DEL2 Lausitzer Füchse
: Bettahar blutet – so schmerzhaft war der Sieg gegen Selb

Rayan Bettahar musste beim Sieg der Lausitzer Füchse gegen die Wölfe Selb vorzeitig vom Eis. Der Förderlizenzspieler der Eisbären Berlin kassierte bereits beim ersten Wechsel einen schmerzhaften Bandencheck.
Von
Frank Noack
Weißwasser
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Rayan Bettahar erlebte einen schmerzhaften Abend im Heimspiel der Lausitzer Füchse gegen die Wölfe Selb.

Thomas Heide

Die Lausitzer Füchse jubelten am Sonntagabend über den 4:3-Heimsieg nach Verlängerung gegen die Wölfe Selb. Rayan Bettahar fiel der Jubel allerdings schwer – er war der Pechvogel dieses Spiels und musste mit einem Brummschädel vorzeitig vom Eis.

Was war passiert? Bereits nach 80 Sekunden flog der 19 Jahre alte Verteidiger hinter dem Tor krachend in die Bande. Bettahar hatte gleich beim ersten Wechsel einen mächtigen Check von Selbs Peter Trska abbekommen. Die Folgen waren gravierend: Rayan Bettahar blutete im Gesicht und musste in die Kabine. Für Trska – der Top-Verteidiger der Gäste – war die Partie mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe schon beendet, bevor sie so richtig begonnen hatte. Selb-Trainer Sergej Waßmiller sprach nach dem Spiel von einer „kalten Dusche“ für seine Mannschaft.

Denn die fünfminütige Überzahl nutzte Weißwasser zu einer 2:0-Führung. Dennoch wurde Rayan Bettahar durch diesen harten Check in die Bande zum Pechvogel des Spiels. Der Förderlizenzspieler von den Eisbären Berlin kehrte zwar noch im ersten Drittel mit einem großen Tape am notdürftig geflickten Kinn zurück. Aber er wirkte in seinen Aktionen nicht mehr so sicher wie sonst. Beim 1:2-Anschlusstreffer kam Donát Péter nach dem Abpraller einen Tick schneller an den Puck als der angeschlagene Bettahar.

Nach dem ersten Drittel war dann Schluss für Rayan Bettahar. Statt zurück auf das Eis ging es für den Verteidiger unter die Dusche. Den Rest des Spiels verfolgte Bettahar als Zuschauer und kühlte dabei die Prellung im Gesicht immer wieder mit einem Eisbeutel.

Auch Verteidiger Sam Ruopp verletzt

Über den genauen Gesundheitszustand des Verteidigers mochte Petteri Väkiparta nach dem Spiel nur bedingt Auskunft geben. „Er konnte das Spiel nicht fortsetzen“, beantwortete der Füchse-Trainer kurz und knapp die entsprechende Frage. Väkiparta ließ damit auch offen, ob Bettahar am Freitag im Heimspiel gegen den EV Landshut (19.30 Uhr) wieder mitwirken kann.

In jedem Fall verloren die Lausitzer Füchse am Sonntag gegen Selb einen weiteren Verteidiger. Denn auch Sam Ruopp muss wegen einer Unterkörperverletzung derzeit pausieren. Sein Einsatz am Freitag gegen Landshut ist unwahrscheinlich. „Es tut immer weh, wenn ein Spieler nicht dabei sein kann. Aber das gehört zu unserem Sport dazu. Es wird immer Tage geben, an denen die Gesundheit Einsätze nicht zulässt“, erklärte Väkiparta in der Pressekonferenz.

Rayan Bettahar hatte zu diesem Zeitpunkt schon längst die Eishalle verlassen. Allzu großen Jubel über den Heimsieg ließ der Brummschädel des Verteidigers offenbar nicht zu.