Alle guten Dinge sind drei, lautet ein bekanntest Sprichwort – das nicht auf die Lausitzer Füchse zutrifft. Nach zuletzt zwei Siegen gegen die Löwen Frankfurt und den EC Bad Nauheim konnte das Team um Trainer Chris Straube die dritte Partie nicht gewinnen. Am Donnerstagabend verlor das Team aus Weißwasser gegen die Bayreuth Tigers mit 2:3 nach Verlängerung.

Schnelles Tor sorgt für Frust

Es könnte das schnellste Tor dieser DEL 2-Saison sein: Keine zehn Sekunden waren gespielt, da schoss Bayreuth bereits das 1:0. Markus Lillich hämmerte den Puck ins Netz von Mac Carruth (1.). Tobias Ancicka, der zuletzt zu den besten Spielern im Team der Füchse gehörte, stand zeitgleich bei den Eisbären Berlin in der DEL im Tor.

Weißwasser

Ein beinahe ebenso kurioses Tor erzielte auch Nick Ross. Aus halblinker Position zog er nach Vorlage von Ondrej Pozivil ab. Der Puck rutschte unbemerkt am kurzen Pfosten ins Netz von Tigers-Torhüter Marco Wölfl. So unbemerkt, dass die Kommentatoren bei Sprade TV sich gar wunderten, ob der Puck durchs Außennetz rein gerutscht sein könnte (12.).
Wieder einmal brachten die Strafminuten gegen die Lausitzer Füchse den Spielfluss des Teams aus dem Takt. Unnötige Strafen gegen Jakub Kania wegen gefährlicher Ausrüstung (1.) oder Lars Preuß wegen zu vieler Spieler auf dem Eis (13.) dürften Chris Straube ärgern. Immer wieder schwächte sich sein Team in der Vergangenheit wegen zahlreicher Strafminuten selbst.

Lausitzer Füchse müssen in die Verlängerung

Zum zweiten Drittel kamen die Füchse besser aus der Kabine. Ein Lattentreffer von Brad Ross sorgte direkt für Aufmerksamkeit (22.). Was er nicht schaffte, machte Andrew Clark kurze Zeit später besser. Durch die Beine vom eingewechselten Torhüter Timo Herden schoss er das 2:1 (26.) Weitere Großchancen für die Füchse ließen Andres (33.) und Reichel (34.) liegen.
Mit einem Kunstschuss sorgte Juuso Rajala im letzten Drittel für den erneuten Ausgleich (48.). Sein Schuss rutschte am kurzen Pfosten an Mac Carruth vorbei. In der Folge verpasste Schwartz gleich zweimal die Führung für die Lausitzer Füchse (52., 54.)
In der Verlängerung lieferten sich die Teams einen offenen Schlagabtausch, in dem die Bayreuth Tigers das Glück auf ihrer Seite hatten. Dominik Meisinger erzielte wenige Sekunden vor Schluss das 3:2 für die Bayreuth Tigers.

Das sagen die Trainer zum Spiel

Chris Straube (Lausitzer Füchse): „Wir sind mit dem einen Punkt überhaupt nicht zufrieden. Das Gegentor nach neun Sekunden ist absolut unnötig und es ist unverständlich, warum die Spieler nicht bereit sind, gleich ins Spiel zu starten. Auch das zweite Gegentor war blöd. Unsere Überzahl war heute nicht gut und damit verschenkt man spät in der Saison Punkte.“
Petri Kujala (Bayreuth Tigers): „Ich bin sehr glücklich mit den zwei Punkten. Wir waren 50 Minuten nicht auf dem Eis. Weißwasser hat sehr diszipliniert gespielt und uns nicht viele Chancen gelassen. Solche Punkte geben dir ein bisschen Energie für die nächsten Aufgaben.“

Bayreuth Tigers – Lausitzer Füchse 3:2 n. V. (1:1, 0:1, 1:0/1:0)

Tore: 1:0 Lillich (1.), 1:1 N. Ross (12.), 1:2 Clark (26.), 2:2 Rajala (48.), 3:2 Meisinger (65.)

Z: keine; S: Hinterdobler/Steinecke; Strafminuten: 8/10

Das nächste Spiel: Lausitzer Füchse – Ravensburg Towerstars (Samstag, 17 Uhr)