DEL2 Eishockey: Wahnsinn in Weißwasser – Lausitzer Füchse besiegen Topfavorit Kassel
Was für eine Stimmung, was für ein Kampf, was für ein Wahnsinn: Die Fans feierten die Lausitzer Füchse am Freitagabend für eine wahre Energie-Leistung gegen die Kassel Huskies. Weißwasser bot im Viertelfinal-Duell mit dem Topfavoriten eine der besten Leistungen in dieser DEL2-Saison und setzte sich am Ende mit 4:3 durch. Spiel Nummer drei in der Playoff-Serie nach dem Modus „best of seven“ findet am Sonntag (17 Uhr) in Kassel statt.
Die Devise für dieses erste Heimspiel in der Viertelfinalserie hatte Füchse-Trainer Petteri Väkiparta unmittelbar nach dem 1:5 am Mittwoch in Kassel ausgegeben. Seine Forderung an die Mannschaft: „Wir müssen schnell lernen, besser zu verteidigen. Im zweiten Spiel müssen wir deutlich besser sein.“
Und seine Spieler hielten sich daran! Die 2725 Zuschauer im Fuchsbau sahen von der ersten Minute an packendes Playoff-Eishockey mit hohem Tempo und ganz viel Körpereinsatz. Duplizität der Ereignisse: Genau wie am Mittwoch in Kassel ging Weißwasser mit dem frühen Tor von Kristian Blumenschein in der 3. Minute zum Ausgleich. Und auch diesmal kam Kassel kurz vor der ersten Sirene zum Ausgleich – Stephen MacAulay erzielte das 1:1 (18.). Die Fans quittierten das erste Drittel mit viel Beifall.
Weißwasser stemmte sich mit großem Aufwand gegen den Dauerdruck des Favoriten. Und die Gastgeber konnte im zweiten Drittel für etwas mehr Entlastung sorgen. Nach dem Kasseler Treffer durch Connor Korte (24.) sorgten Dominik Grafenthin (2:2/26.) und Ville Järveläinen (3:2/31.) für die erneute Führung. Auch nach dem 3:3 durch Max Faber (33.) ging der Füchse-Sturmlauf weiter.
Kritik von Kapitän Clarke Breitkreuz
Kapitän Clarke Breitkreuz übte nach dem zweiten Drittel Kritik an den Schiedsrichtern. „Wir kämpfen mit viel Herzblut und geben alles. Aber wir spielen gegen zwei Mannschaften. Ich denke, Kassel braucht keine Helfer“, sagte Breitkreuz bei SpradeTV.
Es herrschte prächtige Eishockey-Stimmung im Fuchsbau. Es gab immer wieder „Dynamo“-Wechselgesänge auf den Rängen. Roope Mäkitalo feuerte die Stimmung mit dem 4:3 (50.) weiter an. In der Schlussphase wurde jede Abwehraktion frenetisch bejubelt. Der überragenden Jonas Stettmer im Tor hielt den Sieg der Füchse gegen den Topfavoriten fest.
„Wir waren von Anfang an bereit“, lobte Trainer Petteri Väkiparta. „Wir haben mehr Zweikämpfe gewonnen als in Spiel eins. Und die Tore sind zum richtigen Zeitpunkt gefallen. Ich bin sehr glücklich und stolz auf die Mannschaft.“
Ein dickes Lob gab es von Väkiparta auch für die Fans: „Es war eine unglaubliche Stimmung, die Fans haben uns viel Energie gegeben.“
Lausitzer Füchse – Kassel Huskies 4:3 (1:1, 2:2, 1:0)
Tore: 1:0 Blumenschein (3.), 1:1 MacAulay (18.), 1:2 Korte (24.), 2:2 Grafenthin (26.), 3:2 Järveläinen (31.), 3:3 Faber (33.), 4:3 Mäkitalo (50.); Schiedsrichter: Neutzer/Cespiva; Zuschauer: 2725; Strafminuten: 8/8.
Playoff-Stand („best of three“): 1:1.
Das nächste Spiel: Kassel Huskies – Lausitzer Füchse am Sonntag um 17 Uhr.



