Die Lausitzer Füchse hängen weiter im Tabellenkeller der DEL2 fest. Trotz der Verstärkung durch Neuzugang Andrew Clark aus Kanada gab es am Dienstagabend eine 3:4-Niederlage im Derby gegen die Eispiraten Crimmitschau. Während die Gastgeber auf Playdown-Platz liegen, kletterte Crimmitschau mit dem fünften Sieg in Serie auf Rang 4.
Bei den Füchsen gab Neuzugang Andrew Clark seine Premiere. „Der Professor“, so steht es als Spitzname auf dem Aufwärmtrikot, stürmte als Center gemeinsam mit Kapitän Brad Ross und dem erst 17-jährigen Edel-Talent Bennet Roßmy.
Vor seinem Debüt hatte Andrew Clark auf Rundschau-Nachfrage erklärt: „Ich freue mich, dass ich jetzt hier beim Team bin. Ich hoffe, dass ich die nötigen Impulse geben kann, damit wir in die Playoffs kommen. Und ich freue mich natürlich, dass ich nun endlich wieder richtige Spiele absolvieren kann. Das letzte liegt ja schon einige Zeit zurück.“ Stimmt! Denn der Kanadier hatte sein letztes Pflichtspiel Ende Februar 2020 für den Schweizer Zweitligisten SC Langenthal bestritten.
Die Gäste aus Crimmitschau sind derweil das Team der Stunde in der DEL2. Auch ohne den verletzten Kapitän Vincent Schlenker gab es zuletzt vier Siege in Folge für die Mannschaft von Coach Mario Richer. Schlenker muss sich einer Hüft-Operation unterziehen und wird in der laufenden Saison nicht mehr auf das Eis zurückkehren.
Das Derby im Fuchsbau startete kurios. Beim 1:0 für Crimmitschau bereits in der 2. Minute machte Füchse-Torhüter Mac Carruth einen weiten Ausflug hinter seinen Kasten und umspielte sogar noch einen Gegenspieler. Der Aufbaupass des Keepers war dann aber nicht präzise genug. Petr Pohl traf ins leere Tor. Nur ganze 17 Sekunden später erzielte Ludwig Nirschl aber den postwendenden Ausgleich.
Aber es blieb aus Sicht der Gastgeber das Spiel der individuellen Fehler. Kurz nach Wiederbeginn patzte Ondrej Pozivil an der blauen Linie des Gegners. Den Konter nutzte Daniel Weiß zum 2:1 für Crimmitschau (26.). Danach trug sich „Professor“ Andrew Clark zum ersten Mal in die Scorerliste ein. Bei den Treffern von Luis Rentsch (2:2/32.) und Kale Kerbashian (3:2/34.) war der Neuzugang jeweils als Vorlagengeber mit gutem Auge zur Stelle. Kurz vor der Sirene leisteten sich die Gastgeber die nächste Defensivschwäche – Mathieu Lemay traf zum 3:3 (39.).
Im letzten Drittel erzielte Scott Timmins den 4:3-Siegtreffer für die Gäste (52.), die damit ihre beeindruckende Erfolgsserie fortsetzen.

Das sagen die Trainer

Mario Richer (Trainer Eispiraten Crimmitschau): „Wir haben nicht gut angefangen und waren nicht hart genug in den Zweikämpfen. Aber wir haben einen Weg gefunden, dieses Spiel zu gewinnen. Das ist das Wichtige. Vor allem in der Schlussphase hat meine Mannschaft Charakter gezeigt und den Vorsprung verteidigt.“
Corey Neilson (Trainer Lausitzer Füchse): „Ich denke, wir waren in diesen 60 Minuten das bessere Team. Wir haben schnell, hart und kreativ gespielt. Aber wir haben verloren. Weil wir uns zwar viele Chancen erspielt haben, sie aber nicht nutzen konnten. Das ist frustrierend. Wir haben in der Vorwärtsbewegung dumme Fehler gemacht. Für Andrew Clark war es dennoch ein guter Einstand.“
Lausitzer Füchse – Eispiraten Crimmitschau 3:4 (1:1, 2:2, 0:1)
Tore: 0:1 Pohl (2.), 1:1 Nirschl (2.), 1:2 Weiß (26.), 2:2 Rentsch (32.), 3:2 Kerbashian (34.), 3:3 Lemay (39.), 3:4 Timmins (52.); Schiedsrichter: Apel/Becker; Zuschauer: keine; Strafminuten: 6/10.
Das nächste Spiel: Eislöwen Dresden – Lausitzer Füchse (Freitag, 19.30 Uhr).
Lausitzer Füchse – Eispiraten Crimmitschau

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