DEL2 in Weißwasser
: Lausitzer Füchse verpflichten Punktesammler Andrew Clark

Weißwasser hat mit dem Kanadier Andrew Clark einen neuen Stürmer unter Vertrag genommen. Die Verpflichtung ist auch ein Signal an die anderen Kontingentspieler. Wegen Corona muss sich der Neuzugang allerdings wohl noch gedulden bis zu seiner Premiere in der DEL2.
Von
Frank Noack
Weißwasser
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Andrew Clark stürmt jetzt für die Lausitzer Füchse. In der vergangenen Saison stand der Kanadier beim SC Langenthal in der Schweiz unter Vertrag.

Foto: Pius Koller/Imago

Die Lausitzer Füchse haben auf die sportliche Talfahrt mit einer Neuverpflichtung reagiert. Der Eishockey–Zweitligist aus Weißwasser vermeldete am Montag den kanadischen Stürmer Andrew Clark als Neuzugang.

„Unsere aktuelle Situation ist unbefriedigend. Wir haben zu wenig Durchschlagskraft in der Offensive und dazu kommt, dass durch die vielen Spielverlegungen sehr viele Spiele in kurzer Zeit absolviert werden müssen. Mit der Verpflichtung von Andrew Clark erhoffen wir uns mehr Kreativität in unserem Spiel“, sagt Geschäftsführer Dirk Rohrbach.

Die Lausitzer Füchsen haben mit dem 0:1 gegen den ESV Kaufbeuren am Sonntag die fünfte Niederlage in Serie kassiert und inzwischen nur noch drei Punkte Vorsprung vor den Playdown–Rängen. Auch die Kontingentspieler konnten zuletzt nicht überzeugen.

Andrew Clark spielt seit 2014 in Europa. Der Stürmer stand in Dänemark, der Schweiz und Österreich unter Vertrag. Clarke war in all seinen Teams ein fleißiger Punktesammler, der pro Saison stets auf rund 50 Scorerpunkte oder mehr kam. Zudem eilt dem Center der Ruf eines starken Bullyspielers voraus.

Allerdings ist Andrew Clark in dieser Saison noch ohne Wettkampfpraxis. Sein Vertrag beim Schweizer Zweitligisten SC Langenthal wurde im Frühjahr nicht verlängert. Obwohl Clark in Langenthal als Templayer geschätzt wurde, reichten 16 Tore und 30 Vorlagen nicht für einen neuen Kontrakt aus.

Quarantäne möglich

Der Neuzugang wird Mitte der Woche in Weißwasser erwartet. Nach Angaben der Lausitzer Füchse gilt es jedoch als unwahrscheinlich, dass Clarke bereits am kommenden Wochenende zum Einsatz kommt, da er erst noch die Gesundheitstests absolvieren muss. Auch eine Quarantäne sei nicht ausgeschlossen.

In jedem Fall wächst damit der Konkurrenzkampf im Team. Die Füchse haben jetzt fünf ausländische Profis unter Vertrag. Pro Partie dürfen jedoch nur vier eingesetzt werden. Zudem sind laut Geschäftsführer Dirk Rohrbach die Chancen auf einen deutschen Pass für Torhüter Mac Carruth (USA) gestiegen. Außerdem soll Tobias Ancicka vom Kooperationspartner Eisbären Berlin noch weitere Spiele für Weißwasser bestreiten.

Seit Montag nicht mehr zum Kader gehört Feodor Boiarchinov. Der Stürmer wechselt zu den Selber Wölfen in die Oberliga Süd. Unter Trainer Corey Neilson hatte Boiarchinov in dieser Saison keine Rolle mehr gespielt.