Die Negativserie der Lausitzer Füchse in der DEL2 ist um eine Niederlage länger geworden. Das Derby bei den Eislöwen Dresden verlor Weißwasser am Freitagabend mit 0:1 nach Verlängerung. Die Füchse haben damit in den zurückliegenden neun Partien nur einen einzigen Sieg geholt und liegen in der Tabelle weiterhin auf Playdown-Rang 11.
Bei den Lausitzer Füchsen gab es schon vor dem Spiel eine Überraschung. Mit Rylan Schwartz stand der zweitbeste Scorer des Teams überraschend nur in der 4. Reihe auf dem Spielberichtsbogen. Auf dem Eis erschien der Stürmer jedoch nicht, sondern verfolgte die Partie in Zivil – angeblich wegen einer Rückenblessur. In der Pressekonferenz nach dem Spiel sprach Füchse-Trainer Corey Neilson allerdings von einer „internen Entscheidung“ in Sachen Rylan Schwartz. Dafür kehrte Jakub Kania nach überstandener Verletzung ins Team zurück.
Außerdem gab es auf beiden Seiten jeweils einen Jubilar. Steven Rupprich absolvierte sein 345. Pflichtspiel im Trikot der Eislöwen Dresden. Er löste damit Pavel Vit (344) ab. Philip Kuschel indes kam zum 150. Mal für Weißwasser zum Einsatz. Dabei ist der Verteidiger gerade einmal 22 Jahre alt. Für Neuzugang Andrew Clark war es das erste Auswärtsspiel nach dem Debüt bei der 3:4-Niederlage gegen die Eispiraten Crimmitschau.
Den Platz von Rylan Schwartz in der 1. Reihe nahm Förderlizenzspieler Nino Kinder von den Eisbären Berlin ein. Im 1. Drittel zeigte sich erneut die Schwäche der Füchse im Überzahlspiel. Mehrere Überzahlspiele wurden ohne nennenswerte Torgefahr kläglich vergeben.
Den Platz von Rylan Schwartz in der 1. Reihe nahm Förderlizenzspieler Nino Kinder von den Eisbären Berlin ein. Im 1. Drittel zeigte sich erneut die Schwäche der Füchse im Überzahlspiel. Mehrere Überzahlspiele wurden ohne nennenswerte Torgefahr vergeben. Die Eislöwen hatten zwar in der Startphase die besseren Chancen, scheiterten aber mehrmals an Füchse-Torhüter Mac Carruth.
Es war ein Derby, bei dem Eishockey vor allem gearbeitet wurde. Spielerische Höhepunkte hatten eher Seltenheitswert in diesem Duell im Tabellenkeller der DEL2. Auch das 2. Drittel endete torlos.
In Unterzahl kamen die Gäste zu guten Chancen durch Kale Kerbashian und Ondrej Pozivil (48. Minute). Kurz vor der Sirene verpasste auch Nino Kinder den Führungstreffer. Tore wollten in diesem Derby in der regulären Spielzeit aber einfach nicht fallen. Auch in der Verlängerung hatten die Gäste mehrmals das erlösende Tor vor Augen. Stattdessen traf Vladislav Filin nach einem Konter zum 1:0-Sieg für Dresden.
Weiter geht es am Sonntag mit dem Heimspiel gegen den EHC Bayreuth (17 Uhr).

Das sagen die Trainer

Corey Neilson (Trainer Lausitzer Füchse): „Meine Mannschaft hat hart und schnell gespielt. Aber wir haben keine Tore geschossen. Und dann kann man eben keine Spiele gewinnen. Wir müssen daran arbeiten, unsere Torchancen zu nutzen. Dass Rylan Schwartz nicht gespielt hat, ist eine interne Entscheidung.“
Andreas Brockmann (Trainer Eislöwen Dresden): „Ich bin sehr glücklich über diese zwei Punkte. Das ist das Positive. Mit der Spielweise war ich heute nicht ganz so zufrieden. Aber wir haben einen Weg gefunden, dass wir uns durchbeißen. Und wir hatten einen überragenden Riku Helenius im Tor.“
Eislöwen Dresden – Lausitzer Füchse 1:0 n.V. (0:0, 0:0, 0:0/1:0)
Tore: 1:0 Filin (4.); Schiedsrichter: Apel/Falten; Zuschauer: keine; Strafminuten: 10/10.
Das nächste Spiel: Lausitzer Füchse – EHC Bayreuth (Sonntag, 17 Uhr).
Eislöwen Dresden – Lausitzer Füchse

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