadion

Der Schnitt von 8213 Zuschauern pro Spiel aus der Vorsaison dürfte in diesem Spieljahr geknackt werden. Die Stimmung im ehemaligen Stadion der Freundschaft, das inzwischen Leag Energie Stadion heißt, war zumindest für Regionalliga-Verhältnisse außergewöhnlich. Die Fan-Gruppen auf der Nordwand sorgen für die lautstarke Atmosphäre. Prägender Gesang seit etwa einem Jahr ist das Lied: „Seit 1966 stehen wir zusammen“. Dabei heben die Zuschauer rhythmisch die Arme, ein beeindruckendes Schauspiel mit Gänsehaut-Garantie.

Keine Frage: Es gibt auch in Cottbus Menschen, die den Stadionbesuch für den persönlichen Frustabbau oder zur Verbreitung teils verfassungswidriger Auffassungen nutzen. Gegen die rechten Tendenzen innerhalb einiger Fangruppierungen arbeitet der Verein seit vielen Jahren mit der Kampagne Rotweiß statt braun an.

Landespokal Brandenburg: FC Energie Cottbus vs. SV Babelsberg 03: Landespokal Brandenburg FC Energie Cottbus vs. SV Babelsberg 03: Cheftrainer Claus-Dieter Wollitz (FC Energie Cottbus) diskutiert mit Co-Trainer Tobias Röder

Trainer Claus-Dieter Wollitz und Co-Trainer Tobias Röder arbeiten bei Energie Cottbus eng zusammen.

Frank Hammerschmidt

Auswärts bei Energie Cottbus – hier gibt es den besten Döner

Niemand soll verhungern, wenn er in den Osten kommt. Deshalb wichtig zu wissen: Den besten Döner der Stadt gibt es nach Meinung unserer Leserinnen und Leser bei Efes Kebap in der Spremberger Straße. Bei unserer Umfrage erklärte ein Leser: „Das Fladenbrot ist immer schön knusprig, die Gemüse–Auswahl ist sehr gut und frisch, das Dönerfleisch ist immer schön braun, die Auswahl von Getränken ist gut.“ Ein anderer sagt: „Hat die besten Öffnungszeiten für lange Nächte und schmeckt jedes Mal wieder göttlich.“ Wer keinen Döner will, kann auch etwas für die Lausitz typisches essen: Kartoffeln mit Quark und Leinöl, zum Beispiel.

Auswärts bei Energie – Programm vor und nach dem Spiel

Wer schon mal in der Sprem ist, um den besten Döner der Stadt zu probieren, kann sich von der Fußgängerzone ausgehend auch gleich die Altstadt von Cottbus, samt Stadtmauer, Altmarkt und Oberkirche anschauen. Weltbekannt (oder zumindest Lausitzweit) ist Cottbus für den Branitzer Park und das „Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz“. Ja, der Fürst Pückler aus dem Eisregal im Supermarkt, der als Landschaftsarchitekt eigentlich nichts mit Eis zu tun hatte. Wer aus der Stadt kommt und lange keine Tiere mehr gesehen hat, kann auch dem Tierpark Cottbus einen Besuch abstatten.

Auswärts bei Energie – hier gibt es nach dem Spiel ein Bier

Nach dem reichhaltigen Kulturprogramm im Leag Energie Stadion und Branitzer Park wird es Zeit, am Abend Spaß zu haben – oder gemütlich ein Bier zu trinken. Oder beides. Gut geht das am Bunten Bahnhof, auf der anderen Schienenseite am Hauptbahnhof. Mit Innen- und Außenbereich, einer kleinen aber feinen Speisekarte und guter Musik lässt sich der Abend dort gut ausklingen, gefeiert werden kann dort bis 4 Uhr morgens. Ebenfalls zu empfehlen: Die Strandpromenade aka Almhütte in Cottbus: von Mai bis September hat die Location Liegestühle mit Strand, von Oktober bis Ostern ist sie eine Almhütte. Wer sich nach dem Stadionbier mit Stil einen Drink genehmigen will, schaut in „Der Käfig“ vorbei. Die kleine Bar in einer alten Gefängniszelle in der Stadtmauer überzeugt mit Ambiente.

Auswärts bei Energie – Tanken vor der Heimreise

Bevor es auf die Autobahn geht, sollte am besten noch das Auto getankt werden – dann schafft ihr es, wenn nötig, auch wieder zurück in den Westen. Auf dem Weg zurück zur A15 liegt noch im Stadtgebiet in unmittelbarer Nähe zur B169/Ecke Thiemstraße die Jet-Tankstelle in der Lipezker Straße. Wer wieder Richtung Dresden will und noch 17 Kilometer durchhält, kann rund um die Uhr in Drebkau bei Agip, direkt neben der B169 tanken. Der Preisvergleich zeigt, dass es dort oft am günstigsten ist.