Lausitzer Füchse: Historisches Duell Sohn gegen Vater Hördler – Weißwasser besiegt Selb
Diesmal jubelte der Sohn im internen Familienduell mit dem Vater. Jungstürmer Eric Hördler setzte sich mit den Lausitzer Füchsen gegen die von Frank Hördler als Kapitän angeführten Wölfe Selb in Weißwasser mit 4:3 nach Verlängerung durch. Das erste Aufeinandertreffen in dieser DEL2-Saison gleich am 1. Spieltag hatte dagegen der Papa gegen den Sohn gewonnen (4:3).
Im Mittelpunkt stand am Sonntagabend vor 2517 Zuschauern natürlich das historische Vater-Sohn-Duell. Eric Hördler (19 Jahre) traf im Trikot der Lausitzer Füchse auf Vater Frank Hördler (38, Selb). Beide haben für die Eisbären Berlin zwar schon gemeinsam gespielt. Als Konkurrenten treten sie allerdings erst seit dieser Saison gegeneinander an. „Das ist etwas Einzigartiges. Es ist einfach schön zu sehen, wie respektvoll beide miteinander auf dem Eis umgehen“, hatte Füchse-Coach Petteri Väkiparta vor dem Spiel erklärt.
Die Partie begann für die Lausitzer Füchse schmerzhaft, aber erfolgreich. Bereits nach 80 Sekunden flog Rayan Bettahar nach einem Check von Peter Trska in die Bande. Bettahar blutete im Gesicht und musste in die Kabine, für Trska war die Partie mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe beendet. Die fünfminütige Überzahl nutzte Weißwasser zu einer 2:0-Führung. Die Treffer erzielten Jake Coughler (4.) und Ville Järveläinen (7.). Bettahar kehrte zwar noch im ersten Drittel mit einem großen Pflaster am Kinn zurück. Er musste später aber mit einem Brummschädel dann passen.
Es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie zwischen den Tabellennachbarn – inklusive zahlreicher Torchancen auf beiden Seiten. Die Gäste aus Selb mit dem Ex-Weißwasseraner Steve Hanusch als aktuellem Topscorer kämpften sich immer wieder heran.
Und das Familienduell? Der fleißige Eric Hördler hatte im letzten Drittel mehrmals den Siegtreffer auf dem Schläger. Stattdessen traf Lane Scheidl in der Verlängerung zum 4:3-Endstand.
Nach dem Spiel gab es dann ein dickes Lob vom Vater für den Sohn. „Ich spiele überhaupt nicht gern gegen Eric. Er ist sehr stark am Puck und hat seinen Schläger wirklich überall“, erklärte Frank Hördler im Interview mit Sprade-TV. Hätte er seinem Sohn für die Leistung also eine glatte Eins gegeben? „1,5“, schmunzelte Frank Hördler: „Weil er heute kein Tor erzielt hat.“
Lausitzer Füchse – Wölfe Selb 4:3 n.V. (2:1, 1:2, 0:0/1:0)
Tore: 1:0 Coughler (4.), 2:0 Järverläinen (7.), 2:1 Peter (15.), 2:2 Kolupaylo (27.), 3:2 Mäkitalo (31.), 3:3 Kruminsch (31.), 4:3 Scheidl (64.); Schiedsrichter: Steingroß/Becker; Zuschauer: 2517; Strafminuten: 2/29.
Das nächste Spiel: Lausitzer Füchse – EV Landshut am Freitag um 19.30 Uhr.


