Viel Krampf und Kampf, aber wenig Eishockey: Die Lausitzer Füchse kassieren im DEL2-Heimspiel gegen die Ravensburg Towerstars eine verdiente 1:2-Niederlage. Zu ungewöhnlicher Eishockey-Zeit am Samstagabend passte bei den Gastgebern in dieser Partie nicht viel zusammen. Sie wachten viel zu spät auf und durften nur in den letzten Minuten an einem Punktgewinn schnuppern. In der insgesamt niveauarmen Partie war Ravensburg vor dem gegnerischen Tor das entschlossenere Team und nahm die drei Punkte verdientermaßen mit auf die Heimreise nach Oberschwaben.
Die Lausitzer Füchse boten eine der schwächsten Leistungen unter der Leitung von Chris Straube als Cheftrainer. In der Tabelle der DEL2 liegt Weißwasser weiter auf dem vorletzten Platz.
Am Donnerstag hatten die Lausitzer Füchse eine 2:3-Niederlage nach Verlängerung bei den Bayreuth Tigers kassiert. Danach übte Trainer Chris Straube deutliche Kritik – nicht nur wegen des schnellen Gegentreffers gleich zu Beginn der Partie. Bayreuth war bereits nach Sekunden zum ersten Mal erfolgreich.

Weißwasser

Immerhin: Diesmal zeigten die Lausitzer Füchse mehr Konzentration in der Startphase. Im ersten Drittel gab es keine Tore – und auch nur wenig gelungene Toraktionen. Im Tor der Gäste stand mit Olafr Schmidt ein Ex-Weißwasseraner. Bei den Gastgebern kehrte Jonathon Martin ins Team zurück. Er musste am Donnerstag in Bayreuth wegen der dritten Zehn-Minuten-Strafe pausieren. Die beste Chance der Füchse im 1. Drittel hatte Tomas Andres (19.).
Das 2. Drittel war dann zum Vergessen aus Sicht der Gastgeber. Bereits nach 59 Sekunden schlug es im Kasten von Mac Carruth ein. John Henrion traf zum 1:0 für Ravensburg (21.). Olivier Hinse erhöhte auf 2:0 (30.). Die Gäste waren jetzt das zielstrebigere Team und lagen verdient vorn.
Das Überzahlspiel der Lausitzer Füchse blieb auch im letzten Drittel eine Enttäuschung. In dieser Rangliste liegt Weißwasser ligaweit auf dem letzten Platz. In den letzten Minuten erhöhten Gastgeber dann den Druck. Der Anschlusstreffer zum 1:2 durch Andrew Clark fiel allerdings erst 40 Sekunden vor der Schlusssirene. Er traf aus Nahdistanz in den Winkel.
Zumindest in der letzten Minute war es noch einmal spannend und auch hektisch. Weißwasser rannte jetzt an, konnte Olafr Schmidt jedoch nicht mehr überwinden. Außerdem gab es nach einer Rauferei am Ende noch einmal reichlich Strafminuten auf beiden Seiten. Nick Ross kassierte eine Spieldauerdisziplinarstrafe.

Das sagen die Trainer

Marc Vorderbrüggen (Trainer Ravensburg Towerstars): „Nach der langen Busfahrt sind wir gut ins Spiel gekommen. Im 2. Drittel haben wir viele Chancen kreiert und auch zwei Tore erzielt. Im letzten Drittel haben wir gut verteidigt und nicht allzu viel zugelassen.“
Chris Straube (Trainer Lausitzer Füchse): „Unser Start war besser als in Bayreuth – immerhin haben wir diesmal kein Tor in den ersten neun Sekunden bekommen. Das Spiel von unseren jungen Spielern war sehr gut. Sie spielen schnell. So muss das sein. Unser Problem war wie in Bayreuth wieder unser Überzahlspiel. Es kann nicht sein, dass wir bei fünfeinhalb Minuten Überzahl im 1. Drittel lausige drei Schüsse hinbekommen. Von unseren älteren Spieler brauchen wir einfach mehr Qualität.“
Lausitzer Füchse – Ravensburg Towerstars 2:1 (0:0, 0:2, 1:0)
Tore: 0:1 Henrion (21.), 0:2 Hinse (30.), 1:2 Clark (60.); Schiedsrichter: Apel/Naust; Zuschauer: keine; Strafminuten: 24 + 5 + Spieldauerdisz. N. Ross/24.
Das nächste Spiel: Lausitzer Füchse – Eispiraten Crimmitschau (Montag, 19.30 Uhr).
Lausitzer Füchse – Ravensburg Towerstars 1:2

Bildergalerie Lausitzer Füchse – Ravensburg Towerstars 1:2